Interview: Skinny Lister

skinny-lister-headerFreitag erscheint „The Devil, The Heart, The Fight“, das neue Album der fröhlichen Folk-Indie-Radaubrüder (und -Schwester) Skinny Lister. Das Sextett ist eine Band, die ich besonders live sehr gerne erlebe. Ihr Debüt hat mir einen Riesenspaß gemacht, die zweite Platte lief bei mir seltener, aber jetzt zur Dritten habe ich die Gelegenheit gerne ergriffen, mal wieder ein Interview zu führen. Am Telefon: Sängerin und Rum-Buddel-im-Publikum-Ausschenkerin Lorna Thomas.

skinny-lister-coverHallo, hier spricht Lorna!

Hallo, Henning hier, von piranha aus Deutschland.

Hi Henning, hörst du mich gut?

Sehr gut. Wie ist das bei dir?

Ja, exzellent.

Wie geht’s dir denn?

Prima! Ich ruhe mich gerade aus an der Küste und freue mich über die letzten Sommertage.

An der Küste?

Ja, wir leben jetzt an der Südküste. Heute ist vermutlich einer der letzten Tage mit blauem Himmel. Es ist schön hier.

Ich dachte immer, Skinny Lister wäre eine Londoner Band. Aber jetzt hat es euch doch letztendlich ans Meer gezogen?

Tja, wir konnten es uns in London nicht mehr leisten, als wir zur Vollzeitband geworden sind. Wir haben dort lange gelebt. Jetzt sind wir immer noch oft in London.

Wo genau lebt ihr denn?

Es heißt Hastings, es liegt ungefähr eineinhalb Stunden außerhalb Londons im Süden. Das heißt, man ist recht schnell in London, morgen sind wir wieder da. Aber weil wir ja jetzt dauernd auf Tournee sind, macht es keinen Sinn, dort weiter zu wohnen. Die Mieten in London sind einfach nicht zu rechtfertigen.

Mir geht’s ja so: Ich würde in London gar nicht leben wollen. Für ein paar Tage Urlaub finde ich es okay, aber dort leben, das wäre nichts für mich. Zu hektisch. Eure Musik hat doch auch was Shanty-mäßiges, da gehört ihr doch eh ans Meer, oder?

Hahaha, gutes Argument. Aber ich vermisse London sehr. Vorgestern waren wir erst wieder da. Wir sind kilometerweit zu Fuß gelaufen, von Meeting zu Meeting. Ich habe es total geliebt. Aber ich kann mir nicht leisten, dort zu leben, hier an der See ist es auch schön, und wir haben ein Meer-Element in unserem Sound – es fühlt sich nicht so an, als wäre es nicht unser Zuhause.

Aber ich dachte, ihr kommt alle vom Land? Ich habe Dan vor dem ersten Album interviewt, und ich weiss also, dass er aus dem Küstenort Bridlington kommt. 

Ja, das stimmt. Mule, unser E-Gitarrist kommt auch von der Küste, direkt aus Hastings sogar. Unser Bassist Michael stammt aus Hawaii, der ist praktisch in der See groß geworden. Tom schließlich lebt in Brighton, also auch am Meer. Aber ich und mein Bruder Maxwell, wir kommen aus genau dem Ort in England, der von der Küste am weitesten entfernt liegt – wir sind aus Leicester. Für mich ist es also neu am Meer. Aber es ist schön.

skinny-lister-zu-sechstIch habe ja erwähnt, dass ich Dan vor dem ersten Album gesprochen habe. Seitdem ist einiges passiert, oder? Ein paar Bandmitglieder sind ausgestiegen und zurück gekommen… 

Du hast mit ihm gesprochen, als „Forge & Flagon“ erschien?

Im Vorfeld, ja.

Okay, cool. Ja, da ist so einiges passiert. Also, wir waren gut beschäftigt seitdem. Es ist ein seltener Moment, dass wir gerade mal zu Hause sind. Aber eigentlich ist auch das nur Vorbereitung für die nächste Tournee. Wir tourten mit Frank Turner, so lange, dass es sich anfühlte wie ein Leben lang – aber ein schönes Leben. Wir tourten mit ihm durch ganz Europa… ja, wir hatten einen guten Lauf. Und jetzt stehen wir vorm dritten Album, um das alles noch mal zu tun, aber diesmal mit unseren eigenen Shows.

