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Interview: Albert Hammond Jr.

Oha. Ein echter Stroke am Telefon! Albert Hammond Jr. hat nicht nur sein viertes Soloalbum fertig, sondern auch ein neues Alter Ego: „Francis Trouble“ ist sowohl der Albumtitel als auch eine Kunstfigur, benannt nach Alberts Zwillingsbruder Francis, der als Fehlgeburt schon im Mutterleib starb.

Ich finde: Man spürt, dass Albert sich mehr und mehr als Solist emanzipiert. Seine ersten zwei Soloalben, sie klangen für mich noch wie Überbrückungen der Phasen, in denen The Strokes auf Eis lagen. Seit „Momentary Masters“ (2015) aber merkt man, dass „AHJ“ auf seine Alleingänge die gleiche, wenn nicht mehr Betonung legt als auf die Platten seiner Band. Macht ja auch Sinn. Die Strokes liegen auf Eis und ob es noch mal weitergeht, weiss niemand.

Albert hat einen Interview-Marathon-Tag und steht spürbar unter Strom, das merkt man sogar durchs Telefon. In der Viertelstunde, die ich zugeteilt bekomme, redet er schnell und viel. Interview: Albert Hammond Jr. weiterlesen

Vinterview: Albert Hammond

Vinterview Header Hammond2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Das neue Album von Albert Hammond Jr ist sehr gelungen – siehe Review etwas weiter unten. Und sein Erscheinen erinnert mich daran, dass ich den „Old Man“ des Strokes-Gitarristen 2012 fürs Classic Rock treffen konnte.  Albert Hammond, die Hitmaschine, die so viele Welterfolge geschrieben hat, vor allem für andere Künstler. Das Interview hatte ein Motto namens „Lifelines“- was das bedeutet, erkläre ich im Text. Jedenfalls, Albert Hammond ist ein wunderbar freundlicher Gentleman, und dieses Interview gehört zu meinen allerliebsten, die ich je geführt habe.

Damals veröffentlichten auch die Strokes gerade ihr letztes Album „Comedown Machine“, sie gaben aber keine Interviews dazu. Darüber redeten Hammond und ich gerade, als ich das Mikrophon anschaltete. Und damit geht’s los.

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Review: Albert Hammond Jr

ah jrAlbert Hammond Jr – „Momentary Masters“

Schwierig, die Strokes in den letzten Jahren.
Beweisstück 1: Das letzte, rote Album – das war so wenig beeindruckend, dass ich sogar vergessen habe, wie’s heißt! Da muss ich erst mal nachschauen – ah ja, „Comedown Machine“!

Seit „First Impressions Of Earth“ jedenfalls wirkt Julian Casablancas nicht nur aus Coolness gelangweilt. Es ist, als sei er nur noch richtig widerwillig Strokes-Mitglied. Vielleicht aus Mitleid den anderen  gegenüber, die ja irgendwo die Butter für ihr Brot hernehmen müssen? Nicht jeder ist Millionärssohn wie Julian und Albert Hammond Jr, die sich bekanntlich dereinst im Schweizer Luxus-Internat kennenlernten. Jedenfalls: „Comedown Machine“ klang zum substantiellen Teil nach „Mein Gott, wir müssen diesen 5-Alben-Vertrag ja mit irgendwas erfüllen!“ Man hatte fast das Gefühl, dass Julian die Platte sabotierte: die Band gab keinerlei Interviews, spielte keine Tourdates – alles Julians Entscheidungen.

Das frustrierendste an allen drei Alben war dabei: Jedes hatte so seine drei, vier Spitzensongs. Songs, die zeigten, wenn die Strokes nur wollen würden, dann könnten sie weiter so fresh und knackig und strubbelig und rotzig Musik machen wie auf „Is This It“ und „Room On Fire“. Das machte es umso trauriger, dass 3/4 der Alben halbgar und lieblos hingerotzt wirkten, wie eine Hausaufgabe, die man auf den letzten Drücker abliefert, weil man weiss, es reicht eh für eine 4. Review: Albert Hammond Jr weiterlesen