Review: Oscar

oscar beautifulOscar – „Beautiful Words E.P.“

Hin und hergerissen bin ich. Soll ich überhaupt was über diese EP schreiben? Oder doch erst mal links liegen lassen? Wie stehe ich überhaupt zu diesen fünf Songs? Ich schwanke sekündlich hin und her zwischen „Echt-in-Ordnung-Finden“ und „Ziemlich-Verabscheuen“.

Oscar Scheller ist ein junger schüchterner Mann aus London, der sich seine Songs im Alleingang lo-Fi zusammen stöpselt, wobei wirklich schöne Lieder entstehen. Die Britpresse sagt, man kommt nicht daran vorbei, ihn mit Morrissey zu vergleichen. Das sagt die Britpresse, weil sie null Ahnung vom Rest der Welt hat und einen Sänger nicht kennt, der in Europa, den USA, Australien und überall ein Begriff ist, aber nicht auf der Insel. Okay, hier und da klingt Oscar wie Morrissey. ABER es gibt einen Mann, an dem man nicht vorbei kommt, überhaupt nicht, nullnicht, keinesfalls, unmöglich, wenn man Oscar Scheller hört. Und dieser Mann kommt aus Göteborgs Stadtteil Kortedala. Genau, Oscar klingt 1:1 wie Jens Lekman.

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Britwoch – Secret Classics

Ich habe mal wieder ein Spotify-Playlist angelegt: „Britwoch Secret Classics“

Der Gedanke dahinter: In all den Atomic-Jahren gab es immer Songs, die vielleicht keine großen Hits außerhalb der Britwoch/smart club-Welt wurden, die ich aber zu ihrer Zeit ziemlich pushte und auch regelmäßig im Set einsetzte. Der eine oder andere Song (nicht jeder) wurde dann wenigstens innerhalb der Atomic-Mauern zum Hit. Einige dieser Titel sind inzwischen vielleicht ein bisschen in Vergessenheit geraten – und deswegen könnte es doch ganz nett sein, sie mal wieder zu hören, zumal viele Songs ja aus der Zeit stammen, als man noch nicht jedes Lied shazaamen konnte.

Btw – diese Liste werde ich sicher immer mal erweitern. Alleine, während ich diese Zeilen schrieb, habe ich acht Tracks dazu gefügt, weil mir immer noch eine passende Nummer einfiel…

Review: Everything Everything

EverythingEverythingGetToHeavenArtwork2015750Everything Everything – „Get To Heaven“

Everything Everything. Eine Band, mit der ich bisher echt nichts anfangen konnte. Aber Hey, ich dachte auch, dass ich Wolf Alice nicht mögen würde. Also warum nicht?

Vorher: Britannien hat sich ein Problem geschaffen, als es ca 2008/2009 anfing, jede Gitarrenband mit dem Schlagwort „Indie Landfill“ abzukanzeln. Seitdem trauen sich nur noch wenige Gruppen auf der Insel, das zu machen, wofür das vereinigte Königreich doch eigentlich so berühmt ist: Gewitzten, smarten, frechen Gitarrenpop. Dafür gibt’s allerhand Bands, die uns besessen beweisen wollen, dass sie kein „Landfill“ sind. Zum Beispiel die Wild Beasts, These New Puritans, mit Abstrichen Alt-J oder eben Everything Everything: Leute, die uns mit jedem Ton unterstreichen, dass sie Künstler sind und dass das, was sie machen, ach so anders ist.

Everything Everything haben sogar einen Bandnamen, der schon alles über sie aussagt: Die vier aus Manchester versuchten immer, in jeden Song alles gleichzeitig rein zu packen – und deswegen kamen sie nie in die Gänge.

