Feels Like 30

Tja. Da kann man sich ja immer einreden, dass man schon irgendwie jung geblieben ist. Aber dann liest man, dass heute zwei absolute Indie-Klassiker das 30ste(!) Jubiläum ihrer Veröffentlichung feiern. Kann das wahr sein? Dreissig verdammte Jahre?

Erstens ist da The Cures „Disintegration“. Ich und meine Kumpels waren seit „The Head On The Door“ und „Kiss Me Kiss Me Kiss Me“ riesige Fans und übertrafen uns damit, Cure-Singles und 12″s wegen ihrer B-Seiten zu sammeln. Die nahende VÖ ihrer Neuen war folglich ein Großereignis für uns. Wir warteten nägelkauend und besorgten uns das gute Stück am Tag des Erscheinens im heimischen kleinen Plattenladen. Nun ist „Disintegration“, von den Hitsingles abgesehen, ein Album, das sich in seiner prunkvollen Dichte und elegischen Langsamkeit nicht sofort erschließt. Ich muss so ehrlich sein: Zuerst mal waren wir heimlich ein bisschen enttäuscht. Aber wir haben uns schnell reingesteigert. Heute bezweifelt niemand: Dies ist ein absolutes Highlight der an Glanzlichtern nicht eben armen Cure-Diskographie.

Am 2. Mai 1989 erschien aber noch ein weiteres Album für die Ewigkeit. Eins, das auf der Insel sogar noch größere Wellen machen sollte. Aber das Debüt von The Stone Roses entwickelte sich erst mit Monaten Verspätung zum Dauerbrenner. Bis das bei mir im Oberallgäu ankam (Youtube und sonstiges Internet gab’s ja nicht), war es Spätherbst geworden. Egal, „The Stone Roses“ wurde eine prägende Platte, die noch Jahrzehnte später Bands beeinflusste bzw. beeinflusst und die ich heute noch gerne höre. Da kommt es auf ein paar Monate nicht an.

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