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Barnett mit dir

„Put me on a pedastal, and I’ll only disappoint you“ singt Courtney Barnett auf ihrer neuen Single „Pedestrian At Best“. Klingt, als sei der Selfmade-Songwriterin und Label-Leiterin der Hype um ihre Person selbst nicht ganz geheuer. Am 23. März erscheint weltweit die neue Platte, da werden wir sehen, wie sich all die Vorschusslorbeeren auswirken.

Was Courtneys Label angeht, das nennt sich Milk Records, und hier veröffentlicht sie die Songs befreundeter Bands aus Melbourne. denn, so sang sie ja schon in „Are You Looking After Yourself“: „My friends play in bands that are better than anything on the radio“. Eine dieser Bands sind z.B. Royston Vasie, die Musiker von Royston Vasie überschneiden sich zum Großteil mit Courtneys Backingband.

Und falls ihr euch jetzt fragt: „Woher kenne ich noch den Namen ‚Royston Vasie'“? – Vielleicht habt ihr vor ein paar Jahren die UK-Comedyserie „The League Of Gentlemen“ geschaut? Die spielte im fiktiven Ort „Royston Vasie“. Benannt übrigens nach dem Geburtsnamen des UK-Komikers Roy „Chubby“ Brown.
Was ist aus dem Trio „The League Of Gentlemen“ geworden? Steve Pemberton und Reece Shearsmith haben die Serien „Psychoville“ und „Inside Nr. 9“ gedreht – zwei absolute DVD-Tipps. Mark Gattiss wurde zu einem der Autoren hinter „Doctor Who“ und „Sherlock“ – hier spielt er auch mit, die Figur des „Mycroft Holmes“. Bei „Game Of Thrones“ spielt er den „Tycho Nestoris“. Tja, und so haben wir den Bogen von Courtney Barnett bis zu Game Of Thrones gespannt.

… und es hat Zouma gemacht!

Yomi Zouma. Sie kommen aus Neuseeland, aber sie klingen 1:1 so, als entstammten sie dem Göteborger Umfeld der Labels Service und Sincerely Yours – also das Soundgebiet solcher Bands wie The Embassy, Korallreven und jj. Das Label Cascine hat sich der Welt, wo Chillwave auf Popgazing trifft, verschrieben und ist die natürliche, geradezu ideale Heimat für so eine Band. Hier Yumi Zumas aktuelles Video „Catastrophy“

Happy Australia Day

Der 26.01. ist der australische Nationalfeiertag – das kann ich ja mal zum Anlass für ein paar halbaktuelle Aussie-Updates nehmen.

Das zweite Album von Husky hat jetzt ein VÖ-Datum für Europa. „Ruckers Hill“ erscheint im April über Embassy Of Music. Das sympathische Folk-Trio aus Melbourne war die erste Aussie-Band auf Sub Pop, dort hat man ihren Vertrag offenbar nicht verlängert, was ich nicht nachvollziehen kann, denn „Ruckers Hill“ ist famos geworden.

Auch „Blue Planet Eyes“, das Debütalbum von The Preatures hat nun endlich, endlich sein D-VÖ-Datum. Isabella Manfredi und ihre Band machen brillante Gitarrenpopmusik, das wissen wir spätestens seit ihrer Wahnsinnssingle „Is This How You Feel“, an der ich mich immer noch nicht satt gehört habe. Am 20.02. gibt’s endlich das komplette Album bei uns. Hier ein Link zur aktuellen Single „Ordinary“ (youtube ist gesperrt, vimeo gibt’s nicht)

Einen Monat später kommt „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit“. Es ist das Debüt von Courtney Barnett, auch wenn sich’s nicht so anfühlt. Aber ihr Durchbruch letztes Jahr, das war ja genau genommen eine Compilation von 2 EPs, kein eigenes Album. Ebenso wie Courtney aus Melbourne stammen Twerps und Dick Diver, beide Bands sind ebenso wie Courtney so charmant unbemüht, entwaffnend holprig und dabei grinsend melancholisch smarte Texter. Dolewave eben. Das zweite Twerps-Album „Range Anxiety“ kann man bei uns offiziell am 27.02. auch im Laden kaufen, Dick Divers neue „Melbourne, Florida“ kommt am 09.03. Der Vorab-Clip der Twerps zum Album ist sympathisch albern.

Sonst so? Nicholas Allbrook (Ex-Tame Impala) kommt mit dem neuen Album seiner komplett durchgeknallten Pond um die Ecke – auch hier ein Videolink.

Und wo wir schon dabei sind, können wir eigentlich auch die feinen The Creases von der Gold Coast erwähnen. Superjung und noch sehr nah am „wir wollen klingen wie die Strokes“-Dings dran, aber so lange die Songs stimmen, lassen wir das gelten.

Das Gleiche wie über The Creases kann man auch über The Jensens aus Brisbane sagen. Sehr indie-typisch ihre Single „Fears“, einerseits. Andererseits, die machen auf dem Song auch alles richtig. Wenn man schon Indiegitarrenpop-Klischees abruft, dann doch wenigstens die, für die wir Indie so gerne haben.

