You Had Me At Helio

The Helio Sequence, das Duo aus Portland, hat ein weiteres Video aus seinem jüngsten Album (mein Review HIER) online gestellt – allerdings ist die youtube-Version natürlich mal wieder gesperrt. Auf vimeo steht wiederum eine Variante des Clips, die sich „Pre-Animation-Version“ nennt.

Naja, wie sich diese von der finalen Version unterscheidet, das werden wir hoffentlich noch rauskriegen. Hoffentlich kann ich den Post in absehbarer Zeit damit updaten. Zur Überbrückung noch eine Akustik-Performance des Songs…

Update vom 15.7.: Hier ist nun das fertige, bearbeitete Video.

Fowl Play

Ach guck. Fox & Fowl aus Brisbane hatte ich bisher als typische Bumm-Tschack-Indieband abgespeichert. Also als eine Band, die sich im Sound vor allem bei Two Door Cinema Club und Vampire Weekend bedient und die das zwar ziemlich gut macht, aber letztlich nicht originell genug ist, so dass man sie zwar okay, aber nicht wirklich umwerfend finden kann.
Nun aber haben sie ein neues Video online gestellt, das eine ganz neue Seite von ihnen zeigt. Die Jungs haben zuletzt entweder Reggae gehört, oder Alt-J. So oder so, nicht unspannend.

Review: Morning Harvey

MorningHarveyMorning Harvey – „Love&Loveand.“ EP

Manchmal, das weiss ich ja selber, haben Bands es echt zu leicht bei mir. Morning Harvey zum Beispiel. Die habe ich gleich ins Herz geschlossen, als letzten April ihre Single „Girl Euphoria (Come Back To Me)“ erschien. Nicht, weil der Song so originell gewesen wäre – sondern weil er so haargenau das aufgriff, auf das ich musikalisch geprägt wurde: Die Prä-Britpop-Gitarrenphase aus Manchester. Die Sounds, die man hierzulande „Rave“ und auf der Insel „Baggy“ nannte. Die Kiste The Charlatans, Stone Roses, Blur zur „Leisure“-Ära, „Pills’n’Thrills’n’Bellyaches“, „Screamadelica“, ganz frühe Verve (noch ohne „The“). Die Nummer hatte diesen schuggernden Mid-Tempo-Groove, bei dem man quasi automatisch in den federnden Ian-Brown-Gang verfällt, und dazu Gitarren satt. Wie gesagt, einen Originalitäts-Preis verdienen Bandkopf Spencer White und seine Jungs nicht, zumal als Australier (Morning Harvey stammen aus Brisbane), wo dieser Sound mit Jagwar Ma, Deep Sea Arcade, DMA’s und Co ohnehin gerade einen Boom erlebt. Aber hey, es ist ein Sound, mit dam man mich um den Finger wickelt.

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Amason Grace

Es gibt nun auch für Deutschland ein VÖ-Datum für „Sky City“, das wunderbare Debütalbum der Schweden Amason: Am 14.08. ist es soweit, dann erscheint die Platte, die ich hier auf dem Blog schon in den Himmel lobte, auch bei uns. Voraus schicken Gustaf Ejstes, die Winnberg-Brüder, Nils Törnqvist und Amanda Bergman schon mal ein neues Video zum Song „Yellow Moon“ voraus:

Ui, auch das nur zwei Wochen alte Video zu „Kelly“ ist nun auf youtube anzusehen. Neulich war’s noch gesperrt. Es wurde in diesen Tagen ja ein Urteil zu Youtube gesprochen, aber ich darf nicht behaupten, dass ich da durchblicke – ich muss mich mal genauer damit befassen. Ob es wohl deshalb jetzt frei geschaltet ist? Anyway, gleich ein Doppelpack Amason, Hurra!

Videoanalyse: Darwin Deez

Ha, das neue Tool „Videoanalyse“ gibt mir die Möglichkeit, auch über Clips zu schreiben, die schon ein bisschen länger im Netz stehen. Dass sich Darwin Deez (wir alle erinnern uns an „Radar Detector“) schon vor zwei Wochen mit einer neuen Single zurück gemeldet hat, habe ich zum Beispiel verpasst. Aber wenn ich versuche, sie zu deuten, dann liefere ich ja doch neuen, eigenen „Content“. Gucken wir uns also mal Lied und Video an.

„Kill Your Attitude“ heisst das gute Stück, und Darwin besingt eine Freundin, die ihm das Leben schwer macht, weil sie seiner Meinung nach eine ’tude hat. Auf deutsch: Sie zickt.

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Ist das ein gutes Thema für einen Song? Es ist zumindest gefährlich. Denn aus der Perspektive des Bezickten gerät ein solcher Text leicht zur plumpen Anklage bei gleichzeitigem Sich-selbst-von-aller-Schuld-Reinwaschen. Andererseits, es ist eine Situation, die jeder nachvollziehen kann. Wer erinnert sich nicht an eine Ex-Beziehung, in der man irgendwann Sicherheitsabstand hielt, weil die Liebste auf Nähe immer gereizt reagierte, wie bei einer Allergie? „So I stay six feet away from you at all times“ sind hier gleich die ersten Worte des Textes.

