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Kleine Kollektion 2020/09

… und einmal mehr begint der Tag mit gleich mehreren neuen Clips in meinem Feed.

Los geht’s mit den Mystery Jets. Das aktuelle Album („A BIllion Heartbeats“)  der Band von der Themseinsel Eel Pie Island ist ein bisschen übersehen worden – eigentlich sollte es schon letzten Herbst erscheinen, dann kam ein Krankenhausaufenthalt von Sänger Blaine Harrison dazwischen. Der zweite Anlauf wurde von der Corona-Krise überschattet. Grund genug, noch mal ein Video nachzulegen.

Ihr Album „Zonoscope“ war meine Lieblingsplatte von 2011, aber zuletzt sind Cut Copy ein bisschen auf der Stelle getreten. Für August haben die Elektronikpopper aus Sydney nun ihr neues Album „Freeze Melt“ angekündigt. Der Vorab-Song „Cold Water“ wirkt durchaus vielversprechend. Geht fast ein bisschen in die New Romantics-Richtung, was? Ich sage das, weil’s mich ein bisschen an die 80s-Band China Crisis erinnert. Natürlich moderner.

Noch mal Sydney: Auch der meiner Meinung nach famose Singer/Songwriter Josh Pyke hat einen neuen Song geteilt. „Don’t Let It Wait“ ist, ironischerweise bei diesem Titel,  inzwischen schon der vierte Vorab-Track aus dem kommenden Album „Rome“.

 

 

Lights Cameo Action!

Seit zweieinhalb Wochen ist „Sideways To New Italy“ draußen, das zweite Album von Rolling Blackouts Coastal Fever. Wobei, ihre ersten zwei EPs kann man ja auch fast als Alben gelten lassen? Na egal. Jedenfalls, die allgemeine Reaktion ist so „Hey, echt gut wieder, aber ‚Hope Downs‘ hat uns irgendwie noch mehr gepackt.“

Das, argumentiere ich, liegt in der Natur der Sache. „Hope Downs“ war für die meisten Hörer die erste Begegnung mit RBCF.*  Da gab’s auch einen Überraschungseffekt, der sich beim zweiten Mal nicht wiederholen kann.

Ich sage: Die Neue hält den stetig hohen Level dieser Band, und das muss man erst mal schaffen. Und je öfter man die Platte hört, desto mehr merkt man, dass sie genauso gut ist wie alles, was wir von RBCF kennen. Es gibt ein neues Video aus dem Album: „Cameo“

‚* Das gilt freilich nicht für die regelmäßigen Leser dieses Blogs – wir haben die Herren schon bejubelt, als ihre erste EP frisch erschienen war. Nur um uns nachträglich noch mal auf die Schulter zu klopfen…

Billion Strings

5 Billion in Diamonds hatte ich ja überhaupt nicht mehr auf dem Zettel! Zu meiner Entschuldigung: Es liegt nun mal in der Natur von „Supergroups“ und Nebenprojekten, dass sie oft nur eine Platte machen und dann war’s das.

Das Debütalbum des Psychedelia/Dancepop-Projekts von Butch Vig (Garbage, Nirvana-Producer), den Elektronik-Musikern James Grillo & Andy Jenks und einer Handvoll Sängern – bevorzugt Ebbot Lundberg von Soundtrack Of Our Lives – vor drei Jahren konnte man  echt gut anhören. Trotzdem habe ich nicht echt damit gerechnet, dass es ein langfristiges Ding werden würde. Scheint aber so zu sein, denn hier gibt’s eine neue Single, einmal mehr mit Ebbot Lundberg am Mikrofon. Der Song klingt fast klassisch nach Soundtrack Of Our Lives, nur halt mit gestreamlineten Beat.

btw: Die Video-Version des Songs ist unter zwei Minuten lang, sie endet nach dem ersten Refrain. Die Single auf itunes dauert aber dann doch dreieinhalb – es gibt noch ein Instrumental Break, eine zweite Strophe und ein Comeback des Refrains.

Kleine Kollektion 2020/08

Jetzt geht’s aber los hier! Auch heute gibt’s gleich einen kleinen Stapel spannender neuer Videos!

Fangen wir in Wales an: Aus Cardiff kommen Private World, die wir hier auf dem Blog ja schon seit ihren ersten Singles verfolgen. Sehr spannend ist ihr sehr spezifischer 80s-Revival-Sound, der sich nicht auf typischen  early 80s-New Wave, sondern eher so auf die Ära 83/84 bezieht, auf Platten, die vom jüngst verstorbenen Rupert Hine hätten produziert werden können. Jetzt haben Private World ihr erstes Album angekündigt: „Aleph“ erscheint am 28.08. Vorab gibt’s die Single „Hypnagogia“.

Auch Lord Fascinator aus Melbourne hat ne neue Single: „Beyoglu“ ist dabei streng genommen nicht neu, sondern sollte eigentlich auf seinem Album „Water Sign“ von 2018 landen. Damals hat man sich umentschieden – und heute den Track nachträglich doch noch veröffentlicht.

