Interview: Formation

Vor fast vier Wochen erschien das Album „Powerful People“ von Formation – eigentlich wollte ich mein Interview mit Will Ritson, einem der beiden Frontmänner des Londoner Quintetts (der andere ist sein Zwillingsbruder Matt), natürlich pünktlich zum Releasedatum hier platzieren. Aber hey, man kommt halt nicht immer dazu. So ein Gespräch abzutippen, das dauert. Heute habe ich den tristen Ostermontag endlich dafür genutzt.

Formation sehen sich selbst nicht als Indie-Band. Ihr Sound ist nicht der einer Gitarrencombo, sondern tanzbar und groovy. Aber sie sind zu fünft, sie spielen „echte“ Instrumente und sie geben ihren Kommentar zur Gesellschaft ab. Außerdem finde ich sie prima.

Hallo, wie geht’s?

Prima, mir geht’s gut, und dir?

Auch gut, gut.

Euer Album erscheint bald! Aufgeregt?

Total aufgeregt, klar!

Ich freue mich, dass es wieder jemand wie euch gibt. Ich sehe euch nämlich ein einer typischen Tradition von britischen Bands: Nämlich Bands, zu denen man zwar tanzen kann, die aber auch politische Stellung beziehen. Ich meine Bands wie The Specials, Big Audio Dynamite, Primal Scream, Hard-Fi… 

Da stimme ich zu. Wir haben nicht nur als Musiker, sondern vor allem als Menschen die Verantwortung, unsere Meinung kund zu tun. Ich als derjenige, der Texte schreibt und der Sänger einer Band ist, kann meine Meinung bisschen mehr verbreiten als ein normaler Typ – aber es geht an erster Stelle darum, sich treu zu bleiben und eine positive Aussage zu verbreiten.

Eine positive Aussage? Deine Texte sind bei mir eher als durchaus kritisch angekommen.

Ja, die Texte sind natürlich kritisch. Aber es geht ja darum, die Dinge zu verbessern. Auch, sich selbst als Menschen zu verbessern. Vielleicht geht es in einem Text um Fehler, die ich machte und nicht mehr machen will. Und wenn ich gesellschaftskritische Texte schreibe, dann sehe ich das auch als Versuch, etwas zum Positiven zu verändern, meine Stimme dafür einzusetzen.

Es kommt mir vor, als ob Bands wieder politischer werden. Was ja auch nur logisch wäre, wenn man sich die Entwicklungen in den letzten Monaten anschaut. Politik hat auch eine Zeit lang sehr gefehlt in der Musik, da wurde über sehr viel Oberflächliches gesungen. 

Ja, ich glaube aber, das ist immer noch da. Sehr viel, was in der Musik und anderen Bereichen der Industrie passiert, ist immer noch sehr oberflächlich. Aber ich mag es, dass ehrliche Stimmen wieder beginnen, durch zu dringen. Im UK ist Grime gerade eine sehr große Sache. Und das ist eine echte Stimme der Leute, wie es lange keine gab. Das erinnert mich an die 80er in den Staaten mit HipHop, als diese Kunstform einer ganzen Bevölkerungsschicht endlich eine Möglichkeit gab, sich mitzuteilen.

Siehst du dich als Musiker näher am Grime ans an Indie-Bands? Ihr werdet ja eher in einen Topf mit Letzteren geworfen, einfach weil ich zu mehreren seid und Musik auf „echten“ Instrumenten macht.

Auf jeden Fall! Zu Gitarrenbands fühle ich überhaupt keine Verbindung. Ich fühle mich viel mehr den Musikern verbunden, die ich hörte, als ich jung war. Gil Scott-Heron oder Curtis Mayfield, Bopbby Womack, Nina Simone – schwarze Künstler, die etwas zu sagen hatten. Das ist schon was ganz andere als die typische weisse Gitarrenband aus der Mittelklasse. Wir kommen aus einem ganz anderen Hintergrund. Wir kommen aus einem Stadtteil von London, der nicht Teil irgendeiner Szene ist. Ich will keine anderen Bands schlecht machen, drum nenne ich jetzt auch keine Namen –  aber wir sind einfach nicht Teil von deren Szene.

Ich wollte das Thema der britischen Klassengesellschaft ansprechen. Upper Class, Working Class, Middle Class – das ist auf der Insel ja eine große Sache, stärker als in Deutschland. Zuletzt ist die britische Musik in die Hände der Upper Class geraten. Weil sich die Kids aus anderen Schichten nicht mehr leisten konnten, eine Karriere aufzubauen. Nur Kinder mit reichem Background können heute sagen: Ich widme mich jetzt mal zwei Jahre der Musik und schaue, was daraus wird.

