KOYO to Song

Es gab eine Zeit in der zweiten Hälfte der 90s, da brandete eine ganze Welle von UK-Bands ans Ufer, die klar von Radiohead zur „The Bends“-Ära beeinflusst waren. Während Radiohead selbst eine Entwicklung zu „OK Computer“ und später zu „Kid A“ etc. hinlegten, blieben die – naja, ich will jetzt nicht Nachahmer sagen – blieben die… „Beeinflussten“ diesen Schritt zurück.

Ich denke da an Bands wie Subcircus, Geneva oder Subaqwa. Sie waren allesamt nicht schlecht, manchmal richtig gut. Aber dieses Extra, das eine Band befähigt, ihre Einflüsse hinter sich zu lassen und selbst unverwechselbar zu werden (man könnte argumentieren, dass MUSE das z.B. gelungen ist), das fehlte im Nachhinein wohl doch. Sonst wären die drei genannten Namen heute vielleicht noch eher ein Begriff.

Jedenfalls, an diese Zeit erinnern mich KOYO aus Leeds mit ihrem leicht angeproggten Indierock. Sie erinnern mich gar nicht mal an Radiohead selbst oder an eine der genannten Gruppen, die kurz in deren Windschatten mitfuhren. Sondern daran, dass es mal ne Zeit gab, in man zu KOYO gesagt hätte: „Aha, noch eine von diesen siebzehndrei UK-Bands, die auf melancholische Laut-Leise-Dynamik setzen und die ihre Gitarreneffektpedale ausreizen“. Zur Zeit ist dieses Feld einfach spärlicher besetzt.

Langer Rede kurzer Sinn:  KOYO haben ’ne neue Single namens „Circles“ vorgelegt, das zweite Album rückt offenbar näher.

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