Interview: Johnossi

johnossi-headerJetzt geht’s los. Nach der scheinbar ewigen Winterpause der Plattenfirmen ist der kommende Freitag (17.02.) ein Datum, an dem wir mit neuen Releases regelrecht überhäuft werden. Eine davon ist das fünfte Album von Johnossi. Die zwei Stockholmer haben auf „Blood Jungle“ mal alles kräftig durchgeschüttelt. Nicht nur, weil sie das nur-Drums-Gitarre-und-Stimme-Ding inzwischen endgültig hinter sich gelassen haben, auch ein neues Producerteam und Co-Autoren haben Einlass in ihre Welt gefunden. Was Ossi dazu zu erzählen hat, erfahrt ihr, indem ihr klickt…

 

So, wie habt ihr die Zeit verbracht seit „Transitions“?

Oh, es war fürchterlich. Es war scheisse.

blood-jungle-johnossiAch, war das so?

Ja. Wir waren depressiv und notgeil – aber notgeil, ohne dass wir Sex abkriegten.

Das ist ein Witz jetzt, oder meinst du das ernst?

Naja, haha, teils Witz, ein bisschen wahr. Nun gut, es ist jetzt dreieinhalb Jahre her seit der letzten Platte. Das erste Jahr haben wir alles recht locker genommen, uns Zeit gegönnt. Dann haben wir uns wieder an die Arbeit am neuen Album gemacht, wir saßen also schon ganz schön lange dran.

Verstehe.

Jetzt brauche ich eigentlich schon wieder Urlaub.

Von wegen! Jetzt geht’s erst los! Erst die Album-VÖ und dann auf Tour! Kein Urlaub für Euch!

Haha, das ist das Problem mit diesem Job. Wenn du die eine Sache erledigt hast, kommt die andere dran.

Als großer Unterschied zur letzten Platte fällt natürlich erst mal ins Auge: Diesmal habt ihr einem Popduo (Astma und Rocwell von NONONO) die Producer-Aufgabe übertragen. Wie hat sich das ergeben, und was haben die zwei anders gemacht als eure früheren Rock-Produzenten?

Also, alles war extrem anders. Aber das wollten wir ja auch. Wir wollten raus aus unserer Komfortzone. Wir wollten dafür sorgen, dass wir mal einen anderen Sound kriegen, etwas, das uns raus reisst aus diesem reinen Gitarre/Drums/Punk Rock-Ding.

Verstehe.

Das war also das, was wir gesucht haben, als es darum ging, die Producer zu picken. Wir landeten dann bei Astma & Rocwell, die eigentlich aus der Welt des Urban Pop und des HipHop kommen. Aber für die zwei war diese Paarung ja genauso eine Herausforderung. Sie mussten durch uns erst mal lernen, wie man Rockmusik aufnimmt. Sie mussten lernen, diese Kontrolle, die sie sonst über alles haben, mal fallen zu lassen.

Wenn man die erste neue Single „Air Is Free“ hört, fällt es gleich auf: Bläser! 

Ja, genau!

Und Chöre! Also nicht mehr nur John + Ossi!

Na, das ist ja schon länger so. Seit „Mavericks“ haben wir neue Elemente mit aufgenommen und seit „Transitions“ ist ein Keyboarder bei uns mit dabei. Wir sahen das so: Was immer ein Song benötigte, das sollte er auch kriegen. Bei „Air Is Free“, da stand eben diese Idee im Raum, Bläser einzusetzen. Und im Verlaufe der Aufnahmen arbeiteten wir mit den Background-Sängerinnen, die man auf dem Album hört, sie sind Schwestern. Da kam dann die Idee auf, dass sie auf „Air Is Free“ die Melodien der Gitarre mitsingen sollten. Das klang dann super, das war inspirierend. Ich weiss, für einen OldSchool-Johnossi-Fan ist das vielleicht ein bisschen viel auf einmal. Aber das ist nun mal, wo wir heute angekommen sind. Wir machen, was wir wollen.