So ist es immer noch. Es ist auf jeden Fall so, dass die Reichen weiterhin die meisten Möglichkeiten haben, Musik zu machen. Schwieriges Thema. Also, ich bin in einem wirklich netten keinen Häuschen groß geworden. Bloß hatten meine Eltern das alles auf Schulden aufgebaut. Dieses Kartenhaus brach dann zusammen, als meine Eltern sich trennten, als ich 18 war. Danach zogen mein Bruder und ich mit meiner Mutter in ein sehr viel kleineres Haus. Sie ging noch mal auf die Schule und ging wieder arbeiten, sie arbeitete beim NHS. Ich flog mit 18 von der Schule und ich fand dann einen Job in einem Lagerhaus. Mehrere Jahre lang habe ich Kisten geschleppt, bevor ich die Band gründete. Aufgewachsen bin ich also in einem recht behüteten, aber quasi vorgetäuschten Mittelklasse-Haushalt. Wir hatten Zugang zu Instrumenten, und auch wenn wir nie auf Privatschulen waren, sondern natürlich auf die staatlichen Schulen gegangen sind, haben wir doch eine gute Bildung genossen. Nur war halt alles erlogen, auf Schulden und Kreditkarten. Was letztlich bedeutet, dass ich im Geiste ein Mitglied der Mittelklasse bin, denn so bin ich groß geworden. Aber ich befinde mich jetzt in der Situation eines Working Class-Mitglieds, ich muss von weniger als 10 Pfund am Tag leben, meine Mutter ist gerade arbeitslos, der Staat hat sie echt  verarscht – sie versucht ja, beim NHS zu arbeiten. Es ist ein täglicher Kampf.

Aber es ist wichtig, dass solche Stimmen gehört werden. Ich meine, auch wenn du Gitarrenbands nicht so magst – Oasis kamen ja auch aus der Working Class. Deswegen hatten sie dieses Feuer.

Ja, und es ist ein Kampf, den sehr viele durchstehen müssen. Ein Thema, um das es mir in meinen Texten oft geht, ist Entfremdung. Man muss nicht reich oder arm sein, um sich isoliert oder ausgegrenzt zu fühlen. Man muss sich bloß abgekapselt fühlen von den Leuten um einen herum. Geld und das Klassensystem sind zwei Dinge, die diese Entfremdung der Leute voneinander auslösen können, aber es gibt noch weitere Dinge, die das tun – wie Rasse, Geschlechterrollen oder geschlechtliche Orientierung. Aber diese Dinge sollten uns nicht trennen. Meine Stimme repräsentiert also nicht so sehr meine gesellschaftliche Klasse, ich will generell eine universellere Gleichbehandlung der Menschen.

Was sich im Albumtitel findet: „Powerful People“.

Genau! Das sind wir! Wir sind die powerful people! Wir alle haben Macht!

Die Botschaft ist: „Zusammen sind wir stark!“

Genau, ja!

Hast du auch eine Meinung zum Brexit?

Ja – dass es eine Schande ist! Dass es eine undurchdachte Kampagne war, die durch Werbung gewonnen wurde! Diese Bewegung, sich von Rest Europas zu trennen, hätte dabei sowohl von links als auch von rechts kommen können. Fakt aber ist, dass es nie einen Plan zu dem Thema gab. Es gab auch keinen Grund – man hat’s einfach getan. Jetzt verwendet man dieses Ergebnis, um eine Menge Hass zu schüren, und um eine Trennung in zwei Lager zu forcieren, so dass man entweder auf der einen oder der anderen Seite stehen muss. Aber so sind die Leute doch gar nicht – niemand ist entweder/oder. Es geht doch darum, rauszufinden, was für ALLE am besten ist und eine sinnvolle Lösung zu suchen, die sich darauf gründet. Ich selbst – ich möchte von Europa nicht getrennt sein. Aber ich fühle mich auch nicht britisch. Naja, ich bin für die Lösungen, die für die Allgemeinheit das Beste sind, und ich denke, dass ein Ausstieg aus Europa keine solche Lösung ist. Eine Regierung aber, die keinerlei Durchblick hat, was sie tut, ist jedoch noch viel schlimmer. Das ist echt ne beschissene Situation, von welcher Seite man das auch immer betrachtet.