Interview: July Talk

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Zeit, hier mal wieder ein Interview zu platzieren. Kanadas July Talk waren eine feine Überraschung des Jahres 2014 – ein „normales“ Gespräch über ihre Musik mit Peter Dreimanis und Leah Fay habe ich hier ja schon vor einiger Zeit platziert. Wir machten an dem Abend auch noch on top unseren Fragebogen namens „Bloss nichts über Musik“. Ich mag das ja – Klar, die Fragen sind ein bisschen albern, aber man kriegt ja doch immer einen Eindruck von der Band über die Musik hinaus. Wir erfahren was über Leahs Performance Art, Peters Faible für Tischfußball und die bemerkenswerte Weise, wie die zwei Bücher lesen.  Interview: July Talk weiterlesen

Veni Vidi Avi

Also, was Namen von Künstlern angeht, ist „Avigdor Zahner-Isenberg“ ganz weit vorne. So heisst er, der Kopf von Avi Buffalo, der kalifornischen Band, die noch im Teenageralter ein prima Debütalbum hinlegte. Das schlicht „Avi Buffalo“ betitelte Erstwerk war eine lieblich-sonderliche Akustikpop-Platte und eins meiner Top-Lieblingsalben des Jahres 2010. Seitdem tauschte Avigdor praktisch seine komplette Band aus und ließ uns bis Herbst 2014 auf den Nachfolger warten.

Von dieser zweiten Platte („At Best Cuckold“) gibt’s nun ein neues Video, und zwar zum Song „I Think It’s Gonna Happen Again“. Ich habe Avi Buffalo oben als sonderlich beschrieben, was ich damit meine, merkt ihr, wenn ihr mal auf den Text achtet. Man hört: Feinen Gitarrenpop, hübsch arrangiert, aber dann singt Avigdor Zeilen wie „A couple nights ago, I ran over two dogs, then I ate them after – I think it’s gonna happen again.“ Was für’n Vogel!

p.s. War ja klar, dass youtube den Clip gesperrt hat… wenn er auf vimeo oder dailymotion nachgeliefert wurde, mache ich ein Update.

Race For The Prize 2014 – Pt 2

Haim Preis Header grün

So, weiter geht’s in Sachen Ein-Kasten-Augustiner-Preis 2014. (Was das ist, steht einen Beitrag weiter unten.)

Jedes Jahr picke ich eine Shortlist aus 16 Songs, aus denen gewählt wird. Wer bei mir zur Kür des Siegers vorbei schaut, darf einen Kandidaten zur Shortlist hinzu fügen.

Micha schimpft immer, das sei unfair. Ich sollte weniger Songs kriegen und/oder die Anderen mehr. Wozu ich dann immer sage: „Micha, ich bin auch der, dem der Quatsch eingefallen ist, der das Ganze organisiert, der drüber im Blog schreibt, der Gäste bewirtet, das Bier besorgt, sich um die Übergabe kümmert. Niemand hindert dich, deinen eigenen Preis nach deinen Regeln auf die Beine zu stellen. Aber dieser läuft nun halt mal so, Punkt.“

Anyway. Das bedeutet, ihr kriegt nach dem Klick die 16 Lieder, die sich aus welchem Grund auch immer als meine Lieblingssongs des Jahres 2014 qualifizieren.  Race For The Prize 2014 – Pt 2 weiterlesen

Race for the prize 2014 – pt 1

Haim Preis HeaderOh Mann, ich kann mich manchmal so ärgern, dass mein alter Blog so mir nichts, dir nichts abgeschaltet wurde. Vier Jahre habe ich ihn geführt, ca 100 Interviews standen drauf… aber trotz des Frustes möchte ich eine Tradition des alten Blogs wieder beleben: Den 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres! Hurra!

Worum geht’s hierbei? Ganz einfach: Wie der Name schon sagt, werden wir einen Song zum Lied des Jahres 2014 küren. Wir, das sind ich und eine Handvoll Freunde und Leser des Blogs (Wer mitmachen will – einfach einen Kommentar hinterlassen – ich melde mich!). Wählen werden wir den Song in einem spaßigen Verfahren in meiner Küche. Es gibt Diskussionen und Alkohol. Es wird getanzt und was gegessen. Wenn wir am Ende einen Sieger ermittelt haben, hat der Act, der den Song singt, einen Kasten Augustiner gewonnen. Jetzt wird es unsere Aufgabe sein, diesen Kasten auch irgendwie zu überreichen.  Race for the prize 2014 – pt 1 weiterlesen

Is Ziska How You Feel?

Eine Platte, auf die ich mich 2015 freue wie zwei Schnitzel, ein Steak und eine Wurstplatte ist das zweite Album des wundervollen Singer/Songwriters Marius Ziska von den Färöer Inseln. Als Vorboten gibt’s den Song „Home“ und ein Video, das aussieht, als wär’s vom Fremdenverkehrsamt der Färöer Inseln in Auftrag gegeben. Was es in der Tat ist, „Home“ ist der Song aus der aktuellen Färöer-Tourismus-Kampagne.

Antimatter-modern Sounds in Indie Music

… sie kommen weiter rein, die neuen Clips. Die aus Luxemburg stammenden, aber inzwischen in London lebenden Artpopper Antimatter People hatte ich schon als großen Tipp für 2014 auf dem Schirm, denn es kursierten prima Songs von ihnen und Anfang des Jahres platzierte Kitsuné zwei herausragende Lieder der Band auf ihren Samplern.
Jetzt erst kommt endlich ihre offizielle Debütsingle „No Need To Be So Small“.