Dann spiele ich doch mal eben einen puristischen Johnossi-Fan, der sagt: „Hey! Johnossi hat gefälligst properer Rock’n’Roll zu sein!“

Dann sage ich einfach: „Nö. Muss es nicht. Wir können tun, was wir wollen!“ Das ist aber das Problem, oder? Manchmal wollen die Leute, dass man seine Musik nach ihren Wünschen schreibt – aber als Musiker kannst du die Musik immer nur für dich selbst machen. Also klar, wir könnten schon hergehen und eine Platte machen, die genau das wäre, was viele Fans von uns hören wollen. Aber das würde sich nicht richtig anfühlen und WIR sind diejenigen, die danach mit der Platte auf Tour gehen und die Lieder jeden Abend spielen sollen. Dadurch, dass wir als letzte Platte „Transitions“ gemacht haben, haben wir quasi ausgeschlossen, dass der Nachfolger wieder ein straightes Rockalbum werden würde. Was als nächstes kommt, keine Ahnung – aber diesmal musste es halt dieses Album sein, weil das der Sound war, zu dem wir inspiriert wurden, und wo unsere Köpfe sich befanden.

Neu ist auch: Auf dieser Platte habt ihr Songs mit Co-Autoren geschrieben.

Stimmt!

Manche Leute finden das ja suspekt. Wobei ich denke: So jemand wir Patrik Berger hat ja mit sehr respektierten Leuten gearbeitet, Robyn oder Markus Krunegård zum Beispiel, der hat also zweifellos was drauf. Zwei Fragen dazu: Erstens, wie leicht ist es für euch, euch anderen Songwritern gegenüber zu öffnen – schließlich habt ihr lange Zeit alles nur zu zweit gemacht. Zweite Frage: Was haben diese neuen Songwriter eingebracht? Was habt ihr gelernt, wenn man so will? 

Also, zur ersten Frage: Zuallererst mal sind das ja Leute, mit denen wir befreundet sind. Es ist nicht so, dass da ein Anruf kommt und jemand sagt: „Wollt ihr mal mit diesen Leuten schreiben?“ Es sind Kollaborationen, die oft mehr oder weniger aus Zufall passierten. Zu Frage zwei: Also, wenn man eine Session hat, dann ist immer die Chemie, die herrscht, sehr wichtig. Ich glaube, diese Chemie, die hat gestimmt. Weil wir eben mit Freunden gearbeitet haben. So war das kein Problem. Es war auch so, in quasi jeder dieser Sessions gab es bereits von Anfang an die Idee für einen Song. Und wenn man eine Grundidee hat, dann arbeitet man an dieser, da gibt es dann keinen Unterschied. Für John und mich hat es sich jetzt nicht anders angefühlt, als sonst, wenn wir einen Song nur zu zweit geschrieben haben. Also war’s ein großer Spaß, wir haben viel gelernt, aber die anderen Jungs haben auch viel gelernt – und die Ergebnisse sind umwerfend, finde ich.

Kannst du mir ein Beispiel geben für einen Song oder einen Moment, der auf der neuen Platte ist, von dem du sagen würdest: „Auf einer früheren Johnossi-Platte wäre das undenkbar gewesen!“

Oh, das ist jetzt echt schwer zu sagen. Viele Songs hätten halt anders geklungen, klar, das aber hat mehr damit zu tun, dass Asthma und Rocwell das Ganze produziert haben. Bestimmte Elemente, bestimmte Sounds, ihr Interesse, mehr Betonung auf die Beats zu legen, solche Dinge. Was das Songwriting angeht, ist es schwer, zu bestimmen. Aber vom Sound her haben Astma & Rocwell eine Menge bei dieser Platte ausgemacht.

Zum Beispiel der Song „Kiddo“ mit seiner gepfiffenen Hookline – das ist für mich ein Pop-Element in eurem Rock-Environment. Ne interessante Kombination.

Ja, genau, hehe! Das Pfeifen war aber sogar Johns Idee, das war von vornherein Teil des Songs. Aber solche Dinge passieren auf diesem Album die ganze Zeit.

Jetzt wird es auch Leute geben, die behaupten werden: Ihr habt mit Kommerz-Songwritern gearbeitet, weil ihr den kommerziellen Aspekt eurer Musik pushen wolltet. Was würdet ihr so jemandem sagen?

Äääh – ich würde sagen – vielleicht hast du ja Recht?!

Hehe.

Es ist doch so: Leute, die etwas dran aussetzen, wird es immer geben. Für uns geht es nur darum, den für den Zeitraum richtigen Weg zu finden, um ein Album zu machen. Und wir haben immer schon versucht, diesen Prozess stetig zu verändern. Diese Veränderungen waren manchmal nur klein, aber sie waren da. Diesmal haben wir sicher den größten Sprung gewagt, was das angeht. Wir haben uns zum Beispiel gleich am Anfang gesagt: „Wir verbringen diesmal keine Zeit im Proberaum.“

Das heisst, ihr habt die Songs von Null im Studio erarbeitet?

