Schlagwort-Archive: Albert Hammond Jr

Stroking Chins

You’re sending out mixed messages, guys!

The Strokes haben ihren Festival-Sommer begonnen – aber nachdem Julian Casablancas neulich erst ein neues Video seiner Voidz postete, schickt auch Albert Hammond Jr nicht nur einen neuen Clip, sondern gleich eine Non-Album-Single namens „More To Life“ hinterher.

Hmm. Julian, Albert: Wollt ihr uns sagen: „Unsere neuen Projekte sind trotz der Strokes-Live-Dates nicht zu vernachlässigen“? Oder wollt ihr uns sagen: „Wir spielen jetzt zwar ein paar Sommer-Shows, aber die neuen Karrieren sind uns wichtiger“?

Die Hoffnungen auf ein Strokes-Album im Herbst sind damit nicht gerade gestiegen…

Journey To AHJ

Der Sommer ist voll von Festival-Terminen für The Strokes – da darf über ein neues Album spekuliert werden. Allerdings: Albert Hammond Jr hat eine neue Solo-Single („Fast Times“) draußen. Hmmm.

Spekulier, Spekulier:
Möglichkeit a) Die Festival-Dates werden nur mitgenommen, weil ein paar Strokes-Mitglieder (die ohne superreiche Eltern) mal wieder Rechnungen zahlen müssen. Ein neues Album stand nie zur Debatte. Julian Casablancas und Albert lassen’s über sich ergehen, den Zahltagen zuliebe.
Möglichkeit b) Albert Hammond Jr (der letztes Jahr im Interview ja andeutete, man habe ihn in der Band eh nur untergebuttert) hat die Strokes hinter sich gelassen, die Dates finden ohne ihn statt, aber die Trennung wird erst kurz vor den Shows bekannt gegeben.
Möglichkeit c) Die Strokes tanzen wieder als beste Freunde Händchen haltend über Frühlingswiesen, das neue Album ist längst im Kasten (aber man hat Gerüchte geschickt unter Verschluss gehalten), es ist saustark und fresh und alles wird supi.

Mal gucken, was es wird. Jetzt erst mal AHJ solo.

I Predict A Record – 2019, Pt. 2

Das neue Jahr hat begonnen und mit dem neuen Jahr kommen auch die vagen Prognosen und die fundierten Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Hier gibt’s das Ganze für den Bereich Indie: Welche Alben stehen 2019 in den Startlöchern bzw. bei welchen Bands darf man mit einem aktiven Jahr rechnen?
Die ist der zweite Teil zu meinem Beitrag von gestern. Die Aufteilung wollte es, dass im gestrigen Post „kleinere“ Bands in der klaren Überzahl waren. Heute sind auch richtig große Namen dabei.

I Predict A Record – 2019, Pt. 2 weiterlesen

Twist and Sprout

Eine Sache, die mir selbst unangenehm ist: Da durchforste ich das Netz nach spannenden Australiern, Kanadiern und Schweden und so weiter – aber wenn was vor meiner Münchner Haustür stattfindet, ist es gut möglich, dass ich es übersehe.

Dass sich in Regensburg die Some Sprouts zu einer feinen Gitarrenband entwickeln, habe ich aber ausnahmsweise mitgekriegt. Sie waren nämlich neulich im Vorprogramm von Albert Hammond Jr zu sehen und hinterließen dort einen guten Eindruck. Für mich sahen sie auf diesen ersten Eindruck aus wie eine Band, die sowohl Fleet Foxes als auch Tame Impala gut findet und nur noch nicht genau weiss, wie sie das jetzt am besten verknüpfen soll. Aber vielversprechend war das auf jeden Fall.

Am 19.10. veröffentlichen die Sprouties (nennen wir sie so?) nun eine neue EP.  Ein Video zum Titel „Mindcrush“ schicken sie voraus, im Text verwenden sie  Wörter wie „asymptotical“ und „extrapolations“.  Dreamy Gitarre vs Mathe-Lyrics – ein sonderlicher Kontrast. Aber „sonderlich“ finde ich immer gut. Da horcht man auf.

The Empire Stroke’s Back

An eine neue Strokes-Platte glaubt keiner mehr, dafür hat ihr Gitarrist Albert Hammond Jr seine Solokarriere fokussiert. Sein viertes Album „Francis Trouble“ hält, was den Pep angeht, mit den frühen Strokes-Platten besser mit als die späten Strokes selbst.

case in point: die neue Single „Far Away Truths“.

… Reminder in dem Zusammenhang: Ich hatte Albert zur VÖ der Platte am Telefon…

Interview: Albert Hammond Jr.

