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Review: Verge Collection

Verge Collection – „Flaneur“

All the lights in my room, they’re flickering dim.
I could get off my arse, go and change them.
But the circle, it always repeats
and eventually I’ll have to change them again.“
(Verge Collection – „Sleep It Off“)

Haha! Wer mal bei mir zu Hause war, muss jetzt lachen. Weil mein Licht im Flur nicht geht. Die Glühbirne muss nämlich so auf den Mikromillimeter genau in der Fassung sitzen, dass sie das quasi nie tut. Wie von Geisterhand dreht sie sich auch beim kleinsten Anlass wieder raus. Wie oft habe ich das Ding schon entnervt hin und her bewegt! Mit Gewalt, mit Feingefühl, mit gutem Zureden. Bis ich es irgendwann einfach gelassen habe. Lieber gar kein Licht, als dass es dauernd flackert oder dass man sich permanent hin und her justierend den Grant holt.

Klar ist also schon mal, das ich eine sofortige Seelenverwandtschaft zu Verge Collection empfinden muss. Ben Arnold, so der Name des Sängers des Quartetts, beschreibt eine vermutlich bezeichenende Szene aus meinem Leben – und das vom anderen Ende der Welt aus. Verge Collection stammen nämlich aus Perth und Verge Collection, so nennt man in Westaustralien die Sperrmüllsammlung.

Wenn eine Band sich so einen Namen gibt, stellt sie damit auch klar: Glamourös wird das, was jetzt kommt, nicht. Hier wird nicht aus der Perspektive von jemand erzählt, der auf Rosen gebettet ist. Wie zum Beweis startet dieses Album mit den Worten „I’m way too old to be living at home“. Review: Verge Collection weiterlesen

My Fair Lahey

„You don’t like sports and I don’t like dresses, 
luckily for us our parents got the message“

Der Witz beim Titelsong von Alex Lahey’s Album „I Love You Like A Brother“ ist, dass in diesem Song eben gar niemand auf die nette Weise abserviert wird, á la „Ich mag dich voll gerne, aber fühle mich nicht zu dir hingezogen, du bist wie ein Bruder für mich“. Nein, Alex schrieb diesen Song tatsächlich für ihren kleinen Bruder. Jetzt gibt’s auch ein supernettes Video mit den beiden.

Das hat zwar bestimmt keiner vergessen, aber zur Erinnerung: Alex Laheys Album war eine der besten Indiegitarrenplatten von 2017 und ich hatte die die coole und sympathische Australierin im Herbst auch hier im Interview.

Interview: Alex Lahey

Letztes Jahr tauchte Alex Lahey aus Melbourne auf und legte eine prima Single nach der anderen hin: Flotter Indie-Gitarrenpop, zum Platzen voll mit self-deprecating humour. Heute erscheint ihr Album „I Love You Like A Brother“ und erfüllt alle Versprechen. Alex singt über die Komplikationen ihres Liebeslebens, über ihre Zukunftsängste und ihre Freundschaften so, dass es jeder mitfühlen kann. Klar, dass auch ich mich um einen Termin bemühte, als sie Interviews zur Platte gab. Interview: Alex Lahey weiterlesen

Tame ImPaler / Lame Imposters

Jetzt mal ehrlich. Dass Pale Waves als neue UK-Hoffnung gelten, ist doch ein Armutszeugnis. Da kann die Alte (sie heisst Heather Baron-Gracie) in noch so viel Kajal tauchen und Gräfin Dracula mimen, uns täuscht sie nicht. Pale Waves machen Songs, da hätte sich früher nicht mal Avril Lavigne getraut, sie den Kids als was Aufmüpfiges und Alternatives zu verkaufen.

„Television Romance“ ist übrigens ein Four Chord-Song und das Video hat Matt fucken Healy von The 1975 gedreht. Noch so ein absolutes Feindbild.

Aaargh. Wenn man das mit Australien vergleicht! Mit Alex Lahey, mit Middle Kids! Aber bevor wir die Briten komplett verurteilen, erinnern uns Wolf Alice dran: Auch auf der Insel selbst gibt’s female Indie, der da von weit oben drauf SPUCKT!

