Zwei live

Zwei neue Akustik-Performances:

Erstens: Unsere australischen Lieblinge The DMA’s (da verlinke ich doch gleich mal auf mein Interview mit Johnny Took) haben, als sie fürs „The Great Escape“ Festival in Brighton waren, ihren Song „Feels Like 37“ im Hotelzimmer eingespielt.

DMA'S – FEELS LIKE 37 (acoustic) from PIASGermany on Vimeo.

Zweitens: Die UK-Folkies Stornoway spielten eine so genannte „Quay Session“ für die BBC und sangen ihre Single „Lovesong For The Beta Male“ von ihrem aktuellen Album „Bonxie“ (hier mein Review des Albums)

Review: Florence + The Machine

Florence + The Machine - AlbumcoverFlorence + The Machine –
„How Big, How Blue, How Beautiful“

Bombast. Das ist das erste Wort, das mir zu Florence Welch einfällt.

Wären Florence + The Machine etwas zu essen, sie wären ein 12-Gänge-Bankett. Wären sie ein Haus, sie wären Schloss Neuschwanstein. Wären sie eine Szene aus dem Fernsehen, sie wären alle großen „Game Of Thrones“-Serienfinal-Schlachten auf einmal. Hier wird immer groß und opulent aufgefahren. Farbschichten werden nicht mit dem flüchtigen Pinselstrich, sonderm meterdick aufgetragen. Was alright ist. „Indie“ ist’s nicht, aber es hat was für sich. So wie ja auch Schloss Neuschwanstein was für sich hat – maßlos übertriebener, ruinöser Kitsch, ja, aber bestimmt kein Durchschnitt. Dafür klappt einem immer mal wieder der Kiefer runter, man ist beeindruckt und langt sich doch gleichzeitig an die Stirn.

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Vinterview: Steven Pavlovic

Vinterview Header Modular

2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Es gibt zur Zeit leider Negativschlagzeilen um Tame Impala bzw. ihr altes Aussie-Label Modular Records und deren Gründer Steven Pavlovic. Pavlovic wird vorgeworfen, Tantiemen von Tame Impala einbehalten zu haben. Eine andere Band des Labels wirft ihm vor, einen Teil ihrer Vorschusszahlungen für sich abgezwackt zu haben. Die Labelwebsite ist offline – es sieht aus, als ob da gerade ein Imperium in sich zusammen fällt.

Aus aktuellem Anlass picke ich also heute traurig mein Interview mit Modular-Chef Steve Pavlovic aus dem Sommer 2013. Vinterview: Steven Pavlovic weiterlesen

Mads World

Es gibt wieder Farbe im Leben von Reptile Youth. Beim letzten Album des dänischen Duos („Rivers That Run For A Sea That Has Gone“, 2014) war alles in strengem schwarz-weiss gehalten – bei der neuen EP „Away“ zeigt sich das Artwork (Cover, Website, das neue Video) in einer sonnigen California-Optik mit viel Himmelblau.

Was lesen wir auf der neuen Seite? Ui, Reptile Youth sind gar kein Duo mehr! „What began as a duo with Esben Valløe, has turned into a music collective, with different musicians along with Mads (Darmsgaard Kristiansen) front and center, taking over stages and recording studios.“ 

Die EP „Away“ gibt’s ab dem 8.6. zu kaufen – und, na sowas, bis dahin zum free download auf der Reptile Youth – Seite.

Vinterview: Tame Impala

Tame Impala Vinterview Header

2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht. 

Viele (leider nicht alle) meiner alten Interview-Transkripte habe ich noch auf meinem Laptop – und weil’s ja auch irgendwie schade wäre, wenn sie da versauern, werde ich sie hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Im Juli erscheint das dritte Album von Tame Impala. Yippieh!! Wir alle kauen schon aufgeregt unsere Fingernägel! Drückt mir die Daumen, dass es wieder mit einem Interview klappt!!
Nach „Lonerism“ hatte ich Kevin Parker Superstar tatsächlich am Telefon! Nach dem Break der alte Text, ursprünglich erschienen im Dezember 2012… 

Vinterview: Tame Impala weiterlesen

Review: Ben Lee

ben lee coverBen Lee – „Love Is The Great Rebellion“

Ich habe ihn ein bisschen aus den Augen verloren, den guten Ben Lee. Der Australier hat unter Songwritern einen exzellenten Ruf (nicht umsonst war er kurz Mitglied bei The Bens mit Ben Folds und Ben Kweller), aber sein Werk ist auch recht unbeständig, weswegen ich seinen letzten Alben wenig Aufmerksamkeit schenkte.

