Archiv der Kategorie: New(ish) Clips

Houses Of Love

Okay, hier bin ich etwas später dran. Das Video steht schon länger online, aber auch wenn der Clip nicht brandneu ist, will ich ihn doch teilen. Weil’s mich packt, das Lied.

Hallo, Tiny Little Houses aus Melbourne. Wir werden viel Freude miteinander haben! Euer Sänger Caleb Karvountzis schreibt, ihr seid beeinflusst von US-90s-Bands wie Neutral Milk Hotel. Ich kann Pavement, Flaming Lips, Sparklehorse in eurem Sound hören – aber auch typisch Melbourner Dolewave-Janglepop. Vor allem aber höre ich markante Gitarren und einen Sänger mit Persönlichkeit. Die EP „You Tore Out My Heart“ beginnt mit den Worten „How weird it is to think in 60 years we won’t exist“. Caleb, was machst du dir denn mit Anfang 20 für Gedanken?
In der Single „Easy“ geht’s um die beste Freundin, die nie mehr sein wird als die beste Freundin. Kennt man. Aber wenn Caleb singt „I can’t keep having you around (…) it’s better lost than found“ stimme ich nicht mit ihm überein. Einig sind wir uns wieder, wenn er singt „It’s not hell, but it’s not easy.“

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Burst into heaven…

Eine Band, die sich „Elephant Stone“ nennt, hätte mir doch früher ins Auge springen müssen? Neulich habe ich erst wieder mit einem Kumpel darüber geredet, dass man mit 95%er Sicherheit schon am Bandnamen erkennt, ob man die Musik mögen wird oder nicht – und eine Band, die sich nach einer Stone Roses-Single benennt, hat den Geschmack schon mal zweifellos am richtigen Fleck. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir das Video zu „The Devil’s Shelter“ gefallen würde, war also groß.

Und? In der Tat – ich find’s super! Elephant Stone, ergoogle ich mir, sind aus Montreal, haben schon drei Alben veröffentlicht, auf denen sie Psychedelia und Britpop-Groove mit indischen Instrumente wie Sitar, Tabla und Dilruba kombinieren – ihr Sänger heisst Rishi Dhir, ist also offenbar indischstämmig. Mich erinnert’s aufs erste Hören an einen Mix aus Kula Shaker und Temples. Da scheint sich eine kleine Reise in den Backkatalog zu lohnen.

 

Graves Pleasure

Übrigens: Über ein Jahr nach seiner US-Veröffentlichung ist „And The War Came“, das aktuelle Album vom famosen alt.Country-Performer und Songwriter Shakey Graves diesen Freitag auch offiziell in Deutschland erschienen.

Naja, was immer „offiziell“ in diesem Fall heißen mag. In den Downloadstores stand die Platte von Anfang an, und es ist nicht so, dass wer auch immer hier das Label ist, auch nur einen Finger dafür krumm gemacht hätte, dass man diese Release mitbekommt. Bei uns im Verlag kam bei keiner Redaktion eine Bemusterung an, nicht mal eine Rundmail kriegte ich. Schwache, schwache Vorstellung.

Rausgekriegt, dass das Album „offiziell“ (hüstel) „erscheint“ (hüstel), habe ich durch die Rundmail der Tourneepromoter. Denn Hurra, das ist die gute Nachricht, im Mai kommt Shakey auf Deutschlandtour und dabei auch nach München.

Wie auch immer, ich nutze diese News, um einmal mehr das Video von der Single „Dearly Departed“ zu posten – und HIER mein Link zur Albumrezension vom letzten Jahr.

Shakey Graves „Dearly-Departed“ featuring Esme Patterson from The Sessions on Vimeo.

Don’t Hassle The Høff

Tomas Høffding von Whomadewho ist solo als Bon Homme unterwegs und hat unter diesem Namen schon zwei Soloalben veröffentlicht. Sein drittes Soloalbum ist aber keins – sondern eine Kollaboration mit Lydmor, ihrerseits dänische Elektronikpop-Künstlerin.

