Schlagwort-Archive: Alex Lahey

Interview: Alex Lahey

Letztes Jahr tauchte Alex Lahey aus Melbourne auf und legte eine prima Single nach der anderen hin: Flotter Indie-Gitarrenpop, zum Platzen voll mit self-deprecating humour. Heute erscheint ihr Album „I Love You Like A Brother“ und erfüllt alle Versprechen. Alex singt über die Komplikationen ihres Liebeslebens, über ihre Zukunftsängste und ihre Freundschaften so, dass es jeder mitfühlen kann. Klar, dass auch ich mich um einen Termin bemühte, als sie Interviews zur Platte gab. Interview: Alex Lahey weiterlesen

Tame ImPaler / Lame Imposters

Jetzt mal ehrlich. Dass Pale Waves als neue UK-Hoffnung gelten, ist doch ein Armutszeugnis. Da kann die Alte (sie heisst Heather Baron-Gracie) in noch so viel Kajal tauchen und Gräfin Dracula mimen, uns täuscht sie nicht. Pale Waves machen Songs, da hätte sich früher nicht mal Avril Lavigne getraut, sie den Kids als was Aufmüpfiges und Alternatives zu verkaufen.

„Television Romance“ ist übrigens ein Four Chord-Song und das Video hat Matt fucken Healy von The 1975 gedreht. Noch so ein absolutes Feindbild.

Aaargh. Wenn man das mit Australien vergleicht! Mit Alex Lahey, mit Middle Kids! Aber bevor wir die Briten komplett verurteilen, erinnern uns Wolf Alice dran: Auch auf der Insel selbst gibt’s female Indie, der da von weit oben drauf SPUCKT!

Laheylike

Drei Wochen noch. Am 6.10, erscheint „I Love You Like A Brother“, das Debütalbum von Alex Lahey  Dass ich die Melbournerin für eine echt prima clevere Songwriterin halte, habe ich hier ja schon mehrfach verlautbart (unter anderem hier). Auch die neue Single „I Haven’t Been Taking Care Of Myself“ ist  wieder famos, ein Song mit Elan, Witz und Traurigkeit. Ihr kennt das, wenn ihr merkt, euer/eure Partner/in ist nicht gut für euch? Ein Lied über den Moment, an dem man sich das eingestehen muss, das aber trotzdem seinen Humor nicht verliert.

Übringens – Infoservice, denn ich höre da immer alle möglichen Varianten: Alex‘ Nachnamen spricht man so aus, dass er sich auf „Lady“ reimt.

Übrigens 2: Ich hatte Alex neulich am Telefon und werde hier zur Album-VÖ ein Interview platzieren können,

Übrigens 3: Alex kommt auf Tour! Fünf Shows Ende November, Anfang Dezember!

Lahey down, give me something new!

Yes! Das kann was werden! Letztes Jahr konnte uns die Melbournerin Alex Lahey mit einer prima Debüt-EP begeistern. Nicht nur uns – Alex hat inzwischen einen weltweiten Vertrag beim renommierten US-Indie Dead Oceans unterschrieben. Am 6.10, kommt nun ihr Debütalbum „I Love You Like A Brother“ und die erste Vorab-Single ist so richtig das, was man sich unter einem Indiepop-Hit vorstellt: Ein Song, der Pep hat, ins Ohr geht, einen gewitzten, aber im Kern traurigen Text hat („You’ve got things like a family and they’re a bigger deal than I’ll ever be“ ist keine Zeile aus einem Lied, das fröhlich ist) und zu dessen Refrain man mit seinen „Who-hoah!“s auf dem Indie-Dancefloor ideal mitjubeln kann. Ja, ein HIT!!
Und jetzt alle: „Don’t look, don’t care, everyday’s the weekend! Monday Tuesday, everyday’s the weekend!“

Brett + Anderson

Nachdem es schon zu drei der fünf Songs von Alex Laheys prima EP „B-Grade University“ ein Video gab, rechnete ich nicht damit, dass noch ein weiteres käme. Aber hey, keine Frage, dass auch „Wes Anderson“  ein feines Lied ist, das einen Clip verdient.

Hier noch mal mein Text zur EP aus dem letzten Sommer. Da findet ihr dann auch mehr zur Person Alex Lahey, falls der Clip jetzt euer Interesse geweckt hat.

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

Long Listance Call Pt 2 weiterlesen

Kommt rein in die gute Tube!

Haben sich doch tatsächlich die GEMA und youtube geeinigt? Mann, für einen Blog-Heini wie mich ist das ja eine sensationelle Nachricht! Endlich kann ich nach Herzenslust alle Videos, über die ich mich auslassen möchte, auch in die Welt raustragen – und sitze nicht mehr frustriert vorm Sperrbildschirm, suche das Ding auf vimeo (wo es meistens nicht zu finden ist…) und verfluche alle!

Das feiere ich doch gleich mal mit ein paar Clips, die ich bisher nicht teilte, weil sie für deutsche Leser (und dieser Blog ist nun mal deutsch) immer gesperrt waren! Alle kommen von Bands/Künstlern, über die ich hier schon ausführlicher schrieb. Deshalb sage ich gar nichts weiter dazu, aber habe auf die jeweiligen Artikel verlinkt.

City Calm Down! 

Tiny Little Houses!

Teenage Fanclub!

Alpine!

Beach Baby!

Alex Lahey!

… ich könnt jetzt noch ewig weiter machen, aber belasse es erst mal dabei. Auf jeden Fall: Hurra!

Ach, was soll’s – einen noch! Mein Lieblingsgoth! Henric de la Cour!

Review: Alex Lahey

Alex Lahey – B-Grade University EP

Ja, sie haben Recht. Alle, die Alex Lahey schon feiern, haben Recht. Das ist ja zuletzt zu einer kleinen Lawine geworden. Aber das war erst der Anfang, glaube ich. Die geht global.

Alex Lahey kommt aus Melbourne und sie ist mal wieder ein Musterbeispiel für meine ewige These, dass das, was einen Singer/Songwriter (bzw. -in) auszeichnen muss, Persönlichkeit und Charakter ist. Denn musikalisch ist das, was Alex macht, nix Neues: Gitarrensongs halt. Indierock halt. Aber hey, diese EP ist famos.

Wer feiert Alex Lahey schon alles? Erstens die australischen Indie-Radios, die vor allem auf ihre zweite Single „You Don’t Think You Like People Like Me“ ansprangen. Zweitens Josh Pyke. Der Sänger aus Sydney hat, feiner Zug, eine eigene kleine Stiftung gegründet: Er unterstützt jährlich einen neuen australischen Musiker mit Rat, Tat und einer kleinen Prämie. Alex Lahey hat sich beworben und frisch gewonnen. Das Geld kann sie gut brauchen, hat sie doch bisher auf ihrem Eigenlabel veröffentlicht. Allerdings, die Talentscouts MÜSSEN sie inzwischen jagen, denn drittens ist auch Pitchfork bei den Begeisterten. Wie kam’s? Pitchfork-Autor Ryan Schreiber sollte für eine Aussie-Radioshow aktuelle Lieder von down under bewerten. Als man ihm Alex vorspielte, fand er sie so toll, dass er ihr gleich ein kleines Feature auf der US-Online-Bibel widmete.

Und was ist es nun, das Alex macht?

Review: Alex Lahey weiterlesen