Laheylike

Drei Wochen noch. Am 6.10, erscheint „I Love You Like A Brother“, das Debütalbum von Alex Lahey  Dass ich die Melbournerin für eine echt prima clevere Songwriterin halte, habe ich hier ja schon mehrfach verlautbart (unter anderem hier). Auch die neue Single „I Haven’t Been Taking Care Of Myself“ ist  wieder famos, ein Song mit Elan, Witz und Traurigkeit. Ihr kennt das, wenn ihr merkt, euer/eure Partner/in ist nicht gut für euch? Ein Lied über den Moment, an dem man sich das eingestehen muss, das aber trotzdem seinen Humor nicht verliert.

Übringens – Infoservice, denn ich höre da immer alle möglichen Varianten: Alex‘ Nachnamen spricht man so aus, dass er sich auf „Lady“ reimt.

Übrigens 2: Ich hatte Alex neulich am Telefon und werde hier zur Album-VÖ ein Interview platzieren können,

Übrigens 3: Alex kommt auf Tour! Fünf Shows Ende November, Anfang Dezember!

Lahey down, give me something new!

Yes! Das kann was werden! Letztes Jahr konnte uns die Melbournerin Alex Lahey mit einer prima Debüt-EP begeistern. Nicht nur uns – Alex hat inzwischen einen weltweiten Vertrag beim renommierten US-Indie Dead Oceans unterschrieben. Am 6.10, kommt nun ihr Debütalbum „I Love You Like A Brother“ und die erste Vorab-Single ist so richtig das, was man sich unter einem Indiepop-Hit vorstellt: Ein Song, der Pep hat, ins Ohr geht, einen gewitzten, aber im Kern traurigen Text hat („You’ve got things like a family and they’re a bigger deal than I’ll ever be“ ist keine Zeile aus einem Lied, das fröhlich ist) und zu dessen Refrain man mit seinen „Who-hoah!“s auf dem Indie-Dancefloor ideal mitjubeln kann. Ja, ein HIT!!
Und jetzt alle: „Don’t look, don’t care, everyday’s the weekend! Monday Tuesday, everyday’s the weekend!“

Brett + Anderson

Nachdem es schon zu drei der fünf Songs von Alex Laheys prima EP „B-Grade University“ ein Video gab, rechnete ich nicht damit, dass noch ein weiteres käme. Aber hey, keine Frage, dass auch „Wes Anderson“  ein feines Lied ist, das einen Clip verdient.

Hier noch mal mein Text zur EP aus dem letzten Sommer. Da findet ihr dann auch mehr zur Person Alex Lahey, falls der Clip jetzt euer Interesse geweckt hat.

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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Kommt rein in die gute Tube!

Haben sich doch tatsächlich die GEMA und youtube geeinigt? Mann, für einen Blog-Heini wie mich ist das ja eine sensationelle Nachricht! Endlich kann ich nach Herzenslust alle Videos, über die ich mich auslassen möchte, auch in die Welt raustragen – und sitze nicht mehr frustriert vorm Sperrbildschirm, suche das Ding auf vimeo (wo es meistens nicht zu finden ist…) und verfluche alle!

Das feiere ich doch gleich mal mit ein paar Clips, die ich bisher nicht teilte, weil sie für deutsche Leser (und dieser Blog ist nun mal deutsch) immer gesperrt waren! Alle kommen von Bands/Künstlern, über die ich hier schon ausführlicher schrieb. Deshalb sage ich gar nichts weiter dazu, aber habe auf die jeweiligen Artikel verlinkt.

City Calm Down! 

Tiny Little Houses!

Teenage Fanclub!

Alpine!

Beach Baby!

Alex Lahey!

… ich könnt jetzt noch ewig weiter machen, aber belasse es erst mal dabei. Auf jeden Fall: Hurra!

Ach, was soll’s – einen noch! Mein Lieblingsgoth! Henric de la Cour!