Nein, das nicht, aber wir haben auf unseren Computern geschrieben. Midis, Gitarren und so weiter. Wir haben uns dann die Files zugeschickt. Jetzt ist das Album fertig und es sind Songs darauf, die wir noch kein einziges Mal so richtig gespielt haben. Will sagen: Klar, wir haben die Parts eingespielt bei den Aufnahmen, aber wir haben den Song noch nicht ein mal zusammen live performt. Da sind diesmal wirklich ein paar Dinge ganz anders als beim letzten Mal, aber wir wollen das so. Wir wollen die Sachen von verschiedenen Seiten angehen, damit es nicht immer das Gleiche ist.

Die Platte heisst „Blood Jungle“

Ja!

Für was mag das stehen? Ich habe zwei Interpretationen, die mir in den Sinn kamen, okay?

Alles klar.

Erstens: Bei „Blood Jungle“ denke ich an „Apocalypse Now“ oder einen ähnlichen Kriegsfilm, der im Dschungel spielt. 

Mm-Hm.

Zweitens: Ich musste an eine Familie denken. In vielen Familien herrschen Konflikte, aber gleichzeitig ist man quasi in der Familie verfangen. Man hat das gemeinsame Blut, man kann da nicht mal eben raus. Tja, das also waren meine erste Assoziationen.

Das gefällt mir gut. Also klar, das Blut könnte einfach nur Blut sein und der Dschungel einfach nur ein Dschungel. Aber auch ich mache mir Gedanken über diese Wörter. Für mich könnte es eine direkte Verbindung zur Musik haben: Das Blut pulsiert rhythmisch. Die Wurzeln vom Dschungel wiederum graben immer tiefer in die Erde – sie graben ins Persönliche, ins Leben derer, die die Musik machen. Für mich ist es einfach ein Bild, in das man viel hinein interpretieren kann.

Ein anderer Song, zu dem ich Assoziationen habe, ist „Tall Dark Man“.

Ok, leg los!

Erste Interpretation: Der Tod. John will im Text „nicht auf den Tall Dark Man warten“, er will also sein Leben nicht nur auf den Tod warten, sondern etwas erleben, er will etwas reissen.

Aber zweitens kenne ich ja die Geschichte, dass John mal eine Wahrsagerin getroffen hat, die ihm viele Dinge prophezeit hat, wovon einiges eintrat. Angeblich sagte sie auch, er werde „einen großen dunklen Mann“ treffen.

Doch, das ist wahr!

Ich war mir im Nachhinein nicht sicher, ob du mich da auf den Arm genommen hast. Ist es nicht ein Klischee, dass Wahrsagerinnen sagen: „Du wirst einen großen dunklen Fremden treffen“? 

Hahaha! Woher weisst du das denn mit der Wahrsagerin?

johnossi-kleinerDas hast du mir mal erzählt, irgendwann mal in einem Gespräch.

Sieh an. Ich habe neulich erst mit John wieder drüber geredet, und er hatte keine Erinnerung mehr daran – aber dabei war er doch der, dem diese Geschichte von der Wahrsagerin erzählt worden ist! Aber ich war der, der immer wieder daran denken musste. Als er dann im Studio sang „I’m just hanging around, waiting for the tall dark man“, da dachte ich auch, dass er von dieser Geschichte sprach. Echt cool. Auch ein cooler Songtitel. Also, für mich hat der Tall Dark Man nichts mit dem Tod zu tun, aber jetzt wo du’s sagst, vielleicht müssen wir ja sterben, durch den Tall Dark Man.

Wie jetzt – Sterben müssen wir alle – also meinst du, ihr müsst bald sterben?

Ich weiss nicht! Ich meine, es ist schon nervig, rum zu sitzen und auf etwas zu warten, und man weiss nicht, was es ist. Ich meine, als wir jünger waren, als wir vor allem Videospiele zockten und kifften, da hingen wir rum und warteten, dass etwas passierte. Als käme plötzlich ein Anruf a la: „Hey, ihr habt im Lotto gewonnen!“ oder „Hey, ihr könnt auf diese Reise gehen!“ oder „Hey, wollt ihr in unserer Band spielen?“ Damals saßen wir nur rum und warteten, dass irgendjemand von außen kommen würde und unsere Situation verändern würde. Vielleicht steckt das auch irgendwie drin. Aber der Song gefällt dir?

