Interview: Paper Beat Scissors

Paperbeatscissors OpenerGanz ehrlich – ich hatte noch nichts von Paper Beat Scissors mitbekommen, als das Album „Go On“ auf meinem Schreibtisch landete. Aber was ich hörte, das gefiel mir: Filigrane, sachte Popmusik, in der man das Laptop genauso hört wie die Klarinette. Also habe ich das Interview mit Tim Crabtree übernommen, dem Mann hinter dem Projekt. Tim ist Brite, lebt aber in Kanada und schreibt auch gerne fürs Orchester. „Go On“ ist sein zweites Album. Mehr erzählt er uns nach dem Break. Interview: Paper Beat Scissors weiterlesen

Towers Records

Was neue Lieblingsbands und große Hoffnungen des Jahres 2015 angeht, sind April Towers aus Nottingham bei mir ganz, ganz weit vorne. Die erfinden das Rad zwar nicht neu, sondern machen Snythiepop, wie man ihn kennt. Aber sie machen ihn prima catchy und clever. So prima, dass ihre Vorgänger New Order (siehe letzter Post) stolz auf das sein dürfen, was sie losgetreten haben. Bei April Towers ist ihr Erbe in guten Händen.

Die neue Single des Duos heißt „Little Bit Of Fear“, ist super, aber ist nicht mal ihre bisher beste.

Nach dem Break die zwei bisherigen Singles der April Towers.
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Wer seid das, Indie?

Nicht nur Interviews sind verloren gegangen, als letztes Jahr mein alter Blog vom Netz ging. Anfang 2014 schrieb ich zum Beispiel einen Aufsatz zum Indie-DJ-Dasein an sich. Eine Art Manifest meines Indie-Glaubens. Ich bin wieder auf diesen Text gestoßen und finde, der gilt auch im Spätsommer 2015. Nicht zuletzt, weil ich – so sieht’s jedenfalls aus – wohl bald wieder hinters DJ-Pult zurück kehre, macht es auch Sinn, noch mal meine Indie-Definition zu umreißen.

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Im Jahr 2014* noch Indie-DJ zu sein und sich auch als Indie zu definieren – was bringt das noch?

Hier eine Antwort. Meine.

Eklektizismus wird heute überall groß geschrieben. Einen bestimmten Sound zu picken und sich darauf zu konzentrieren, gilt als kleingeistig. Erst neulich wieder schrieb eine meiner aktuellen Lieblingsbands, Alpine nämlich, auf facebook, ohne erkennbaren Anlass: „Never restrict yourself to one genre of music“. Damit haben sie unbestritten Recht. Engstirnigkeit, Verbohrtheit, können nie was Gutes bedeuten.

Trotzdem hat mich das mal wieder zum Nachdenken gebracht. Denn es gibt ja auch eine Kehrseite des Ganzen. Wer seid das, Indie? weiterlesen

7:49 > 4:15

Fünf Monate nach dem ersten Erscheinen von „Let It Happen“ ist also tatsächlich ein Video zum Song gedreht worden. Die Nummer ist für mich immer noch der Song des Jahres 2025, der Clip überzeugt mich jedoch weniger.

Ein gestresster Businessman erlebt ein near-death-Experience und „lässt“ schließlich „los“. (Let It Happen, see?). Schon die Figur des Businessman ist  extrem klischeebelastet und plump, oder etwa nicht? Dazu: Kevin Parkers „Let It Happen“-Botschaft ist für mich doch eine positive, nach dem Motto: „Du kannst nicht alles kontrollieren, mach dich mal lockerer, das wird schon.“ Die Konsequenz daraus sollte nicht der Tod sein. Aber, naja, Regisseure.

Ich glaube, dass auch hier eine Tame Impala-Muppet-Performance das Ganze verbessern würde. Überhaupt, den Song einfach nach 4:15 auszublenden, ist ein Verbrechen. Immerhin, bei 1:18 wird auf „Let It Happens“ eigentliche Länge angespielt.

Editorial

Ich komme langsam zu dem Schluss, dass es zwei Bands gibt, die Editors heißen. Es gibt die Editors, die lahm dahin wabern und Gefahr laufen, zu den neuen Coldplay zu werden. Und es gibt die Editors, die pushen und die auch nach fünf Alben richtig packende Indie-Nummern hinlegen, zu denen man die Faust in die Luft reckt. Zwei Vorabsingles zum Oktober-Album zeigten uns die schläfrigen Editors – aber Nummer drei, „Fear Of Falling“ hat fast „Papillon“-Format. Sauber.

Editors – Life Is A Fear (Official Video) from PIASGermany on Vimeo.

How Lowtide can you go?

Wenn ich über Melbournes Quartett Lowtide schreibe, erwähne ich immer als erstes, dass sich ihr Bandname auf „Slowdive“ reimt – was Absicht sein muss, weil sie halt auch 1:1 so klingen wie die Original-UK-Shoegazer. Ich muss mir fürs nächste Mal also echt was Neues einfallen lassen, aber diesmal nehme ich’s noch mal mit.
Anyway, Lowtide haben eine neue AA-Single am Start: „Julia / Spring“. Die beiden Songs sind für ihre Verhältnisse geradezu rasant – auf ihrem letztjährigen Album „Lowtide“ wären dies die flottesten Lieder gewesen. Aber trotzdem klingen sie immer noch nach Slowdive. Und das it wunderbar so.

Return of the Dinos

Vor drei Jahren war ich sehr angetan von „In A Million Years“, dem Debütalbum der Indiepopper Last Dinosaurs aus Brisbane – der Song „Zoom“ war Stammgast im Atomic-Set, die Band spielte damals auch auf dem Reeperbahn Festival.

Drei Jahre und ein paar Personalwechsel später steht ihr zweites Album „Wellness“ an, das noch vor Monatsende erscheinen wird. Ich muss ehrlich sein: 2012 war eine Zeit, in der ich für Hurra-Pop, der sich an TDCC und Phoenix orientierte, noch ein sehr offenes Ohr hatte. Heute habe ich mich daran ziemlich satt gehört und ich kann für daher für das Saccharin der neuen Last Dinosaurs-Single „Apollo“ erheblich weniger Enthusiasmus aufbringen. Aber gut, warten wir mal das Album ab, vielleicht sind ja noch ein paar Highlights drauf.

Interview: Strange Wilds

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Wie jetzt? Der Henning interviewt eine Band aus härteren Schublade? Da wunderte sich sogar der Kollege von der Plattenfirma. Aber hey, auch ich wurde mit Grunge groß und Sub Pop hat ein neues Trio aus Olympia, Washington unter Vertrag genommen. Das letzte Mal, als das passierte, da ging bald so einiges. Das ist zumindest eine ordentliche Gesprächsgrundlage für ein Telefonat mit Sänger Steven von den Strange Wilds.

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Vinterview: The Maccabees

Vinterview Header Maccabees2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Keine Angst, es werden auch wieder aktuelle Interviews kommen – aber ein paar Releases zur Zeit bieten es einfach an, dass ich in der Vinterview-Kiste krame. Letzte Woche erschien ein neues Album von The Maccabees (ich fand’s ja nur so mittelmäßig – siehe Review). Zum Vorgänger „Given To The Wild“ konnte ich Sänger Orlando Weeks sprechen. Hier also noch mal mein Text von damals…

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Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.