Wenn ich die drei Alben vergleiche, sehe ich das so: Auf dem zweiten Album habt ihr einen Drummer an Bord geholt, das war der Hauptunterschied zum ersten Album. Auch hat auf dem zweiten Album die Gitarre übers Akkordeon dominiert. Auf dem dritten Album sind die Drums wie gehabt, aber es scheint es mir so zu sein, dass das Akkordeon sich die Macht zurück erkämpft. Das also ist mein vereinfachter Überblick über eure Platten.

Ja, da stimme ich zu. Es hängt natürlich auch immer mit den Produzenten zusammen, mit denen man arbeitet, da hat jeder seine Vorstellung. Aber stimmt, das erste Album war sehr ländlich. Da tourten wir auch durch englische Felder, spielten Festivals in Wales und Schottland. Wir hatten keinen Drummer und alles klang sehr locker. Wir haben dann den Drummer mit aufgenommen, als wir die Vans Warped Tour gespielt haben – und damit wurde auch die Gitarre rockiger. Damals waren wir auch viel mit Flogging Molly und den Dropkick Murphys unterwegs, was uns natürlich beeinflusst hat. Unsere Songs haben sich vom Folk weg bewegt – aber diese Wurzeln wollten wir auf keinen Fall verlieren. Deswegen haben wir das Akkordeon auf der dritten Platte wieder auf eine höhere Stufe gestellt. Ein paar der neuen Songs sind ja durchaus ganz anders als unsere ersten Lieder, deswegen wollten wir sicherstellen, dass unsere Fingerabdrücke darauf noch zu sehen sind.

Du hast eure Tour mit Frank Turner erwähnt – und ich finde auch, dass man durchaus einen Frank Turner-Einfluss auf der neuen Platte hört. Als ich damals hörte, dass ihr gemeinsam tourt, dachte ich mir schon: „Ja, das kann funktionieren – wenn ihr euren Sound ein wenig an sein Publikum anpasst, geht es bestimmt ab.“ Ich meine, ihr habt ja schon sehr verschiedene Künstler supportet. Ihr habt auch schon vor Boy George gespielt – und ich denke mir: Wenn ihr vor dessen Publikum spielt, spielt ihr eure Songs vermutlich anders, als wenn ihr sie für das Publikum von Frank Turner spielt.

Ach, das würde ich gar nicht mal unbedingt sagen. Ich meine, klar, wenn wir mit einer härteren Band spielen – zum Beispiel, als wir auf der Warped Tour mit unterwegs waren – da schneiden wir unseren Sound natürlich etwas auf die Leute zu. Wenn man auf der Bühne steht, auf der nach einem, sagen wir mal, Chelsea Grin spielen, dann haut man mehr rein. Was Frank Turner angeht: Wenn man eine andere Band Monate lang live sieht, weil man zusammen unterwegs ist – zumal Frank Turner ja auch noch echt Spitze ist – dann, denke ich, passiert es zwangsweise, dass etwas davon abfärbt. Außerdem haben wir das Album zusammen gestellt, als wir gerade mit ihm auf Tour waren. Tagsüber waren wir in Proberäumen und abends waren wir auf den Konzerten – da ist es unvermeidlich, dass was hängenbleibt. Beim zweiten Album war es ja nicht anders. Das schrieben wir und stellten wir zusammen, als wir mit Flogging Molly und den Dropkicks abhingen. Dazu kommt: Wir haben auch mit den ihren Producern gearbeitet. Die hatten sich angeboten, als es ins Studio ging. Genauso haben wir jetzt mit einem von Franks Producern gearbeitet. Letztlich wird das alles dazu führen, dass der Sound ein bisschen von Frank beeinflusst ist, ja.

skinny-lister-2Das Album heisst „The Devil, The Heart, The Fight“. Klingt mysteriös! Was steckt dahinter?

Mysteriös! Das gefällt mir. Wir haben auch lange genug nach einem Titel gesucht. Wir finden einfach, dieser Titel fasst die verschiedenen Elemente auf dem Album gut zusammen. The Devil: Jeder von uns hat seine teuflische Seite. The Fight, das muss ja keine Gewalt sein, das kann auch einfach der tägliche Kampf sein, weiter zu machen. The Heart erklärt sich von selbst, man muss das lieben, was man tut, dann passt alles.

Die aktuelle Single ist „Geordie Lad“. Dan singt, heisst das, er hat auch den Text geschrieben? Und wenn du singst, kommt der Text dann von dir?