Doch, das ganze Album gefällt mir. Auch wenn ich mich in die Veränderungen erst mal reinhören musste. Aber wenn man die Songs dann ein paar mal gehört hat, findet man sich rein. Ich glaube, „Weak Spots“ ist gerade mein Favorit.

Oh ja! Das ist ein Song, der echt auf einem satten Riff basiert. Ein cooler Song.

Er hat nicht nur ein cooles Riff, sondern auch eine Melodie, die ins Ohr geht. Das ist ein Song, der diese Rock/Pop-Kombi sehr auf den Punkt bringt. 

Ja, kommt hin. John hatte dieses Riff schon länger, und als er es Carl vorgespielt hat, stand der total drauf. Eigentlich arbeiteten sie gerade an was ganz anderem, aber statt dessen steigerten sie sich dann voll in diesen Song rein. Später trafen wir uns dann alle im Studio und schlossen den Song gemeinsam ab. Es ist aber echt das Riff, von dem dieser Song lebt. Das hat echte Power, es bleibt im Ohr hängen, es ist catchy, es ist alles.

Ich bin jetzt noch nicht wirklich dazu gekommen, auf die Texte zu achten. Aber laut Plattenfirmen-Info geht es auch um „Gewalt, Rassismus und leere Politik“. Kannst du mir die eine oder andere Zeile geben, die das behandelt? Ich find’s gut, dass Politik zurück in den Rock findet. Zu lange haben Bands gesagt „Oh, wir sind nicht politisch!“  

Tja, wir waren da ja nicht anders. Bisher haben wir die Politik ja ganz aus unseren Texten heraus gehalten. Aber – also, was jetzt mich angeht – der Song „Hands“ hat für mich eine politische Bedeutung, es geht um Gewalt durch die Polizei, generell geht es um „Bullies“, um Stärkere, die die Schwächeren unterdrücken.

Auf der ganzen Welt ist ja rechtes Gedankengut leider auf dem Vormarsch – auch in Schweden. Ich sehe das und kann es nicht fassen: Wie können Leute auf solche Ideen reinfallen? Ist das was, worüber ihr schreibt?

Hmm, also John ist ja der, der die Texte schreibt, und ich werde ihm nicht die Themen vorgeben. Ihm fliegen die Texte regelrecht zu, und sie kommen aus dem Nichts. Es ist nicht so, dass er vorher plant, einen politischen Song zu schreiben. Deswegen mag ich „Hands“, denn das ist einfach so bei uns gelandet! Es behandelt eine wichtige Frage, das hat mich gefreut.

Okay. Inzwischen gibt es euch schon recht lange – euer Debüt ist inzwischen über zehn Jahre alt! Denkst du da manchmal drüber nach? Habt ihr euch damals vorstellen können, was letztlich aus Johnossi werden würde?

Ich muss sagen, ich denke da nicht drüber nach. Diese zehn Jahre fühlen sich nicht wie zehn Jahre an, sie sind regelrecht an uns vorbei gerauscht. Vor allem, wenn man arbeitet, im Studio oder auf Tour. Und je älter man wird, umso schneller scheint die Zeit zu vergehen. Das geht dir sicher auch so. Naja, heute denke ich vielleicht schon manchmal darüber nach, was wir alles erlebt und erreicht haben, und man versucht, das mal zusammen zu fassen, ich weiss gar nicht warum. Soll ich dir was sagen? Ich fange an, wirklich stolz auf Johnossi zu sein. Darüber, was wir erreicht haben in diesem sonderbaren Business, in dem wir uns da bewegen. Aber wir haben es geschafft, kreativ zu bleiben und dabei genau das zu tun, was wir wollen. Wir spielen, was wir wollen und trotzdem kommen eine Menge Leute zu unseren Shows. Darüber denke ich heute öfter nach als früher.

Haben sich in den zehn Jahren auch eure irgendwie Ziele verändert? Ihr seid jetzt ja auf einem anderen Level, ihr wisst heute, ihr werdet auch gehört, wenn ihr ein neues Album macht.

Naja, unsere Agenda hat sich in dem Sinne nicht geändert. Wir wollten immer etwas Neues machen oder erleben. Ob es jetzt darum ging, ein neues Land zu bereisen, ein neues Album zu schreiben oder überhaupt Dinge anders anzugehen. Was natürlich immer der Kern des Ganzen war und bleiben wird, das sind unsere Liveshows. Das ist unsere Homebase, sozusagen, die Bühne. Hmm, jetzt habe ich glaube ich deine Frage vergessen.

