Cross my Heart

Sorry, zur Zeit tut sich wenig hier auf dem Blog. Der Grund ist klar: Um Weihnachten rum werden normal nun mal praktisch keine neuen Alben veröffentlicht.

Immerhin, Alberta Cross haben ein neues Video online gestellt. Sieh an: Tarantino-Schauspieler Craig Stark (Django Unchained, The Hateful Eight) spielt die Hauptrolle.

Petter Ericsson Stakee, den Kopf von Alberta Cross, hatte ich neulich im Interview – HIER noch mal der Link dazu

Review: Astropol

The Spin We're InAstropol – The Spin We’re In

Astropol sind ein Trio aus Stockholm. Mitglied 1, Björn Yttling, ist nicht nur der Björn von Peter, Björn and John. Der gute Mann ist überhaupt sehr gut vernetzt in der schwedischen Musikwelt. Er spielte zwischenzeitlich zum Beispiel die Keyboards der Caesars und hat vor allem als Producer einen großen Namen. Moneybrother, Lykke Li, Anna Ternheim, die Caesars, die Shout Out Louds, alle hat Björn schon produziert. Sein Ruf ist längst international: Mit Primal Scream, Franz Ferdinand, Chrissie Hynde und zuletzt Coeur de Pirate hat er Alben erarbeitet.

Astropols zweites Mitglied ist ein gewisser „Smash“. Seinen Namen nennt er nicht. „Ich glaube, er und Björn waren vor Ewigkeiten mal in einer gemeinsamen Band“ sagt Mitglied 3 (zu ihr gleich). Smash hatte Songs geschrieben und Kontakt zu Björn aufgenommen, der Lust auf ein neues Projekt hatte. Schnell war den beiden klar: Sie wollten noch jemand mit an Bord holen, eine Sängerin.

Womit wir bei Mitglied 3 sind. Es ist Bebban Stenborg. Wir kennen sie als die Keyborderin der Shout Out Louds. Review: Astropol weiterlesen

Earth Is The Longlist Planet, Pt 5

VRYLL Header

Ich hatte meine eigene Best Ditches – Longlist für 2016 versprochen. Meine Antwort auf die Longlist der BBC. Anstatt nur über deren langweilige Newcomer zu lästern, wollte ich meine eigenen Tipps mit in den Topf werfen und prognostizieren, welche Bands nächste Saison groß rauskommen. Naja, vielleicht nicht unbedingt groß rauskommen – meine Vorhersage soll eher besagen, dass diese genannten Acts 2016 hoffentlich ein gutes bis tolles Debütalbum vorlegen können. Letztes Jahr habe ich das Gleiche gemacht, mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Also okay. Nach dem Break findet ihr meine Tipps für 2016.

Earth Is The Longlist Planet, Pt 5 weiterlesen

When All is Suede and done

Wenn eine Band nach langjähriger Trennung ihre Reunion bekannt gibt, sorgt das für große Freude und Schlagzeilen. Schwieriger ist’s, diese Euphorie übers Comeback auch aufrecht zu erhalten. Suede, die Indie-Glamrocker, die später auch von der Britpop-Welle mit getragen wurden, stehen vor dem zweiten Album nach ihrer Rückkehr. Wird „Night Thoughts“ die gleiche Aufmerksamkeit bekommen wie ihr Reunion-Album „Bloodsports“? Damit das passiert, haben Brett Anderson & Co extra einen begleitenden Film zum Album gedreht. Klingt spannend. Hier erstmal die zweite Vorab-Single „Like Kids“

Noel & Serges Xmas Adventure

Ha! Hurra! Der NME hat’s schon gepostet, aber ich muss auch eben meine Worte dazu verlieren. Noel Fielding (The Mighty Boosh) und Serge Pizzorno sind zwei Typen, die ich bedingungslos liebe. Klar, Noel habe ich nie kennen gelernt, aber sein Humor bei The Boosh und seiner Soloshow „Luxury Comedy“, aber auch seine Malerei hauen mich komplett weg. Was Serge angeht, da hatte ich das Glück, ihn durch mehrere Kasabian-Interviews kennen und schätzen zu lernen. Der Typ ist smart, lieb und witzig, ich habe ihn voll ins Herz geschlossen. Serge und Noels haben zueinander gefunden und die Band Loose Tapestries gegründet, mit der sie einerseits kompletten Humbug machen, andererseits aber auch erstaunlich gute, freigeistige Musik.