Aber wieder zur Musik. Der erste Song auf eurem Album wiederum ist „Drugs“ – es geht um das Bedürfnis der Leute, am Wochenende dem Alltag zu entfliehen und sich die Kante zu geben. 

Stimmt, ja.

Ich fragte mich: Wie ironisch ist es, diesen Song zu performen – zum Beispiel auf einem Festival – vor genau den zugedröhnten Typen, über die der Text geht.

Super-ironisch! Aber darum geht’s irgendwie, oder? Es ist eine Anti-Drogen-Hymne, die in genau diesen Drogen-Situationen läuft, und die auch so klingen soll wie eine Drogenhymne, mit echt heavy tanzbaren Beats, hämmernden Synths und intensiven Vocals. Aber trotzdem ist es ein Anti-Drogen-Song. Schon ein witziges Lied.

Merken das die Leute, wenn ihr den Song spielt?

Also, ich glaube, dass es schon auch oft missverstanden wird. Aber das ist okay. Wenn Leute auf Drogen sind, wird ihnen der Song genauso gefallen. Es ist auch nicht so wichtig, es geht darum, Spaß zu haben – und dieser Song macht live immer extrem Spaß. Er verwirrt die Leute oft – weil die Musik echt anders ist. Die Nummer klingt einfach sehr eigenartig – wenn wir den Song live spielen, sagen die Leute oft: „Was IST das überhaupt für Musik?“

 

Mal eine ganz andere Frage: Ihr seid Zwillinge, richtig?

Ich und Matt sind Zwillinge, das stimmt.

Wie läuft das, zu zweit in einer Band? Die Zwillinge, die ich kenne, haben sehr interessante Beziehungen – einerseits extrem innig, andererseits herrscht fast Konkurrenz.

Ich glaube, eine Konkurrenz gibt es bei uns nicht so. Außerdem sind wir in der Band jetzt ja auch zu fünft – und ich glaube, es gibt eine Balance aus uns fünf, die tiefer geht als nur die Beziehung zwischen Matt und mir. Zu fünft ziehen wir uns noch besser aneinander hoch, als wenn’s nur Matt und ich wären. Wir können zu fünft auch sehr viel mehr streiten, als wenn nur Matt und ich streiten.

Auch dazu wollte ich fragen – die Fotos zeigen oft nur dich und Matt. Ich fragte mich schon, ob ihr zwei Zwillinge die „offiziellen“ Mitglieder sind und die anderen die Live-Mitglieder.

Nein, nein. Wir sind offiziell ein Quintett. Aber es hat sich erst mit der Zeit dorthin entwickelt und das ist fürs Marketing vermutlich etwas kompliziert.  Angefangen haben nur ich und Matt und damals wurden viele Bilder gemacht. Aber wir sind jetzt seit fast zwei Jahren schon zu fünft. Naja, jetzt müssen wir schauen, dass wir mal mehr Bilder mit allen fünf verbreiten.

Naja, bei Oasis war’s auch so, dass die zwei Brüder immer gezeigt wurden und es viele Bilder gab,auf denen die anderen Mitglieder nicht zu sehen waren. Ich denke, die waren darüber gar nicht so unglücklich, nicht im Mittelpunkt zu stehen.

Ja, aber ich glaube, unsere Jungs wollen auf jeden Fall gesehen werden. Außerdem, den ganzen Druck nur auf mich und Matt zu laden – das erzählt einfach nicht die wahre Geschichte der Band. Wir sind eine Gang aus fünf Leuten, es geht nicht nur um uns zwei – es geht um die Gruppe.

Was sind denn die offensichtlichsten Unterschiede zu euren Anfängen, als ihr nur zu zweit wart? Und wie hat sich das ergeben, dass ihr zum Quintett wurdet?

Also, angefangen hat es mit Matt und mir, aber unser Bassist Johnny, er ist eigentlich ein Producer und er produzierte unsere ersten zwei EPs. Er war also schon sehr früh mit dabei. Wir haben dann Kai, unseren Drummer und Sash, unseren Keyboarder, mit an Bord geholt, um live spielen zu können. Als dieses Live-Lineup dann stand, hat uns das ganz viele neue Möglichkeiten gegeben, wie wir uns ausdrücken konnten. Mit zehn Armen konnte man einfach viel mehr machen, als nur ich, Matt und Johnny im Studio. Die Songs wuchsen und expandierten. Als es so weit war, nutzten wir dieses Live-Element, um das Album zu machen. Das ist die Basis des Albums – live-Synthies, live-Drums, live-Vocalmix.

