What did you expect from 2018, Pt.1

Hallo, 2018!
Wirst du ein gutes Indie-Jahr werden? Die ersten Anzeichen sind nicht schlecht. Auf so einige spannende Newcomer dürfen wir uns freuen – darüber habe ich neulich schon mal einen Post geschrieben. Natürlich warten wir aber auch auf so einige Größen und persönliche Favoriten, die sich zurück melden.

Ich habe eine Liste unter folgendem Motto zusammen gestellt: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“. Dies sind Platten, die fürs neue Jahr schon definitiv angekündigt wurden, die man sicher erwarten oder zumindest realistisch erhoffen darf – oder über die man wenigstens spekulieren kann.
Plötzlich standen da über 30 Namen auf meinem Zettel. Deswegen teile ich die Liste in drei Beiträge auf.
Los geht’s mit Teil 1.

Alpine
Titel: tba
VÖ: 2018??
Okay, mein erster Tipp begründet sich nicht auf konkrete Anhaltspunkte. Aber das Sextett aus Melbourne ist einfach wieder „dran“. Zwischen dem Debüt „A Is For Alpine“ (eine meiner absoluten Lieblingsplatten des Jahres 2012) und „Yuck“ (2015) lagen drei Jahre, also wäre es doch Zeit für die Band um die zwei Sängerinnen Phoebe und Lou, wieder nachzulegen. Aktuelle Facebook-Posts der Band versprechen, vage zwar, aber immerhin, dass sie sich zurück melden wollen.

April Towers
Titel: tba
VÖ: Anfang April 2018
Jetzt wird’s aber auch langsam Zeit. Seit 2015 teast uns das Duo aus Nottingham mit Singles und EPs in lässigster Synthpop-Tradition, New Order/OMD-style. Ich hätte ja gedacht, dass die eines Tages einen properen Vertrag unterschreiben und uns dann mit viel Promo-Schub als Hurts/La Roux-mäßiges Ding präsentiert werden. Jetzt backen die April Towers aber doch kleinere Brötchen. Sie haben eine Albumkampagne über Pledgemusic am Laufen und versprechen die Platte fürs Frühjahr.

Arctic Monkeys
Titel: tba
VÖ: zweite Hälfte 2018
Bands lassen sich zu lange Zeit für Alben. Die Beatles brauchten sieben Jahre für ihr Gesamtwerk, die Smiths vier. Okay, heute laufen einige Dinge anders, weil Bands nach einem neuen Album immer erst mal 18 Monate um die Welt touren. Trotzdem, wenn die Arctic Monkeys endlich ihre Neue vorlegen, werden 5 Jahre seit „AM“ vergangen sein. Klar, Alex Turner hat zwischendurch andere Dinge gemacht wie die Last Shadow Puppets oder das Alexandra Savior-Album. Trotzdem, eine ganz schön lange Zeit. Hoffen wir, dass sie den Faden von „AM“ nahtlos aufnehmen können und dass ein 32jähriger Alex Turner uns noch so viel zu sagen hat, wie mit er es mit Anfang und Mitte 20 tat. Dass die Arctic Monkeys seit September am Album arbeiten, ist jedenfalls bestätigt.

AWOLNATION
Titel: Here Come The Runts
VÖ: 09.02.
Album Nummer drei für Aaron Brunos Industrial-Pop-Band. Neu: Mehr echte Gitarren und Drums,  denn Aaron hat diesmal das Meiste mit seiner Liveband eingespielt und nicht wie früher in Eigenarbeit zusammen gefrickelt. Ich darf ankündigen: Zur VÖ gibt’s hier ein Interview.

Belly
Titel: Dove
VÖ: Mai
… und noch eine Reunion! Tanya Donnelly war Mitglied der Throwing Muses und bei den Breeders, dann gründete sie ihre eigene Band Belly. In den frühen 90s, in der Phase zwischen Post-Grunge und Britpop hatte sie richtig Erfolg, mit US-Charthits und NME-Titelseiten und allem, was dazu gehört. Nach dem Erfolg ihre Debüts „Star“ konnte Album 2 („King“) den Level nicht halten und wirkliche Spuren schienen Belly nicht hinterlassen zu haben. Aber zuletzt tauchte ihr Echo in Bands wie Wolf Alice oder Bully wieder auf. Ab 2015 sind Belly wieder live aufgetreten, nun läuft eine Pledgemusic-Kampagne für ihr verspätetes drittes Album.

