Meine Alben 2016, Pt.2 (25-21)

header-2016-21-suedeEine große Einleitung ist nicht notwendig, oder? Ich komme zu Teil 2 meiner (extrem subjektiven) Liste der Best Ditches-Lieblingsalben des Jahres 2016. Es geht hier nun um Rang 25 bis 21.

Suede_Night_Thoughts25. Suede – „Night Thoughts“

Es ist immer so eine Sache mit Band-Reunions. Klar, man möchte noch mal die Lieblingslieder hören und freut sich, wenn alte Favoriten wieder zusammen finden. Klar, wenn die alten Favoriten ihre Wiedervereinigung auch künstlerisch rechtfertigen wollen, muss man ihnen das zugestehen, auch eine neue Platte zu machen. Meistens reicht sie nicht an alte Höhepunkte heran. Meistens besteht an einer zweiten Platte nach einer Reunion kein Interesse.

Umso bemerkenswerter ist es dann, wenn eine Band zwei Jahrzehnte nach ihren größten Erfolgen immer noch was zu sagen hat. Auf „Night Thoughts“ erkennt man, dass Suede voll ihren Groove zurück haben. Die Platte ist kein Abklatsch ihrer früheren Höhepunkte, sondern eine konsequente Weiterführung ihres Schaffens. Suede stehen immer noch für das, für das sie in den frühen 90s standen, aber halt nicht mehr als junge Dandys, sondern als gestandene Typen und Familienväter.

Meine komplette Rezi zu der Platte noch mal HIER

BB_Digi_2400x240024. Blaue Blume – „Syzygy“

„Eine Band, die ihren ganz eigenen Sound vorweisen kann, die sich bereits in ihrem eigenen Referenzsystem bewegt und die fähig ist, wirklich himmlische Musik zu machen“ so beschrieb ich die vier Kopenhagener Blaue Blume im Februar, als ihr Debütalbum erschien. Makellos war sie nicht, diese Platte. Sie hatte Stellen, da zog sie sich zäh wie Kaugummi. Aber das wurde letztlich wettgemacht von den Momenten, in denen diese Band abhob und zauberhafte Schwerelosigkeit vertonte.

summer Flake Hello Friends23. Summer Flake – „Hello Friends“

Ach, es macht so viel Spaß, nichtsahnend auf Bands zu stoßen. Summer Flake aus Adelaide zum Beispiel. Zufällig gefunden, sofort verliebt. „Hello Friends“ ist das zweite Album vom Trio um Songwriterin Steph Crase – eine herrlich stoische, unbemühte, angenehme Platte. Postgrungiges Songwriting, ohne Schnickschnack, stimmig lo-fi umgesetzt und dabei voller Stärken.

Ich schrieb im April: „Stephs Gitarrespiel hat Persönlichkeit, es ist subtil und schummrig. Sie kann Noise entfachen, wenn sie will, aber tut das nur in der Ausnahme. Lieber dehnt sie die Töne mit dem Tremolo-Arm, was ihren Tönen dann eine gewisse Shoegaziness mitgibt. Ich finde, ihr Spiel hat eine sehr unaufgeregte Note – es strahlt diese Ausgeglichenheit aus, die Teenage Fanclub ihrem Sound mitgeben können, selbst wenn sie inmitten vom Feedback stehen.“

You're Dreaming22. The Cactus Blossoms – „You’re Dreaming“

„Nur das fehlende Knistern und Knacken einer Vinyl-Scheibe verrät, dass ‚You’re Dreaming‘ eine Platte aus dem Jahr 2016, nicht etwa 1959 ist“ schrieb ich im Januar.

Mir ist klar, man kann es auch unoriginell finden, wenn eine Band sich darüber definiert, dass sie einen speziellen Sound/Style der Vergangenheit sehr präzise nachbaut. Aber im Falle des Brüderpaars aus St.Paul, Minnesota, gehören sowohl spezifischer Geschmack als auch echtes Können dazu. Die beiden widmen sich dem klassischen Sound der Everly Brothers und Lovin Brothers – ein Stil, der nun wirklich nicht von vielen Acts bedient wird. Vor allem: The Cactus Blossoms schreiben Songs, die stark genug sind, um als Originale aus der Ära durchzugehen.

KyleCraftLP_Jacket_Cover21. Kyle Craft – „Dolls Of Highland“

Und deswegen liebe ich Sub Pop: Das Label aus Seattle ist seinen Grunge-Wurzeln immer treu geblieben, aber dennoch längst ein Talent-Magnet weit über alle Genregrenzen. Wo haben die Kyle Craft wieder ausgegraben? Diesen derangierten Voodoo-Bowie? Das Solodebüt des Ex-Sängers der Band Gashcat aus Shreveport, Louisiana, ist ein satt eingekochtes Gumbo aus Glamrock, 70s-Singer/Songwriter-tum, Cabaret und Swamp-Goth-Folk. Eine überdrehte Platte voll schriller Ohrwürmer. Hier noch mal meine Rezi aus dem April…

Hier geht’s zu Platz 30-26.
In Kürze geht’s hier weiter mit Platz 20-16.

Interessieren Euch meine Listen von 2015 bzw 2014?
2015: (30-21) (20-11) (10-6) (5-1)
2014: (25-21) (20-16) (15 -11) (10-6) (5-1)

… und wie versprochen die zur Liste gehörige Spotify-Playlist, die ich mit jedem folgenden Artikel erweitern werde.

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