Also, Dan schreibt normalerweise die Texte und die Melodien, und wir alle machen dann gemeinsam die Instrumentierung. Aber das Songskelett ist immer von ihm. Dan hat also auch diesen Song geschrieben. Er geht über unseren alten Bassisten. Der kam aus Newcastle, und Leute aus Newcastle nennt man Geordies. Er sang auch immer ein Lied namens „Geordie Hinny“, das ist ein alter Folksong. Es geht um unseren alten Bassisten und darum, dass wir uns fragen, wie es ihm wohl geht.

Und weiss er das? Hat er sich gemeldet?

Das hat er. Er hat Dan angerufen und gefragt: „Ist der song über mich?“ Und Dan sagte: „Klar, Mann!“ Ich glaube, er ist gerührt.

Das ist aber ja auch eine echt nette Geste. Ich frage immer gerne: „Was habt ihr gelernt?“ Ihr seid jetzt ja beim dritten Album, also habt ihr inzwischen sicher ganz andere Erfahrung, zum Beispiel im Studio. Vielleicht muss man sogar aufpassen, dass man nicht zu routiniert wird.

Hmm. Gute Frage. Ich glaube, ich habe viel übers Touren gelernt. Darüber, wie man sechs Leute in die gleiche Richtung bewegt. Wir haben gelernt, zusammen zu arbeiten. Es ist gar nicht so leicht, gemeinsam etwas Kreatives zu schaffen, wenn man sechs Typen hat, die alle in eine andere Richtung zerren – aber heute funktionieren wir als Band wirklich gut, glaube ich. Was Routine angeht – im Studio ist es immer anders, da ist es ein Problem. Auf Tour gibt es natürlich schon immer wiederkehrende Abläufe. Aber das ist okay, da kann man sich ganz gut eingrooven. Das ist auf Tour sogar ganz angenehm. Auf Tour weiß man, was man tut, und was die Aufgaben sind – und man hat einen Mordsspaß, die Songs für ein Publikum zu spielen, dass das zu schätzen weiss. Ansonsten gibt es immer Abwechslung. Morgen spielen wir zum Beispiel eine Last Minute-Sofa Session in London. Nächste Woche geht’s dann nach Kanada und LA, dann geht die Tour wieder weiter.

Dich juckt es wahrscheinlich wieder, endlich wieder unterwegs zu sein, oder? Ich kenne Leute, die so viel auf Tournee sind, dass sie sich gar nicht mehr wohlfühlen, wenn sie an einem festen Ort sind. Dann fehlt ihnen was.

Ich kenne das. Jeder geht damit anders um, aber wenn ich nicht auf Tour bin, brauche immer ein paar Tage, um mit mir klar zu kommen. Klar gäbe es immer Dinge, die man erledigen sollte – aber man hat keine Deadlines mehr. Es gibt keine Doors Open – Time. Es gibt keine Stagetime. Daran muss ich mich dann immer erst gewöhnen. Eine Woche, bevor es wieder los geht, stresse ich mich dann ein bisschen rein mit den Vorbereitungen – aber sobald ich auf Tour bin, ist dann alles in Ordnung. Ich bin heute mehr daran gewöhnt, auf Tour zu sein, als daheim. Aber das ist okay, denn ich sehe sehr spannende Orte, treffe spannende Leute, und das ist doch das Schönste am Leben.

Ich habe mir euren Tourplan angeschaut – 26 Dates in den USA!

Daten für Deutschland sind in Planung!

Ich wollte mich nicht beschweren – Ich wollte sagen: 26 Shows sind wirklich eine Menge. Es läuft gut für euch in den Staaten. Wundert euch das manchmal, dass euer Alte-Welt-Sound ausgerechnet in den Staaten so gut läuft?

Och… also,  was uns immer auffällt – und das gilt auch für Deutschland, da sind sich die Länder sehr ähnlich – die Leute in den USA sind sehr offen. Schwer zu beschreiben. Ich meine, bald sind wir auch wieder in England auf Tour, und sie ist teilweise schon ausverkauft, hier läuft es jetzt also auch für uns – aber es war ein echter Kampf dorthin. Aber in den USA und in Deutschland, da empfangen einen die Leute mit offenen Armen und heissen einen willkommen. Es ist auf jeden Fall spannend.

Jetzt hast du erwähnt, dass Teile eurer UK-Tour auch schon ausverkauft sind.

Richtig, ja.