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Interview: Cayucas

cayucas headerHeute (19.06.) erscheint bei uns „Dancing At The Blue Lagoon“, das zweite Album von Cayucas. Mit ihrem Debüt „Bigfoot“ und den Singles „High School Lover“ und „Cayucos“ haben Bandkopf Zach Yudin und seine Band uns vor zwei Jahren großen Spaß gemacht. Also versuchte ich, auch diesmal wieder ein Interview zu kriegen. Immerhin, einen Stapel email-Fragen hat Zach mir beantwortet. Interview: Cayucas weiterlesen

Review: Wolf Alice

wolf alice my love is coolWolf Alice – „My Love Is Cool“

Ich muss mich bei Wolf Alice entschuldigen. Wie oft habe ich ihren Namen fallen lassen, wenn ich darüber schimpfte, dass es mit Indie in Grossbritannien so fürchterlich bergab gegangen ist! „Das erkennt man doch schon daran“, argumentierte ich immer, „dass (verächtlich) WOLF ALICE eine große neue Hoffnung sein sollen!“

Aber hui, wer belehrt mich hier eines Besseren? Sagen wir’s so: Ein gewisses Quartett aus Nordlondon mit der Sängerin Ellie Rowsell.

Okay, ich habe Wolf Alice noch nicht live gesehen. Vielleicht gab es da etwas zu erkennen, was ich auf ihren frühen Singles nicht erkannt habe? Die fand ich einfach… nicht gut. So überhaupt nicht! Die waren, so fand ich, Grunge von der Stange. Die liefen sowas von an mir vorbei!

Was, bitteschön, ist zum Beispiel prima an ihrer Single „Moaning Lisa Smile“? Die Melodie mal nicht! Die Grunge-Gitarren? Also echt, die konnte man doch nur spannend finden, wenn man noch nie Grunge gehört hat. Das, was Wolf Alice bisher machten, das haben the Breeders, die Throwing Muses und sogar Veruca Salt vor über 20 Jahren viel aufregender gemacht!

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Vinterview: Outfit

Vinterview Header Outfit2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Auf der Insel erschien in diesen Tagen das zweite Album der smarten Synthpopper Outfit. Hierzulande wird „Slowness“ zwar offiziell erst am 4.9. veröffentlicht, aber trotzdem ist das doch kein schlechter Zeitpunkt, um die Band erneut vorzustellen. Ich sprach mit Outfit-Sänger Andrew Hunt im Sommer 2013 anlässlich ihres Debüts „Performance“.  

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Palace Winter is coming

Also, es nervt ja schon. Mitzukriegen, es gibt neue Videos z.B. von Lo-Fi Fnk und von Amason, aber sie in meinem deutschen Blog nicht verwenden zu können, weil sie bei uns auf youtube gesperrt sind. Die Labels denken aber auch nicht daran, sie auch auf vimeo einzupflegen.

Nicht gesperrt sind immerhin die Clips des dänischen Lables Tambourhinoceros, immer eine gute Adresse für Indie-Psychedelia. Dort erscheint nun ein neues Duo namens Palace Winter, das als Herkunft Melbourne/Kopenhagen angibt. Ihre Debütsingle „Time Machine“ ist sehr in Ordnung.

Habt ihr einen Unblocker oder seid nicht aus Deutschland auf diese Seite gekommen? Dann lohnt es sich, her zu drücken: Palace Winter is coming weiterlesen

Alpineglühen

Seit Freitag ist es da, das zweite Album von Alpine namens „Yuck“ – mein Review und mehr zur Band siehe zwei Posts weiter unten. Zum Albumhighlight „Damn Baby“ gibt’s auch ein Video – aber wie immer ist es auf Youtube für Deutschland gesperrt und auf vimeo noch nicht zu finden.
Ein asiatisches Portal hat das Video jedoch – jetzt bin ich ja mal gespannt, ob es klappt, das hier einzubauen.

alpine damn babyNein, nicht so richtig. Naja, über kurz oder lang wird der Clip hoffentlich auf vimeo zu finden sein und dann mache ich hier ein Update.

ALPINE – Damn Baby from EYE SEA FILMS on Vimeo.

Update: Na, da ist es ja! Endlich auf Vimeo, Monate später…

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.