Oha. Ein echter Stroke am Telefon! Albert Hammond Jr. hat nicht nur sein viertes Soloalbum fertig, sondern auch ein neues Alter Ego: „Francis Trouble“ ist sowohl der Albumtitel als auch eine Kunstfigur, benannt nach Alberts Zwillingsbruder Francis, der als Fehlgeburt schon im Mutterleib starb.

Ich finde: Man spürt, dass Albert sich mehr und mehr als Solist emanzipiert. Seine ersten zwei Soloalben, sie klangen für mich noch wie Überbrückungen der Phasen, in denen The Strokes auf Eis lagen. Seit „Momentary Masters“ (2015) aber merkt man, dass „AHJ“ auf seine Alleingänge die gleiche, wenn nicht mehr Betonung legt als auf die Platten seiner Band. Macht ja auch Sinn. Die Strokes liegen auf Eis und ob es noch mal weitergeht, weiss niemand.

Albert hat einen Interview-Marathon-Tag und steht spürbar unter Strom, das merkt man sogar durchs Telefon. In der Viertelstunde, die ich zugeteilt bekomme, redet er schnell und viel. Interview: Albert Hammond Jr. weiterlesen

Der Albert wieder rum…

Alle, die auf Neues von den Strokes warten, müssen Geduld zeigen – Julian Casablancas ist wieder mit seinen Voidz zugange. Immerhin, auch Gitarrist Albert Hammond Jr nutzt die Zeit sinnvoll. Sein viertes Soloalbum steht in den Startlöchern, es wird den Titel „Francis Trouble“ tragen und ab dem 09.03. in den Läden zu finden sein. Die Single „Muted Beatings“ hat er schon vor knapp einer Woche voraus geschickt. Jetzt gibt’s auch ein Video.

Nachtrag: Es hat geklappt! Ich hatte AHJ gerade am Telefon! Einen echten Stroke! Zwar nur ’ne Viertelstunde, aber das war aussagekräftig. Um den Erscheinungstermin herum etwa gibt’s hier das Transkript.

Review: CRX

crx-new-skinCRX – „New Skin“

„Update zum neuen Strokes-Album“ wird in der NME-Newsmeldung trompetet, „vielleicht kommt es schon nächstes Jahr!“ Wenn man dann auf den Link klickt, stellt sich raus, dass Bassist Nikolai Fraiture und Gitarrist Nick Valensi sich unabhängig voneinander geäußert haben, dass sie das Thema extrem vage und vorsichtig umkurven und sich null festlegen. „Die Band hat sich nicht getrennt“, so der Tenor, „wann was Neues kommt, können wir nicht sagen, aber vielleicht gibt’s ja ne Überraschung“. Beide gaben ihre Aussagen in Interviews, in denen es eigentlich um ihre neuen Bands ging. Fraiture hat eine Gruppe namens Summer Moon gegründet („Angesichts der Geschwindigkeit, in der die Strokes arbeiten, kann man das parallel laufen lassen“) und Nick Valensi hat neuerdings das Quintett CRX am Start.

Das ist mal wieder echt witzig, wie der NME es schafft, diesen Sätzen einen komplett verfälschenden Dreh mitzugeben. Ich meine, fassen wir doch mal zusammen:
1. Zwei Strokes-Mitglieder sind offenbar so unterbeschäftigt, dass sie neue Bands ins Leben rufen.
2. Sie geben ihre Interviews NICHT zu den Strokes, sondern ihren neuen Bands, werden aber unweigerlich nach den Strokes gefragt, worauf sie ausweichend antworten.
3. „Hoffentlich im nächsten Jahr“ heißt auf deutsch in diesem Zusammenhang also „Wahrscheinlich nicht im nächsten Jahr“ und „Naja, aber vielleicht gibt’s ja ne Überraschung“ heißt „Wir wären selbst überrascht, wenn im nächsten Jahr was passieren würde.“
Aber der NME strickt daraus mit „The Strokes deuten Überraschungen an!“ und nennt Gespräche, die zu den neuen Bands(!) geführt wurden, „Updates zum neuen Strokes-Album“! Mann, der Schreiber sollte als Spin-Doctor in die Politik gehen, so wie er es schafft, eine Aussage so darzustellen, dass sie glaubwürdig das Gegenteil dessen vermittelt, was tatsächlich gesagt wurde. Wow. Ha!

Nun soll’s hier ja nicht um die Strokes gehen, sondern um CRX. Aber es ist ja so: Der Grund, warum wir auf CRX überhaupt aufmerksam wurden, der ist nun mal, dass es die neue Band eines Strokes-Gitarristen ist. Das ist der Aufhänger, mit dem die Plattenfirma arbeitet – und es ist auch nicht zu überhören auf dem Album „New Skin“.

Review: CRX weiterlesen