Archiv der Kategorie: New(ish) Clips

Thank You For The MEWsic

Oh, Hurra! Da ist sie, die neue Single von Mew!
Der erste Teaser fürs kommende Album namens „+ -“

Wer Mew nicht kennt (und es ist ja auch schon sechs Jahre her, seit die Kopenhagener was Neues gemacht haben): Das ist verkünstelter, komplexer, ambitionierter, atmosphärischer Indie-Rock mit Brüchen, Tempo- und Farbwechseln – was ja eine knifflige Kombi sein kann, die anderen Bands gerne mal daneben geht. Dieser Sound könnte auch in prätentiöse Wichtigtuerei ausarten, aber die ehemaligen Filmstudenten Mew schaffen es immer, echten schwelgerischen Ohrenschmaus zu kreieren.

Es singt: Jonas Bjerre, der seit dem letzten Mew-Album „No More Stories“ (2009) auch ein prima Soloalbum und zwei Alben mit Apparatjik (seiner gemeinsamen Band mit Magne Furuholmen von a-ha, dem Producer Martin Terefe und Guy Barryman, Coldplay) hingelegt hat, die ebenfalls superduper-hörenswert sind und Euch hiermit ans Herz gelegt seien.

MEW „Satellittes“ from casper balslev on Vimeo.

Art Brood

Im letzten halben Jahr des Atomic Café hatte ich die Möglichkeit, noch mal einen neuen Abend auszuprobieren. Ich rief den etwas holprig benannten „Hank Furbisher’s Hee Haw Humdiger“ ins Leben, um meine wieder gefundenen Liebe in Sachen Americana/alt.Country und Indiefolk hinterm DJ-Pult auszuleben, setzte mir einen Stetson auf und wurde einen Donnerstag im Monat zu Hank Furbisher. Nun gut, der Donnerstag im Atomic war nicht mehr wieder zu beleben und ich hatte mir schon mehr Resonanz erhofft. Aber ein paar der Abende wurden zu wirklich prima Parties. Ein Song, der dort zuletzt ins Programm fand, ist die Nummer „Jigsaw Heart“ der kanadischen Indie-Folker Elliott Brood. Es ist das klare Highlight ihres Albums „Work And Love“, weswegen sie nun auch ein neues Video dafür gedreht haben.

Barnett mit dir

„Put me on a pedastal, and I’ll only disappoint you“ singt Courtney Barnett auf ihrer neuen Single „Pedestrian At Best“. Klingt, als sei der Selfmade-Songwriterin und Label-Leiterin der Hype um ihre Person selbst nicht ganz geheuer. Am 23. März erscheint weltweit die neue Platte, da werden wir sehen, wie sich all die Vorschusslorbeeren auswirken.

Was Courtneys Label angeht, das nennt sich Milk Records, und hier veröffentlicht sie die Songs befreundeter Bands aus Melbourne. denn, so sang sie ja schon in „Are You Looking After Yourself“: „My friends play in bands that are better than anything on the radio“. Eine dieser Bands sind z.B. Royston Vasie, die Musiker von Royston Vasie überschneiden sich zum Großteil mit Courtneys Backingband.

Und falls ihr euch jetzt fragt: „Woher kenne ich noch den Namen ‚Royston Vasie'“? – Vielleicht habt ihr vor ein paar Jahren die UK-Comedyserie „The League Of Gentlemen“ geschaut? Die spielte im fiktiven Ort „Royston Vasie“. Benannt übrigens nach dem Geburtsnamen des UK-Komikers Roy „Chubby“ Brown.
Was ist aus dem Trio „The League Of Gentlemen“ geworden? Steve Pemberton und Reece Shearsmith haben die Serien „Psychoville“ und „Inside Nr. 9“ gedreht – zwei absolute DVD-Tipps. Mark Gattiss wurde zu einem der Autoren hinter „Doctor Who“ und „Sherlock“ – hier spielt er auch mit, die Figur des „Mycroft Holmes“. Bei „Game Of Thrones“ spielt er den „Tycho Nestoris“. Tja, und so haben wir den Bogen von Courtney Barnett bis zu Game Of Thrones gespannt.

… und es hat Zouma gemacht!

Yomi Zouma. Sie kommen aus Neuseeland, aber sie klingen 1:1 so, als entstammten sie dem Göteborger Umfeld der Labels Service und Sincerely Yours – also das Soundgebiet solcher Bands wie The Embassy, Korallreven und jj. Das Label Cascine hat sich der Welt, wo Chillwave auf Popgazing trifft, verschrieben und ist die natürliche, geradezu ideale Heimat für so eine Band. Hier Yumi Zumas aktuelles Video „Catastrophy“

Happy Australia Day

Der 26.01. ist der australische Nationalfeiertag – das kann ich ja mal zum Anlass für ein paar halbaktuelle Aussie-Updates nehmen.