Jetzt haben die zwei einen Weihnachtssong geschrieben, der wirklich witzig und schräg, aber auch erstaunlich anhörbar ist.  Ach ja, der Rap gegen Ende stammt von Schauspieler Idris Elba (The Wire, Luther). Ist das nicht irre? Ich hau‘ mich weg!

De-Lucius

2014 waren sie eine der großen Hype-Bands: Lucius. Aber die Frage ist dann immer: Kann man den Hype aufrecht erhalten? Werden die Hipster treu bleiben oder dem nächsten Hype hinterher laufen?

Naja, wir werden’s sehen, im kommenden März. Dann erscheint mit „Good Grief“ das zweite Album von dem US-Quintett um die zwei Sängerinnen namens Jess Wolfe und Holly Laessig. Mit „Born Again Teen“ gibt’s jetzt die erste Single!

Which reminds me: Ich sollte mal wieder „Vinterviews“ auf meine Seite stellen. Mit Lucius hatte ich 2014 sowohl ein Interview als auch unseren Fragebogen gemacht.

Review: The Ocean Party

Light WeightThe Ocean Party – „Light Weight“

Auf diese strubbeligen Australier stieß ich im Herbst 2012. Ziemlich zur gleichen Zeit, als mir Bands wie Twerps, Dick Diver, Lower Plenty oder Boomgates ins Auge fielen. Denn Melbourne hatte eine neue Szene: Dolewave. Auch genannt „The New Ordinary“. Was es vielleicht besser traf.

„Dolewave“, das war/ist nicht einfach nur Janglepop zwischen Pavement und den Go-Betweens. Was diese Bands auszeichnete, war das Lakonische, das komplett Ungestellte, Ungeschminkte. Alles an ihnen war so… alltäglich. Und das war ihre Waffe: Wenn du im Alltäglichen ganz beifällig die großen Wahrheiten droppst, dann trifft es umso härter. Ohne jegliche Theatralik und Verkünstelung ist es einfach nur WAHR.

Review: The Ocean Party weiterlesen

Definite Dorsal

Im Februar war’s, da veröffentlichte die vielköpfige Melbourner Band Dorsal Fins ihr Album „Mind Renovation“ – eine Platte, die sich spielerisch und variantenreich in tanzbarem Retro-Indie-Pop bewegt. Ein paar der Songs auf dieser Platte sind richtig klasse, aber nicht alle. Aktuell haben Dorsal Fins nun ein Video zum Track „Heart On The Floor“ veröffentlicht, ehrlich gesagt nicht mein Lieblingslied der Band. Mir ein bisschen zu Disco, da bin ich halt doch mehr der Gitarrentyp. Nichtsdestotrotz, posten will ich’s hier mal.

Change, change, Korearrange

Tja, was sagt man hierzu? Run River North, das Sextett aus LA mit ausschließlich koreanisch-stämmigen Mitgliedern, hat vor zwei Jahren ein sehr sympathisches Debütalbum hingelegt und sich darauf als feine Folk/Americana-Band präsentiert. Das war Musik für Fans von Bands wie den Lumineers und im weiteren Sinne auch Mumford & Sons.

Nun haben die Mumfords auf ihrem dritten Album ja dem Banjo abgeschworen, sind dadurch aber nicht eben interessanter geworden. Einen ähnlichen Schritt machen Run River North auf ihrer neuen Single „Run Or Hide“. Überzeugt bin ich ehrlich gesagt nicht. Naja, aber posten werde ich’s mal. Da soll sich ja jeder seine eigene Meinung bilden.

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.