Wie schreibt ihr heute die Songs? Zu fünft in Jamsessions? Oder sitzt einer alleine und schreibt seine Gedanken nieder, und im Studio trägt dann jeder seinen Teil mit bei?

Jedes Mal ist es ganz anders! Manchmal kommt die Basis des Songs alleine von mir, manchmal von Matt – aber manchmal ergibt sich vielleicht auch was im Studio. Vielleicht geht es los mit einem Drumbeat, den man erst mal aufnimmt und dann schaut, was daraus wird. Es gibt kein festes Rezept – außer: Wenn etwas gut klingt, nehmen wir’s auf und bauen drauf auf!

Jetzt eine ganz grundsätzliche Frage: Was ist das ZIEL eurer Band?

Hhm… Leute zusammen zu bringen. So einfach ist das. Leute zusammen bringen, Barrieren nieder zu reissen. Viele Leute in einem Raum zu versammeln und dafür zu sorgen, dass alle das gleiche fühlen und auf dem gleichen Level eine Verbindung spüren.

Grundsätzliche Frage Zwei: Was macht einen guten Song aus?

Ein guter Rhythmus. So gilt das jedenfalls für mich. Ich spiele Schlagzeug, deswegen höre ich immer sehr auf Rhythmen. Wenn ein Song von seinem Rhythmus oder seinem Groove getragen wird, dann höre ich mir das an. Wenn etwas richtig groovy ist, wie z.B. James Brown, dann ist beinahe egal, was sonst passiert, man geht einfach mit dem Groove mit. Wobei Texte natürlich auch sehr wichtig sind – ich finde, Texte werden oft unterbewertet. Nicht genug Leute geben sich genug Mühe mit ihren Texten. Viele Leute sagen sogar richtig dummes Zeug.

Ich habe ja das Gefühl, dass sich das zur Zeit ändert. Denn wenn man heute als junge Band aktiv ist und sieht, was sich so tut in der Welt, dann kann man ja gar nicht NICHTS dazu zu sagen. 

Ja. Also, ich will natürlich niemandem vorschreiben, was er sagen soll – aber ich hoffe, dass die Leute mitkriegen, dass sie sich ehrlicher ausdrücken können in der aktuellen Situation. Ich glaube, früher herrschte so ein bisschen ein Druck, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten – aber heute, glaube ich, ist da eine größere Offenheit da, so dass man ausdrücken kann, wie man sich fühlt. Die Leute wurden so sehr in Schubladen gedrängt, so voneinander entfremdet, da ist es jetzt Zeit, dagegen anzukämpfen – indem man das besingt, woran man wirklich im Inneren glaubt.

Ich glaube auch, dass lange Zeit die Probleme der Gesellschaft beschönigt wurden. Man hat verdrängt, wo sich die Gesellschaft hin bewegte. Gleichzeitig wurden die Leute immer introvertierter und ichbezogener per Facebook… ich meine – was BRINGT einen Menschen dazu, alle seine Mahlzeiten zu fotografieren? Und all diese Selfies – „Hier bin ich im Urlaub und habe Spaß! Ich auf einem Konzert, seht ihr, ich habe SPASS! Glaubt bloß nicht, ich hätte keinen Spaß! Glaubt bloß nicht, Ich wäre nicht irre hip!“…

Ich glaube, die sozialen Medien sind eine große Lüge, ein großer Betrug. Sie verbinden uns lange nicht so gut, wie wir glauben. Denn sie geben uns nicht das Gefühl, dass wir gemeinsam auf etwas hinarbeiten sollten. Diskussionen der Leute auf Twitter oder Facebook oder Youtube – das sind immer nur Streits! Es gibt keine Debatten, es gibt kein Ziel – es ist einfach nur „Sag was du willst, wann immer du es willst!“ Was ja schön und gut ist, so ist es nun mal. Ich würde mir nur einfach wünschen, dass die sozialen Medien uns wirklich verbinden würden, dass man Diskussionen haben könnte, und dass es einem gemeinsamen Zweck dienen würde. Dass es mehr wäre als nur sich gegenseitig zu zeigen, was man zu Abend gegessen hat.

Meine Hoffnung ist, dass wir den Umgang noch lernen. Ich meine, wie lange gibt es facebook? Zehn Jahre? Was sind zehn Jahre, wenn man es mal in der Entwicklung der Menschheit über Generationen sieht? Ich hoffe, dass es sich auf lange Sicht zu etwas Positivem entwickelt – denn an sich kann es nur eine gute Sache sein, dass jetzt alle Leute verbunden sind. Leute in abgelegenen Tälern können heute genau so wissen, was abgeht, wie die Leute in Zentren.