Das sind ja auch keine winzigen Clubs – ihr habt also eine ordentliche Fanbase. Trotzdem, wenn man das Radio anmacht, läuft überall der gleiche Pop aus der Massenfabrikation. Werdet ihr auch gespielt? Oder werdet ihr nicht repräsentiert?

Also, natürlich würden wir uns wünschen, im Radio mehr gespielt zu werden. Aber wir wissen schon auch, wie der Markt funktioniert. Wir sind nun mal kein typischer Mainstream – aber wir sind uns als Band immer treu geblieben. Ich mag einige Sachen aus dem Mainstream, Queen zum Beispiel. Ach, Hauptsache ist, dass ich das liebe, was wir tun. Ich bin in einem Haushalt groß geworden, in dem der Pub dazu gehörte. Mein Vater hat mich als Kind immer schon mitgenommen, wenn er und seine Freunde im Pub zusammen saßen und gesungen wurde. Das alles liegt mir am Herzen. Klar würden wir gerne vor noch mehr Leuten spielen, aber da macht sich unsere Arbeit bereits bezahlt. Egal, ob wir im Radio laufen oder nicht, wir verkaufen Tickets, die Zahlen stiegen, und tja, man muss einfach weitermachen, oder? Wer weiss, eines Tages kommt vielleicht jemand, der was zu sagen hat, und entscheidet, dass wir mehr gespielt werden. Bis dahin ist es einem die Sache mit dem Radio nicht egal, aber es hält einen auch nicht zurück, es macht einen nicht wütend, man macht einfach weiter sein Ding.

Und jetzt noch mal zur US-Tour. Am 7. November seid ihr in Boston, am 9. in New York. Dazwischen, am 8. November, habt ihr einen Off-Day. Ich habe den 8. rausgeguckt, weil da die Präsidentschaftswahlen sind. Der Tag, an dem sich entscheidet, ob die Welt untergeht oder nicht. Habt ihr euch schon entschieden, wo ihr die Wahl schaut?

Also, ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, aber ich bin doch optimistisch, dass man die richtige Entscheidung treffen wird. Ach je – ich versuche einfach, nicht darüber nachzudenken. Der Gig in der Nacht davor wird unser größtes Konzert in den Staaten überhaupt, in Boston. Da werden wir einfach alles geben und dann haben wir am Tag danach vermutlich einen schlimmen Kater. Ich weiss nicht. Unser Bassist Michael Camino wird sich das bestimmt anschauen, naja, wir sicher auch. Und natürlich mache ich mir Sorgen über die Auswirkungen, die die Wahlen haben können.

Das Konzert am 9. in New York wird dann entweder in extrem ausgelassener Atmosphäre stattfinden – oder in panischer. 

Ich glaube, wir werden auf die Stimmung der Leute achten und darauf eingehen – aber bei Skinny Lister ging es immer um eins: Mit Leuten zu feiern, eine gute Zeit zu haben und mit seinen besten Freunden unterwegs zu sein. Wir werden versuchen, die Leute aufzubauen – wenn wir nicht eh feiern können.

Ich rufe ja aus München an – aber das letzte Mal konnte ich nicht kommen. Habt ihr immer noch die große Keramik-Buddel Rum, die durch’s Publikum geht?

Aber klar! Die ist unser siebtes Mitglied! Die kommt überall hin mit, ohne mag ich gar nicht auf die Bühne gehen! Ich organisiere gerade die nächste Europatour, die wird im Februar sein, dann sind wir sicher auch wieder in München, keine Sorge!

Meine Frage zur Flasche: Nach mehreren Jahren auf Tour, sagt man da nicht: „Das packe ich nicht mehr jede Nacht!“? Habt ihr keine heimliche Buddel mit Vitaminsaft? 

Hahaha, das wäre schön! Ich trinke nicht mehr so viel aus der Buddel wie früher. Aber wir nennen die Flasche unsere Gangschaltung. Wenn wir einen Gang hochschalten wollen, nehmen wir einen kräftigen Schluck. Das beunruhigende ist halt, dass es immer weniger nach gefährlichem Alkohol schmeckt, je länger man auf Tour ist. Die Flasche wird mehr und mehr zum Freund.

Damit ist meine nächste Frage schon beantwortet, nämlich ob ihr ein Ritual habt vor euren Konzerten. Das wäre dann wohl ein Schluck aus der Rum-Flasche.