Das gemeinsame Album von Lydmor & Bon Homme wird den Titel „Seven Dreams Of Fire“ tragen, es erscheint Freitag. Vorab nach der erstem Single „Things We Do For Love“ ein zweites Video: „Dream Of Fire“. Me likee.

Rock Me Amason (not)

Die wunderbaren Schweden Amason haben mit „Sky City“ eins der wundervollsten Alben  des Jahres hingelegt – und kürzlich mit einer neuen EP namens „Flygplatsen“ (ich glaube, auch Nichtschweden können erkennen, was das heißt) noch einen draufgesetzt.

In den USA waren Amason den Sommer über auf Tour im Vorprogramm von den Isländern Of Monsters And Men. Offenbar haben sie auf diesem Trip auch beim Radiosender KCRW in Santa Monica vorbei geschaut. Der Sender hat nämlich gerade eine Livesession online gestellt. Hier der Song „Paradis I Krisen“ von der neuen EP.

Übrigens: Auch wenn Pontus Winnberg von Miike Snow ein Mitglied von Amason ist, so ist auch seine Hauptband wieder aktiv. Seit Freitag gibt’s einen neuen Song namens „Heart Is Full“.

Nach dem Break noch zwei Amason-Videos aus der Session.

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Towers Of Song

Synthpop. Kann cheesy sein und hat aus den 80s nicht immer den besten Ruf. Aber wenn man ihn gut macht, dann können mir Synthies genau so gefallen wie Gitarren. Wichtig ist wie immer der Song im Kern des Tracks – und das Uk-Duo April Towers hat dieses Jahr mit prima Songs im Synthie-Gewand aufhorchen lassen, die sich ziemlich genau zwischen New Order-Retro und Hot Chip-Neopop platzieren.

Jetzt steht ihre vierte Single vor der Tür: „Modern Psyche“. Der Song hält nicht ganz den Level der Vorgänger „No Corruption“, „Arcadia“ und „Little Bit Of Fear“, ist aber immer noch sehr ordentlich.

Journey To Jarvis

Länger nix mehr von Jarvis Cocker gehört, was? Seit der Pulp-Comeback-Single „After You“ (2013) habe ich jedenfalls wenig mitbekommen. Jetzt gibt Cocker den Erzähler auf „Completely Sun“, einem neuen Track des französischen Producers Pilooski.

Pilooski war mir bisher vor allem durch prima Remixe (z.B. „Lucidity“ von Tame Impala oder „Running Man“ von Whomadewho) aufgefallen. Zur Single: Ich weiss noch nicht ganz, was ich davon halten soll. Aber es ist für einen alten Britpop-Fan schon schön, Cocker mal wieder was vortragen zu hören, weil die Stimme einfach so was Vertrautes hat.

Punch’s not dead

Eine Bluegrass Band ist traditionell folgendermaßen aufgestellt: Banjo, Mandoline, Gitarre, Stehbass, Fiddle. In genau dieser Besetzung spielen auch die Punch Brothers um Mandolinen-Genie Chris Thile und Banjogott Noam Pikelny – allerdings ist ihr Ziel, in dieser Besetzung „Progressive Bluegrass“ zu machen, was bedeutet, dass sie auch schon „Kid A“ von Radiohead gecovert haben. Anfang des Jahres veröffentlichte die Band ihr viertes Album „The Phosphorescent Blues“ – HIER mein Interview mit Chris Thile aus dem Februar. Aber weil in den Sessions mehr Songs entstanden, als aufs Album passten, werden sie eine EP namens „The Wireless“ nachlegen. Von dieser stammt der Song „Sleek White Baby“

Bussi, Beach Baby

Die multinationale Londoner Band (zwei von ihnen sind Griechen) namens Beach Baby gehört zweifellos zu den großen Indie-Hoffnungen der letzten Monate. Die bisherigen zwei feinen Singles „No Mind No Money“ sowie „Ladybird“ wurden jetzt mit der neuen Nummer „Limousine“ zu einer EP zusammen gefasst. „Limousine“ ist bisher die schmissigste Single der Band, mich erinnert’s vom Stil her an The Vaccines, was ja grundsätzlich nicht schaden kann.

Limousine – Beach Baby from Lily Rose Thomas on Vimeo.