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Popstars heute: Sehen aus, wie im Lehrerzimmer gecastet, erzählen uns, dass alles gut wird, wenn wir nur ans uns selbst glauben, sitzen im Vorstand der Jugendorganisation der Big Brother-Partei.

FUCK SO DERMASSEN OFF, Pop-Akademie!

Wo sind die Kaputten, die Skandalösen, die Bowies und Adam Ants der jungen Generation? DANKE, Welt, für HMLTD. Die Hoffnung ist noch nicht völlig verloren.

 

Review: Editors

Editors – „Violence“

Ach ja, die Editors. Eine Band, die einem viel Material gibt, um sie mächtig albern zu finden. Aber auch eine Band, der man viel zugute halten kann.

Ich habe mich mit mir selbst zuletzt auf folgenden Umgang mit Tom Smith und seinen Jungs geeinigt: Wenn sie wieder auf Pathos machen und sich U2-mäßig auf die Brust schlagen (wie zum Beispiel auf den Balladen vom vorletzten Album „The Weight Of Your Love“), dann sind sie mir ein bisschen peinlich. Wenn sie aber die Popkeule rausholen und so ’nen richtigen Indie-Dancefloor-Burner hinlegen (z.B. „All The Kings“ vom letzten Album oder die frühen Bringer wie „Munich“ oder „All Sparks“), dann erlaube ich mir auch, sie famos zu finden. Zumal: Live langen sie zu. Live sind die der Bringer. Keine Widerrede.

Die Editors sind also die Band, die man sowohl scheiße als auch geil gleichzeitig finden kann. Und wenn jemand als Hörer nur eine der beiden Seiten empfindet, sage ich: I hear you. Ich sehe sowohl ein, wenn jemand als bekennender Indiehead nicht über ihren Popanz und Bombast hinweghören will, als auch, wenn sich jemand von der erschlagenden Wucht, die die Editors immer heraufbeschwören wollen, nur allzu gerne erschlagen lässt. Bei den Editors gehört das nun mal zusammen. Das ist ihre Stärke, das ist ihre Schwäche, das ist ihr Ding, das ist die Haut, aus der sie nicht herauskönnen, das ist ihr USP, das sind die Editors.

Album sechs, „Violence“, nimmt trotzdem ein paar Veränderungen vor. In der Durchführung, nicht in der Wirkung. Review: Editors weiterlesen