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Review: Swervedriver

Swervedriver – „Future Ruins“

Das ist die Sache mit den Wiedervereinigungen: Was kann man tun, damit die Sache langfristig spannend bleibt?

Das Tolle am Swervedriver-Comeback-Album „I Wasn’t Born To Lose You“ war, dass es die Platte überhaupt GAB. Denn auch Adam Franklin und Jimmy Hartridge haben sich garantiert einige Jahre lang nicht träumen lassen, dass ihnen diese Renaissance passieren würde. 

Selbst in ihren ersten Jahren, als Breitwandrock-Shoegazing all the rage war, waren die Oxforder schließlich nicht eben die größte Band. Die viel größeren Bühnen gehörten Ride, My Bloody Valentine, Slowdive oder Lush. Swervedrivers drittes Album „Ejector Seat Reservation“ (1995) wurde noch wahrgenommen, aber zu Zeiten des Britpop-Booms war ihr Sandstrahl-Sound nicht eben gefragt. „99th Dream“ (1998) ging dann mal so richtig komplett unter. Ich weiss nicht mal mehr, ob Swervedriver ihre Trennung damals überhaupt bekannt gaben. Es ging wohl eh jeder davon aus, dass es vorbei war.

Aber in den folgenden Jahren passierte das Unerwartete: Ihre Platten verschwanden einfach nicht. Wurden von neuen Fans entdeckt. Review: Swervedriver weiterlesen

What Did You Expect From 2018, Pt.3

Heute: Der dritte und letzte Teil meiner Liste „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.  Es geht um meine persönliche Vorschau auf das anstehende Indie- Jahr. Um Platten, auf die ich gespannt warte. Alben, die entweder schon feststehen, die sicher erwartet werden oder auf die man zumindest spekulieren darf.

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Review: Swervedriver

swervedriver coverSwervedriver – I Wasn’t Born To Lose You

You’ve been away for sooo long –
you can’t ask why…
You’ve been away – you can’t ask why…
You can’t ask why…

(INDUSTRIESTAUBSAUGER-GITARRENRIFF!!)

Das muss vorausgeschickt werden: „Duel“ von Swervedriver ist und bleibt der Song, der das Mixtape meines Lebens eröffnen wird.

Noch so eine Zeitreise also. Schon sonderbar, dass die Bands, die 1991 meine Lieblingsbands waren, einfach nicht von der Bildfläche verschwinden. Slowdive und Ride haben sich reformiert. Blur haben ein neues Album angekündigt. Die Pixies und MBV waren vor einem bzw zwei Jahren dran. Das jüngste Werk der Charlatans habe ich kürzlich erst rezensiert. Und jetzt Swervedriver. Es muss doch was aussagen, dass die Bands zurück auf die Bühne gerufen werden, von ihren inneren Stimmen, und von Legionen von Fans. Dass die Bands den Absprung verpasst haben und nicht aus diesem Leben raus können? Dass das, was aus dem UK nachrückt, halt nicht in diese Schuhgrößen passt? Aber doch am ehesten: Dass diese Bands eben doch verdammt großartig waren.

Es ist ja nicht mal so, dass Swervedriver damals so irre erfolgreich gewesen wären. Aber ihre vier Alben haben die Zeit erstaunlich gut überdauert und neue Fans gesammelt – keine riesigen Massen, aber genug, dass es sich für Adam Franklin und Jimmy Hartridge lohnte, die Sache wieder auf die Beine zu stellen. Sie touren seit 2008, und jetzt gibt es also ihr erstes neues Album seit 1998. Was herrlich ist.

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