Ja, da stimme ich dir zu. Es ist gut, dass man jetzt sehr schnell mit Leuten in Verbindung kommen kann, und sehr schnell erfahren kann, was in der Welt passiert. Besser wäre aber, wenn es eine Möglichkeit gäbe, dies auch wirklich zu etwas Bedeutsamen zu machen. Noch hat man nicht das Gefühl, dass all die Aufrufe auf Facebook wirklich zu etwas führen. Hoffentlich in der Zukunft?

Das hoffe ich auch. Aber zurück zu eurer Band. Du hast vorhin deine frühen EPs erwähnt, mit Singles wie „Love“ and „Young Ones“ – diese Songs sind nicht auf dem Album. Vielleicht, weil sie noch ohne die ganze Band entstanden?

Ja, das ist der Grund. Wir haben uns vorwärts entwickelt und beim Album geht’s sehr um die Band. Dieser neue Sound passt nicht notwendigerweise zusammen mit den älteren Songs. Auch wenn ich die immer noch liebe und wir sie sicher auch weiterhin live spielen werden. Aber es ging beim Album einfach darum, etwas Neues zu machen, etwas, das auch allen fünf Bandmitgliedern etwas bedeutet – und nicht darum, alte Songs noch mal neu aufzunehmen.

… und jetzt komme ich auch schon so langsam zum Ende. Am Schluss frage ich immer gerne nach der Anekdote. Deswegen hier meine Frage nach der lustigsten Show, die ihr je gespielt habt.

Hmmm – also, du bist aus Deutschland – und ich habe gerade meine St.Pauli-Mütze auf. Wir haben  beim Reeperbahn Festival gespielt, und auch ein paar befreundete Bands waren da. Ich bin zum St.Pauli-Fanshop gegangen, ich kaufte mir die Mütze und ich schaute unseren Freunden beim Konzert zu – aber als wir dann zurück zu unserem Auftrittsort gingen, mussten wir feststellen, dass all unser Geld im Backstageraum geklaut worden war.

Ach nööö!

Tja. Ich fuhr nach Hamburg, und alles, was ich davon hatte, war eine St. Pauli-Mütze. Tja, das war nicht wirklich witzig. Aber heute können wir drüber lachen. Ich mag Hamburg trotzdem noch. Die Stadt ist super.

Ihr habt die Show dafür mit ganz besonders viel Druck gespielt.

Das stimmt, das war eine wirklich aggressive Show.

St. Pauli spielt nächstes Wochenende gegen das Team, das ich unterstützte – den TSV 1860. 

Au, cool. Unser Drummer ist halber Deutscher. Er spricht deutsch und er ist Anhänger von Borussia Dortmund. Wir haben also schon eine Verbindung nach Deutschland.

So, jetzt bin ich durch mit meinen Fragen. Aber die Uhr zeigt mir noch zwei Minuten. Haben wir noch was vergessen, was wir noch zum Album sagen können?

Tja, was haben wir vergessen… naja, es erscheint am 24. März, wir werden wohl noch eine weitere Single veröffentlichen, und ich bin echt gespannt.

Tja, ich wünsche euch alles Gute! Wie gesagt, mir gefällt die Platte und ich bin happy, dass ihr eine der Bands seid, die auch was aussagen. Solche Bands muss es immer geben und ich freue mich, dass ihr die Rolle einnehmt.

Danke, Mann. Das weiss ich zu schätzen. Mir geht’s auch so und ich hoffe, dass wir niemand enttäuschen.

Tja, dann hoffe ich, dass eure Tour euch auch nach München führen wird.

Das hoffe ich auch! Wir waren letztes Jahr schon mal in München und ich habe einen guten Freund in München, dann kann ich den besuchen.

Ach, ihr wart schon mal hier? Als Support? Ich habe das gar nicht mitgekriegt.

Wir spielten beim PULS Festival. Wir wollen aber gerne noch mal wieder kommen und unser eigenes Konzert spielen.

Aber das Puls Festival ist eine gute Adresse. Ich konnte letztes Mal leider nicht kommen, irgendwas anderes war…

Ja, es war wirklich prima.

Also, dann hoffe ich, dass ich das nächste Konzert mitbekomme! Vielen Dank und viel Erfolg dem Album, Cheers!

Danke, Cheers!

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