Angefangen hat der heute 36-jährige Ben schon mit unglaublichen 13 Jahren – seine Popgrunge-Teenie-Band Noise Addict veröffentlichte ihre Platten 1993-1995 auf Grand Royal, dem Label der Beastie Boys. Der erklärte Lemonheads-Fan Ben schrieb später die meiner Meinung nach besten Songs von Evan Dando („All My Life“ und „Hard Drive“ von „Baby I’m Bored“). Mein persönliches Highlight aber ist sein fünftes Solo-Album „Awake Is The New Sleep“ (2005). Auf dieser Platte fanden sich die Songs „Gamble Everything For Love“ und „We’re All In This Together“ – für mich echte Evergreens. Als ich las, dass Ben in seiner neuen, inzwischen zehnten Platte „Love Is The Greatest Rebellion“ so etwas wie die nachträgliche Fortsetzung von „Awake Is The New Sleep“ sieht, musste ich hinhören. Review: Ben Lee weiterlesen

Review: Sun Kil Moon

Sun-Kil-Moon-Universal-ThemesSun Kil Moon – „Universal Themes“

Seinen Humor hat Mark Kozelek noch. „Universal Themes“? Einen selbstironischeren Titel hätte er dieser Platte nicht geben können. Es ist eine verdammt schwierige Platte. Ich hab’s nicht geschafft, sie in einem Sitz durchzuhören.

Aber zuerst mal wieder: Wie sind wir hier her gekommen? Wer als Sun Kil Moon-Newcomer bei „Universal Themes“ einsteigt, der kann auch jetzt als Neuling inmitten von Staffel 5 mit „Game Of Thrones“ anfangen. Will sagen: Ein großes „Hä?!“ wird sich in der Denkblase über seinem Kopf bilden.

„Universal Themes“ ist zuallererst mal die direkte Folge von „Benji“, dem Album, das Mark Kozelek letztes Jahr wieder aus seiner Nische heraus katapultiert hat.  Review: Sun Kil Moon weiterlesen

Solid Grounders

Was man nicht alles so lernt. „Grounders“ ist ein kanadisches Kinderspiel, das eine Mischung aus „Versteckus“ und „Fankus“ (wie ich’s als Kind kannte) zu sein scheint: Es gibt einen Fänger, die anderen verstecken sich. Während er sucht, dürfen die Gesuchten die Verstecke wechseln, aber nicht dabei vom Fänger gesehen werden. Wenn er sie dabei ertappt, wie sie z.B. von einem Versteck zum anderen robben, ruft der Fänger „Grounders!“ und der Ertappte wird zum Fänger.

Nach diesem Spiel haben sich die Grounders aus Toronto benannt, deren gleichnamiges Debütalbum bei uns im Juli erscheint (in Kanada ist es jetzt draußen). Die Vorab-Single „Secret Friends“ ist netter Indie-Gitarrenpop mit Sixties-Melodien. Das haut mich nicht gleich um, aber ordentlich genug, um es mal hier zu posten, finde ich es doch.

Vinterview: Spector

Vinterview Header Spector2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht. 

Viele (leider nicht alle) meiner alten Interview-Transkripte habe ich noch auf meinem Laptop – und weil’s ja auch irgendwie schade wäre, wenn sie da versauern, werde ich sie hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Wir warten seit 2012 aufs zweite Album der Briten Spector – die Band um Fred MacPherson, eine polarisierende Charakterfigur. In den letzten Monaten haben Spector dafür drei Singles heraus gebracht, insofern kann es ja nicht mehr so lange dauern? Dieses Interview erschien auf meinem alten Blog kurz nach der Jahreswende 2013 – es ist eins meiner persönlichen Favoriten. Die Überschrift lautete:

Vier Morrisseys und ein Wayne Rooney Vinterview: Spector weiterlesen

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.