Genau, ja. Aber Dan hat auch ein paar Rituale – die aber vermutlich nicht an die Öffentlichkeit gehören. Ich mache immer ein paar Aufwärmübungen für die Stimme – die aber vermutlich nicht gerade professionell sind. Manchmal streiten wir noch im letzten Moment über die Setlist, das hilft immer. Das war’s auch schon. Ein paar Dehnübungen, ein paar Drinks, und ein bisschen gute Laune. Das ist immer eine komische Zeit. Der ganze Tag vergeht wie im Fluge – aber die letzten fünf Minuten vor der Show scheinen total abzubremsen. Das ist echt verrückt. Aber gut.

Wie eine Nahtoderfahrung, haha. Dann soll doch auch die Zeit gefühlt still stehen. Wenn das ganze Leben noch mal vorm geistigen Auge vorbei zieht.  

Ja, hahaha. Aber mit einem besseren Ende, hoffentlich.

So, nun zur Abwechslung eine Frage, die mit Musik nichts zu tun hat. Ich frage dich heute: Was war die beste Speise, die ihr auf Tour entdeckt habt?

Aaaah. Wir hatten es nur ein mal, es war in Amerika – es war ein Sushi Burrito. Klingt fürchterlich, aber es war Wahnsinn. Das war irgendwo in den Südstaaten, ich weiss nicht mehr genau, wo. Aber es war de-li-zi-ös! Wir haben noch die ganze US-Tournee davon gesprochen.

Kommt das auf dieser Tour wieder auf den Speiseplan, oder weisst du nicht mehr wo das war?

Jetzt kommt es wieder auf den Speiseplan, weil du mich dran erinnert hast! Ich werde nachschauen, in welcher Stadt wir das gegessen haben, und ich werde schauen, dass wir das dort dann wieder essen! Die Tour wird uns in all unsere Lieblingsorte in den USA führen.

Und jetzt kommen wir zur Anekdote. Was war denn eure bisher verrückteste Show?

Unsere verrückteste Show – kann ich die „Flogging Molly ‚Salty Dog‘ Cruise“ nehmen? Klingt das hoffentlich nicht zu angeberisch? Aber das war einfach ein echt surreales Feeling – auf einem Kreuzfahrtschiff in den Bahamas unterwegs zu sein, mit vielen deiner Freunde. Es sind sogar Fans aus England extra in die Bahamas geflogen, um uns zu sehen. Das war natürlich schon eine irre Erfahrung. Flogging Molly, sie seien gepriesen, haben uns für die Ablege-Party gebucht. Wir spielten auf dem Oberdeck am Pool, als die Reise los ging. Das war so unglaublich und verrückt – ich habe mich echt 24 Stunden lang noch gezwickt: Ist das echt? Hat diese klein Folkband aus London doch tatsächlich genug Eindruck gemacht, um auf die Bahamas zu finden – und dafür auch noch bezahlt zu werden! Hahaha! Das war umwerfend.

So klingt das auch. Ach, das klingt doch, als hast du für dich das Richtige gefunden.

Ich glaube, da hast du Recht. Dabei war es nie mein Lebensziel, in einer Band zu spielen. Ich bin einer dieser Menschen, die einfach Glück haben. Ich lernte Leute kennen, die das auf die Beine gestellt haben – und ich sagte: „Da mache ich mit – Festivals, Reisen und Alkohol umsonst, da bin ich dabei!“. Es war bis hierhin ein echter Wirbelwind. Wir alle wissen, dass wir vom Glück gesegnet wurden, so leben zu können.

So, ich bin mit meinen Frage durch – aber ich habe noch drei Minuten auf der Uhr. Haben wir noch irgendwas vergessen im Zusammenhang mit dem neuen Album?

Ach, ich glaube, wir waren gut dabei. Wichtig ist: Die Platte erscheint am 30.09., „Geordie Lad“ ist schon draußen, und wir freuen uns auf Deutschland!  Das ist sogar das Land, in dem ich am liebsten toure. Du denkst bestimmt, das sage ich allen, aber es ist wahr! Ich mag es, ich finde es sogar schön! Die Leute sind super und freundlich – und ich hoffe, dass die neuen Tourdaten bald feststehen, denn wir kommen im Februar zurück!

Dann werde ich diesmal auch dabei sein! Da freue ich mich drauf!

Ich sage dir Bescheid! Ich lasse dir eine Einladung zukommen!

Vielen Dank! Dann viel Erfolg mit der Platte und der Tour – und heute noch einen schönen Tag am Meer!

Danke, den werde ich haben!

Cheers, Bye-Bye!

Bye!

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