Wenn nicht jetzt, wan da?

Ich will was zum neuen Wanda-Video sagen.

Denn jetzt beschweren sich nämlich schon wieder die ersten über den poppigeren Sound. Dabei macht dieser den Song doch erst recht subversiv! Im Text: Desillusion und Verzweiflung und Konsumkritik – aber verpackt in Hurra-Pop. Der Kontrast ist doch der Bringer! Erst die Jubel-Gitarrenlinie, dann: „Alle diese schönen Träume, ob von gestern oder heute, alle sind sie allesamt vorbei“ – und darauf im Video ein Luftsprung! Auf so was steh‘ ich.

Stellt euch vor, dass ein Text, der „Alle diese schönen Leute, was sie kaufen oder träumen, alle tun mir insgesamt so leid“ geht, im Pop-Radio landen kann. Am besten nach der Werbung, weil Wanda die Programmgestalter mit dem satt-fröhlichen Sound auf die falsche Fährte gelockt haben. Das wäre doch ein Sieg!

Einziges Problem: Im Club traut man sich ja nicht, das aufzulegen. „Könnt ihr bitte mal nach Hause gehen?“ ist auf der Hitliste der unangebrachten Aufrufe an den Dancefloor hiermit auf Platz 2. Gleich nach „Hang The DJ“.

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