Archiv der Kategorie: Unmusikalisches

Eugene-ius

Oh mein Gott – da freue ich mich drauf!

Eugene Mirman ist ein Mann, der mich garantiert zum Lachen bringt. Als trocken-surrealer Standup, aber natürlich auch in seiner Rolle als Eugene in „Flight Of The Conchords“, oder als Gene in „Bob’s Burgers“ (im Original gucken!)

Ich sag Euch was. Ich bin ja Single, okay. Aber ich glaube, ich muss das bei meiner nächsten Eroberung unbedingt bringen: Wenn man sich gerade gegenseitig ausgepackt hat… dramatische Musik… „You have entered the FUCKSCAPE!!“

Aaaaargh! Stellt Euch mal vor! Und auch wenn sie dann die Flucht ergreift, das wird’s so Wert sein! Ich hau mich weg!

out-of-office

IMG_1035Jetzt ist schon wieder zwei Tage nix passiert auf dem Blog. Hier der Grund: Ich war nicht in München. Gestern bin ich zum Schrecksee bei Hinterstein/Oberallgäu hoch gekraxelt. Der liegt auf über 1.800 m. Ich Stadtmensch habe mich natürlich krass übernommen – auf Google Maps sah’s nicht sooo weit aus, denn da erkennt man ja auch die Steigung nicht. Heute habe ich ergo erstens einen mörderischen Muskelkater und zweitens fieseste Blasen an den Füßen. So mache ich denn heute einen Ruhetag vorm Rechner – da sollte im Laufe des Tages dann doch der eine oder andere musikalische Post kommen.

Ich hatte gestern mein iphone dabei und hab‘ ein paar Bilder gemacht.

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… mal was ganz anderes

Mein Vater ist ein Flüchtling.

Er ist 1940 geboren, in Pommern. Damals noch Deutschland, heute Polen.

Als „der Russe“ kam, flohen seine Eltern Hals über Kopf in den Westen. Mit vier Kindern, einer davon der kleine Hartmut, 5. Mein Dad.

In Pommern ging es meinen Großeltern toll. Sie besaßen ein Landgut, so richtig mit Bediensteten. Im Westen mussten sie bei Null anfangen. … mal was ganz anderes weiterlesen

Let it BBC

In meinem alten Blog ging’s nicht immer nur um Musik, und das will ich beibehalten. Heute daher: Deutsche Geschichte via BBC. Ernsthaft jetzt.

Mein Problem mit Geschichte als Schulfach: Ich war Teenager. Also, per definition, doof. Mich interessierte, was Ilka aus der ersten Reihe für ein sexy Top trug (und mit 17 hätte ich einen Rollkragenpulli aus dichtem Teppich sexy gefunden), nicht was mir der Lehrer erzählte. Ich glaubte, ich käme umso cooler rüber, je desinteressierter ich wirkte. War ich ja auch. Geschichte war nicht so scheisse wie Mathe – das war das Beste, was ich damals darüber zu sagen gehabt hätte. Zusammenhänge, Stories, Erklärungen… wen juckt so was zwischen 15 und 19?

Heute hingegen gucke ich supergern Dokumentationen. Und auch wenn mit zum 812ten Mal die Plattentektonik erklärt wird, ist wahrscheinlich, dass ich beim Durchzappen dort hängenbleibe. Ich kann euch mittlerweile z.B. haarklein erklären, wie Arminius die Schlacht gegen Varus gewann. Lernen – denn es ist ja so was wie unterhaltsames Lernen – macht mir heute Spaß.

Neulich stieß ich auf also diese Radiosendungen der BBC. Neil MacGregor ist ein in Glasgow geborener Historiker, den man auf der Insel als TV-Moderator, Museumsdirektor und Chefredakteur eines Wissenschaftsmagazins kennt. Sein aktuelles Projekt sind zahlreiche Beiträge für die BBC, in denen er den Insulanern in 15-Minuten-Häppchen Deutschland und die deutsche Geschichte näher bringt. Man kennt uns dort ja zuallererst als die Bösewichte aus Nazifilmen und humorlose, effektive Technokraten, da sind diese kleinen Beiträge aus der Reihe „Memories Of A Nation“ willkommene Abwechslung. Mal geht’s um die Hanse, mal um Karl den Großen, aber auch mal um Wurst und Bier und ihre Bedeutung hierzulande. Das ist so unterhaltsam wie aufschlussreich – und das nicht nur für Nicht-Deutsche. Ich bin zur Zeit completely hooked und höre die Dinger quasi am Stück durch, wie ein Kettenraucher – nach dem einen Viertelstündchen klicke ich gleich das nächste an (zumindest tagsüber*). Und dabei merke ich, wie wenig Gedanken ich mir über deutsche Geschichte gemacht habe. Klar, viele Grundzüge des Erzählten kenne ich irgendwie. Aber nie habe ich es so farbenfroh erzählt in einen logischen Zusammenhang gesetzt bekommen. Ich glaube, dass es auch euch bereichern wird, das durchzuhören, also lege ich es euch hiermit ans Herz.

*Einen Nebeneffekt will ich nicht verschweigen: Es gibt wenig, das mich so beruhigt, wie wenn mir jemand was auf Englisch erzählt. Wenn ich schon ein bisschen dösig bin, und abends einen der Beiträge anklicke, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich in drei, vier Minuten einschlafe. Auch dafür sind diese Sendungen also ideal. Die 15 Minuten über Straßburgs Rolle als linksrheinischer Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich zum Beispiel habe ich erst im fünften Versuch fertig gehört. Durchaus absichtlich starte ich diese Beiträge beim ins Bett gehen – denn ich höre gerne und interessiert zu, aber bin trotzdem zzzzz… sofort im Reich der Träume.