Das zweite Album von Husky hat jetzt ein VÖ-Datum für Europa. „Ruckers Hill“ erscheint im April über Embassy Of Music. Das sympathische Folk-Trio aus Melbourne war die erste Aussie-Band auf Sub Pop, dort hat man ihren Vertrag offenbar nicht verlängert, was ich nicht nachvollziehen kann, denn „Ruckers Hill“ ist famos geworden.

Auch „Blue Planet Eyes“, das Debütalbum von The Preatures hat nun endlich, endlich sein D-VÖ-Datum. Isabella Manfredi und ihre Band machen brillante Gitarrenpopmusik, das wissen wir spätestens seit ihrer Wahnsinnssingle „Is This How You Feel“, an der ich mich immer noch nicht satt gehört habe. Am 20.02. gibt’s endlich das komplette Album bei uns. Hier ein Link zur aktuellen Single „Ordinary“ (youtube ist gesperrt, vimeo gibt’s nicht)

Einen Monat später kommt „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit“. Es ist das Debüt von Courtney Barnett, auch wenn sich’s nicht so anfühlt. Aber ihr Durchbruch letztes Jahr, das war ja genau genommen eine Compilation von 2 EPs, kein eigenes Album. Ebenso wie Courtney aus Melbourne stammen Twerps und Dick Diver, beide Bands sind ebenso wie Courtney so charmant unbemüht, entwaffnend holprig und dabei grinsend melancholisch smarte Texter. Dolewave eben. Das zweite Twerps-Album „Range Anxiety“ kann man bei uns offiziell am 27.02. auch im Laden kaufen, Dick Divers neue „Melbourne, Florida“ kommt am 09.03. Der Vorab-Clip der Twerps zum Album ist sympathisch albern.

Sonst so? Nicholas Allbrook (Ex-Tame Impala) kommt mit dem neuen Album seiner komplett durchgeknallten Pond um die Ecke – auch hier ein Videolink.

Und wo wir schon dabei sind, können wir eigentlich auch die feinen The Creases von der Gold Coast erwähnen. Superjung und noch sehr nah am „wir wollen klingen wie die Strokes“-Dings dran, aber so lange die Songs stimmen, lassen wir das gelten.

Das Gleiche wie über The Creases kann man auch über The Jensens aus Brisbane sagen. Sehr indie-typisch ihre Single „Fears“, einerseits. Andererseits, die machen auf dem Song auch alles richtig. Wenn man schon Indiegitarrenpop-Klischees abruft, dann doch wenigstens die, für die wir Indie so gerne haben.

Veni Vidi Avi

Also, was Namen von Künstlern angeht, ist „Avigdor Zahner-Isenberg“ ganz weit vorne. So heisst er, der Kopf von Avi Buffalo, der kalifornischen Band, die noch im Teenageralter ein prima Debütalbum hinlegte. Das schlicht „Avi Buffalo“ betitelte Erstwerk war eine lieblich-sonderliche Akustikpop-Platte und eins meiner Top-Lieblingsalben des Jahres 2010. Seitdem tauschte Avigdor praktisch seine komplette Band aus und ließ uns bis Herbst 2014 auf den Nachfolger warten.

Von dieser zweiten Platte („At Best Cuckold“) gibt’s nun ein neues Video, und zwar zum Song „I Think It’s Gonna Happen Again“. Ich habe Avi Buffalo oben als sonderlich beschrieben, was ich damit meine, merkt ihr, wenn ihr mal auf den Text achtet. Man hört: Feinen Gitarrenpop, hübsch arrangiert, aber dann singt Avigdor Zeilen wie „A couple nights ago, I ran over two dogs, then I ate them after – I think it’s gonna happen again.“ Was für’n Vogel!

p.s. War ja klar, dass youtube den Clip gesperrt hat… wenn er auf vimeo oder dailymotion nachgeliefert wurde, mache ich ein Update.

Is Ziska How You Feel?

Eine Platte, auf die ich mich 2015 freue wie zwei Schnitzel, ein Steak und eine Wurstplatte ist das zweite Album des wundervollen Singer/Songwriters Marius Ziska von den Färöer Inseln. Als Vorboten gibt’s den Song „Home“ und ein Video, das aussieht, als wär’s vom Fremdenverkehrsamt der Färöer Inseln in Auftrag gegeben. Was es in der Tat ist, „Home“ ist der Song aus der aktuellen Färöer-Tourismus-Kampagne.

Antimatter-modern Sounds in Indie Music

… sie kommen weiter rein, die neuen Clips. Die aus Luxemburg stammenden, aber inzwischen in London lebenden Artpopper Antimatter People hatte ich schon als großen Tipp für 2014 auf dem Schirm, denn es kursierten prima Songs von ihnen und Anfang des Jahres platzierte Kitsuné zwei herausragende Lieder der Band auf ihren Samplern.
Jetzt erst kommt endlich ihre offizielle Debütsingle „No Need To Be So Small“.