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Review: Binoculers

binoculers_adapted-to-both_cover_2400x2400-e1432481139320Binoculers –
„Adapted To Both Shade And Sun“

Ich habe Post ins Büro gekriegt. Okay, in meinem Dayjob kriege ich Glückspilz nun mal CDs und Downloads zuhauf, aber diese war quasi was Besonderes. Die Binoculers wollten gar nicht im piranha-Heft besprochen werden. Sie wollten HIER besprochen werden. Auf dem Blog. Hui, jetzt bin ich aber verlegen.

Tja. Und nun? Was, wenn ich das Album gar nicht mag? Briten wie Everything Everything kann ich hier guten Gewissens verreissen – die werden das nicht mitkriegen bzw sie sind sowas gewohnt, vermutlich. Aber die Binoculers lesen am Ende sogar, was ich hier sage? Aber gut, ich werde drüber schreiben.

Noch weiss ich nix über die Band. Ich gehe nachher mal auf ihre Website. Aber vielleicht ist es gut, wenn ich dies erst mal nur höre und kein Bild von den Musikern habe? (Wenn es überhaupt mehrere sind…?)

So. Song 1 heisst „Repeller Boat“. Erst mal googlen, was das ist: Aha – ein Repeller auf einem Boot ist ein Dingens, das Seevögel davon abhält, sich dort aufzuhalten. Sonst würden die Viecher ja das Deck zukacken, i guess. Hmm. Ein unromantischer Gedanke, der gar nicht zum stilvollen Albumcover passt. Besser, wir streichen den wieder aus dem Kopf. Nun gut. Drücke Start.

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Video Analyse: Awolnation

Laut meinem Zähler rechts ist dies der hundertste Beitrag, den ich seit meinem Blog-Neubeginn unter der Kategorie „New(ish) Clips“ poste. Ich will das zum Anlass nehmen, von jetzt an (wenn ich die Möglichkeit/Zeit habe, oft kommt man ja gar nicht erst dazu) Videos auch mal etwas vertiefter zu besprechen bzw zu bewerten. So nach dem Motto: Was finde ich gut, was nicht? Was finde ich witzig, oder auffällig? Wie deute ich den Song/das Visuelle? Denn wenn es hier nur darum ginge, Videos weiter zu leiten, warum sollte man meinen Blog dann lesen?

Es gibt ein zweites Video vom Awolnation-Album „Run“, und als Single gepickt wurde „I Am“. Nicht unbedingt der Titel, der meine erste Wahl gewesen wäre. Mein Lieblingslied von der Platte ist der Titelsong, der aber wohl im Radio keine Chancen hat. Am Single-tauglichsten ist meiner Meinung nach „Woman Woman.“ Aber gut.

So. Betrachten wir den Clip doch mal. Die ersten 40 Sekunden sind musikalisch sehr reduziert, was der Regisseur (sein/ihr Name wird nicht genannt) auch visuell wiedergibt. Auffällig die Textzeile „I’ll be swimming in a face of flames for these friends of mine I overpaid“ – ganz offenbar eine Abrechnung mit Aaron Brunos alten Dealern.  awolnation i am 1

45 Sek: Der Refrain kommt rein, die Synths, die Beats, und damit gehen auch die Scheinwerfer an. Aaron ist nicht allein, befindet sich in einer ganzen Masse von Tänzern und Tänzerinnen. Der Text des Refrains: „All of these things made me who I am“ – es geht also immer noch um frühere Fehler, aber vor allem darum, diese zu akzeptieren. Video Analyse: Awolnation weiterlesen

It’s A Glast! Pt 3

Noch mal Danke, BBC, fürs Online-Stellen von so vielen Glastonbury-Clips. Das gibt mir die Möglichkeit, mit einer dritten Runde das Sommerloch zu überspringen.

Auf geht’s: Franz Ferdinand & Sparks als FFS jetzt auch live:

Django Django zeigen, wie weit sie als Liveband gekommen sind:

Ende Juli kommt das vierte Maccabees-Album. Hier der einzige Song, der auch etwas Tempo hat – das Titellied „Marks To Prove It“. (Ich hätte Sänger Orlando Weeks beinah nicht erkannt mit dem kahl geschorenem Kopf und Bart.)

Grundsätzlich gut: Ryan Adams.

…und auch die Visuals der Chemical Brothers lassen sich natürlich sehen.

It’s A Glast pt 2

Wie schon von mir bejammert: Zur Zeit herrscht Sommerloch und es gibt nur wenig Material, das ich hier posten könnte. Immerhin, die BBC lädt weiter fleißig Kostproben vom gerade stattfinden Glastonbury-Festival hoch, und da sind so einige Indie-Favoriten dabei.

Ex-Supergrass-Frontmann Gaz Coombes zum Beispiel…

oder die Prä-Indie-Evergreens The Waterboys – da muss natürlich ihr Klassiker „The Whole Of The Moon“ sein.

Noch mal Wolf Alice – hier covern sie „Take Your Mama“ von den Scissor Sisters und geben dem Lied einen smarten „Sympathy For The Devil“-Flava mit. „Whoo-hoo!“

Zum Abschluss kein Indie – aber ein Lied, das für mich ein Glanzlicht in Sachen Songwriting ist, ein ewiger Referenzpunkt. Burt Bacharach (87!) singt „Raindrops Keep Faling On My Head“.

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Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.