Naja, die Frage war ja auch ein bisschen vage. Was ist das denn auch Ziel von jemandem, der einen Song schreibt? Man will was ausdrücken, man will beim Hörer was erreichen. Aber das könnte sich ja innerhalb von zehn Jahren etwas verändert haben.

Also, es gibt eine Sache, die war und immer schon wichtig und die wird uns trotzdem heute noch wichtiger als je zuvor: Dass das, was wie machen, von uns selbst, aus unserem Innern kommt. Ich weiss, das haben wir früher schon gesagt, aber ich glaube, mir ist über die Jahre erst klar geworden, wie wichtig das wirklich ist. Denn in dem Moment, in dem du versuchst, die Musik nicht für dich, sondern für jemand anderen zu schrieben, wird es schwierig. Das wird nicht klappen, daran wirst du zugrunde gehen, letztlich. Denn das ist unmöglich. Man kann nicht kreativ sein für jemand anderen, verstehst du?

Ich denke schon, ja.
Sag mal, ist es möglich, dass ihr jetzt auch außerhalb Skandinaviens und dem D/A/CH-Markt stärker wahrgenommen werdet? Ich war neulich zufällig auf der Webseite eines UK-Senders und da wurde über „Air Is Free“ als Neuvorstellung geschrieben. Es war kein großer Artikel, aber andererseits hat man euch auf der Insel lange komplett ignoriert. Auch so eine kleine Meldung schien mir zu zeigen: Hoppla, da passiert jetzt vielleicht etwas mehr. 

Es ist tatsächlich so, dass zu dieser neuen Platte spürbar mehr Interesse aus England kommt. Das wird unser nächstes großes Abenteuer – endlich mal in England wirklich eine richtige Veröffentlichung zu bekommen und auch eine richtige Tour dort zu spielen. Das Gleiche gilt für die US – wobei das natürlich ein so großes Land gibt, dass man nie sagen kann, was passiert. Also, es gibt Pläne, und wir sind bereit, loszulegen. Aber was tatsächlich passiert, das weiss man erst, wenn es wirklich los geht. So war’s noch immer. Aber es gibt große Pläne.

Na, das klingt spannend. So, jetzt wird man uns bald unterbrechen. Deswegen als letzte Frage noch mal was außerhalb der Musik. Ich weiss ja, dass ihr zwei gerne auch als Kumpels Dinge unternehmt, die nichts mit Musik zu tun haben. Ich weiss, dass ihr Skydiving gegangen seid, zum Beispiel. Deswegen die Frage: Habt ihr in letzter Zeit mal wieder ein solches gemeinsames Johnossi-Abenteuer unternommen? 

Stimmt, das machen wir manchmal. In Peru waren wir zum Beispiel, im Dschungel. Das war nach „Transitions“. Wobei wir während den Aufnahmen nichts dergleichen unternommen haben, da haben wir nur konzentriert an der Platte gearbeitet, ein volles Jahr. Das war quasi unser Abenteuer zu Hause.

Aber von Peru kannst du doch erzählen. Wenn ich das höre, muss ich daran denken, dass manche Trainer ihre Fußballmannschaften zum gemeinsamen Kajakfahren schicken, so als Teambuildung Experience. Wenn Johnossi solche Touren machen, kommt das dem nahe, oder?

Haha, schon irgendwie.

Wobei ihr euch natürlich wirklich lange genug kennt, um solche Trips nicht mehr fürs Bonding unternehmen zu müssen.

Richtig.

johnossi-2016-cms-source-3Vielleicht solltet ihr mal die Producer mitnehmen. haha.

Ha, genau! Also, vor zwei, drei Jahren waren wir in Peru, im richtig tiefen Dschungel, am Amazonas. Wir hingen mit Schamanen ab und unser Speiseplan bestand hauptsächlich aus Ayahuasca, sozusagen. Das war also ziemlich special.

Aha – und, hat das dann zu besonderen Songs geführt?

Hmm, ich weiss nicht, das musst du wohl John fragen. Aber es hatte auf jeden Fall Auswirkungen auf unser Leben und auf unsere Freundschaft.

So, meine halbe Stunde ist um.

Danke, war super, wieder mit dir zu sprechen.

Danke gleichfalls, ich freue mich auf eure Tour im März!

Genau, München im März! Du bist am Start, ja?

Klar! 

Na dann bis im März!

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