Black Rebel Motorcycle Club
Titel: Wrong Creatures
VÖ: 12.01.
Der erste große Name meidet sich schon nächste Woche zurück. Auf ihrem ersten Album seit 2013 überraschen BRMC, weil sie in Richtung EDM schwenken. Ein neuer neonbunter Look und ein Duett mit den Schlümpfen sind Teil dieses Imagewandels. Das habt ihr nicht wirklich geglaubt, oder? Black Rebel klingen wie immer. Wie eine zu Sound gewordene schwarze Lederjacke. Bei Nacht. Im Nebel. Auf der Autobahn. Und das ist gut so.

Blossoms
Titel: tba
VÖ: Ende April / Anfang Mai (geschätzt)
Die UK-Aufsteiger des Jahres 2016 haben es in der letzten Saison vergleichsweise ruhig angehen lassen. Der Grund? Klar. Tom Ogden & Co waren im Studio für Album zwei. Laut NME haben die fünf aus Stockport den Aufnahmen bereits im August den letzten Feinschliff gegeben. Im April begleiten die Jungs Noel Gallagher auf Teilen seiner Europatournee. Sinnvoll wäre eine VÖ wohl erst danach, damit die Jungs zum Promo-Höhepunkt für ein paar Tourdates und TV-Shows in England verfügbar sind. Andererseits: Rechtzeitig vor der Festival-Saison sollte es schon sein. Das hieße Ende April/Anfang Mai. Lassen wir uns überraschen.

The Breeders
Titel: tba
VÖ: 2018
Im Oktober gab’s mit „Wait In The Car“ eine neue Single von den Breeders. Besetzung: Kim und Kelly Deal gemeinsam mit Josephine Wiggs und Jim Macpherson. Das Line-Up von „Last Splash“ also, dem zweiten Breeders-Album und der Heimat ihres 1993er-Hits „Cannonball“. Ohne ein konkretes Datum zu nennen, hat Kim Deal verlauten lassen, dass man 2018 mit einem kompletten neuen Album rechnen darf.

Ian Brown
Titel: tba
VÖ: ???
Okay, hier rate ich ins Blaue. Es sieht aber doch so aus, als sei die Stone Roses-Reunion vorbei: „Don’t be sad that it’s over, be happy that it happened“ waren die Worte von Ian Brown auf ihrem Konzert im Juni 2017 in Glasgow, weswegen spekuliert wird, dies sei das endgültig letzte gewesen. Nach der Wiedervereinigung 2011 verbrachten Ian, Reni, Mani und John Squire viel Zeit gemeinsam im Studio – nur zwei Singles sind bis dato entstanden. Seine Solokarriere hat der Sänger in diesen Jahren hintangestellt, sein letztes Album „My Way“ ist von 2009. Sollten die Stone Roses nun also Geschichte sein, muss Ian einen ganzen Schrank voll Material angesammelt haben. Manches davon wird vertraglich mit den Stone Roses verknüpft sein, aber sicher nicht alles. Dass Ian nach neun Jahren, in denen neue Releases nur tröpfchenweise erschienen, darauf brennt, jetzt das Ventil fürs angestaute Material zu öffnen und solo wieder aus dem Startloch zu springen, ist kein unrealistisches Szenario, oder?

City Calm Down
Titel: tba
VÖ: 2018
City Calm Down waren noch nie eine Band, die sich hetzen ließ. Nach ersten EPs ließ sich das Melbourner Indierock-Quartett schließlich fast sieben Jahre für sein sehr starkes Debütalbum „in A Restless House“ (2015) Zeit. Ist ein zweites Album im neuen Jahr da nicht sogar ein optimistischer Tipp? Nicht wirklich, denn schon Anfang letzten Jahres stellte ihr Label stolz einen Post ins Netz, als die Demos für Album zwei im Büro ankamen. Drei Singles haben Sänger Jack Bourke & Co im Verlauf von 2017 seitdem veröffentlicht. Da wäre alles andere als ein Longplayer in der ersten Jahreshälfte eine Überraschung.
*Photocredit oben: Mclean Stephenson

Kyle Craft
Titel: Full Circle Nightmare
VÖ: 09.02.
Eine unerwartete Lieblingsplatte von 2016 war das Debüt von Kyle Craft: Ein theatralischer Singer/Songwriter am Klavier, irgendwo zwischen Indierock und Muppets Show, der mit seinem Debüt die Dämonen einer gescheiterten Beziehung austrieb. Auf seinem zweiten Album wirkt Kyle etwas gefestigter, aber sein Songwriting wird dadurch bestimmt nicht langweiliger.
Ich darf ankündigen: Ich hatte den Wuschelkopf neulich am Telefon und werde das Transkript hier wieder teilen.

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