Wir bleiben in Australien und kommen zu The Lazy Eyes. Dazu folgendes: Neulich ist „Innerspeaker“ zehn Jahre alt geworden. Das heisst, jetzt kommen die Bands nach oben, die „Innerspeaker Natives“ sind. Siehe The Lazy Eyes aus Sydney. Diese vier Buben sind superduper jung und sie haben Tame Impalas und King Gizzards Musik quasi in Fleisch und Blut aufgenommen, kaum dass sie der Muttermilch entwöhnt wurden. So klingen jedenfalls die drei allesamt bereits meisterlichen Songs, die es bisher von ihnen gibt und die ab morgen auf der „EP 1“ versammelt werden.

Kleine Kollektion 2020/07

Oha. Heute ist mal wieder einer der Tage, an dem gleich mehrere Lieblingsbands ihre neuen Clips teilen. Also fasse ich sie zusammen und stelle das unter eine gemeinsame Überschrift, da spare ich mir auch das schmerzhafte Wortspiel-Ausdenken immer.

Zuerst mal: DMA’s. Ooooh Yeah! Welchen Song picken Tommy, Mason und Jonny als vierte Vorabsingle von „The Glow“? Nehmen sie den Beinahe-Beatles-Ohrwurm „Hello Girlfriend?“ Oder das durchgeknallte Big Beat Monster „Cobracaine“? Nein, sie picken eine Ballade: „Learning Alive“. Hatte ich gar nicht als mögliche Single auf dem Zettel. Aber es macht natürlich sehr wohl Sinn, so als Melodiewunder a la „Delete“, „So We Know“, „In The Air“ etc.

Auch Metronomy haben ’nen neuen Clip. Etwa schon was Neues nach dem letztjährigen Album „Metronomy Forever“? Nein, „The Light“ ist eine weitere Auskoppelung aus ebendiesem Longplayer. Auch nice.

Milk Records ist ein Label, das man im Auge behält, weil es Courtney Barnett und Jen Cloher waren, die die Firma gemeinsam in Melbourne gründeten. Aber dies finde ich dann doch eher grausam: Milk Records-Künstlerin Hachiku covert Nenas „99 Luftballons“. Soll das drollig sein? So nach dem Motto „charmant trashy“? Ich find’s echt schlimm. Ich platziere es hier aber trotzdem. Des Kuriositätsfaktors wegen.

Zuletzt: Für heute mittag haben auch Django Django ein neues Video angekündigt. Damit will ich diesen Post nachher noch updaten.

UPDATE: Da isses, das Video. Ich dachte ja, dass Dj Dj mit einem neuen Lied die Kampagne für ihr viertes Album einläuten. „Real Gone“ ist aber noch ein Nachtrag von der Dritten („Marble Skies“, 2018). Das wiederum war ein sehr, sehr gutes Album. Ich hatte es vor zwei Jahren in meinen persönlichen Top 5 des Jahres. Hey, ich mach mir die Platte gleich mal wieder an.

Gaze Pride

„Jump Rope Gazers“ als Titel ist ja schon ein bisschen weird. Was haben The Beths aus Neuseeland sich wohl gedacht, als sie ihr kommendes zweites Album so nannten?

Meine Deutung ist die folgende: Den Ausdruck „Shoegazer“ kennen wir ja alle, oder? So nannte man Bands aus den frühen 90s, die schimmernd-schummrige Gitarrenwände erschufen, sich auf der Bühne aber schüchtern hinter ihren Frisuren versteckten und zu Boden guckten. Man warf ihnen vor, null Ausstrahlung zu haben. Von wegen Stargazer! Das waren ja Shoe-Gazer! Zuerst war’s als Beschimpfung gedacht. Aber man nennt den Musikstil heute tatsächlich so und hat fast vergessen, dass er seinen Namen von Lästerern verpasst bekam.

Auch The Beths arbeiten ganz gerne mal mit dichten Gitarren. Auch sie sind sehr normale Typen, die sich selbst keine Starpower anmaßen würden. Ihre Songs aber sind bevorzugt flott, verspielt und hopsig. Wenn sie zu Boden schauen, dann, weil sie beim Hüpfen ihr Springseil im Auge behalten. Jump Rope Gazers.

Elizabeth Stokes und ihre Boys haben nun die dritte Vorabsingle aus dem Album geteilt: „Out Of Sight“ ist mein bisheriger Favorit.

Baby I’m Board

Ich wusste nicht, dass der norwegische Singer/Songwriter Jonas Alaska ein großer Skateboard-Fan ist. Seinen Sound Akustik-Folk-Sound bringt man nicht unbedingt mit Skateboards in Verbindung, oder?

Nicht dass ich über sowas Bescheid wüsste. Sportlich bin ich eh ne Null, erstens. Zweitens: Skateboarding habe ich halt immer mit Funpunk und Crossover in Verbindung gebracht. Zwei Musikrichtungen, mit denen man mich jagen kann. Deswegen habe ich auch nie weiter verfolgt, was Skater sonst so hören/machen.

Na anyway. Jonas Alaska. Sein neues Album „Roof Came Down“ erscheint am 25.09. und als dritte Single gibt’s ein Tribut an Joey Poiriez, ein gescheitertes Wunderkind des Skateboardings.