Interview: July Talk

july-talk-headerZwei Tage noch, dann erscheint „Touch“, das zweite Album der famosen July Talk. Ich bin ja echter Fan dieses Quintetts aus Toronto. Für mich hakt die Band alles ab: Die sind arty, frech, sexy, rau und durchdacht. Peter Dreimanis und Leah Fay geben dabei ein großartiges Frontduo, das sich kontrastiert und elektrisiert.

Nachdem ich die Band zum Debüt schon ausführlich sprach (HIER und HIER), habe ich mich zur Neuen natürlich auch wieder gemeldet, als es um Interviews ging. Es folgt: Ein Telefongespräch nach Kanada mit Peter und Leah.

Guten Morgen – es ist gerade noch ziemlich früh in Toronto, richtig?

Peter: Guten Morgen – Ja, es ist etwa acht Uhr.

Ist das üblich für euch als Rock’n’Roller, so früh aus den Federn zu kommen? Ich habe nicht Euren Rhythmus durchbrochen?

Peter: Naja, so um diese Zeit stehen wir normal durchaus auf. Oft genug sitzen wir auch schon im Auto, unterwegs zu einem Konzert.

Verstehe. Wir haben schon mal gesprochen, vor eurer ersten Show in München.

Peter: Oh ja! War das die Show, bei der ich mich echt aufgeschnitten habe?

Genau die. 

Peter: Heh Heh.

july-talk-1Du musstest hinterher tatsächlich ins Krankenhaus, habe ich gehört?

Peter: Tja, ich musste ein bisschen genährt werden. Wir fuhren nach der Show ins Krankenhaus. Es war so ein großes schönes deutsches Krankenhaus – wir konnten gar nicht aufhören, das zu kommentieren! Alle waren sehr nett zu uns. Ja, das war schon eine sehr sonderbare Show. Es kommt ja öfter vor, dass wir über die Bühne toben und uns dabei auch mal irgendwie erwischen – aber so hart, wie ich auf der Show Leah mit meiner Gitarre ins Gesicht traf, das war so vorher noch nicht passiert. Wir waren mitten im Set und war voller Adrenalin – und es tat mir so leid, dass ich Leah mit der Gitarre ins Gesicht gehauen hatte, dass ich mir selbst auch meine Gitarre ins Gesicht schlug.

Ich weiss, ich war ja da.

Peter: Tja, da habe ich mir wohl ein ordentliches Loch über meinem Auge gehauen. Alles sehr chaotisch. Leah sagte auf der Bühne gleich erst mal: „Das Blut ist fake!“ Das vergesse ich nicht mehr, ha! Naja, nach der Show fuhren wir ins Krankenhaus, und das war eins der besten Krankenhäuser, in denen ich je war.

Leah: Ich bin fast ausgeflippt. Ich habe sofort zu Peter gesagt, noch während dem Konzert: Du musst ins Krankenhaus, das muss genäht werden! Und ich weiss noch genau seine Reaktion – nicht wörtlich, aber sinngemäß sagte er: „Hey – I live for this shit!“

War das deine schwerste Bühnenverletzung bisher? So wild wie eure Shows sind, würde ich mich nicht wundern, wenn du regelmäßig hinterher im Krankenhaus landest.

Peter: Also um ehrlich zu sein, meine schlimmste Verletzung habe ich mir geholt, als ein Konzert schon vorbei war. Das war nach einer Show in Toronto, wir gingen gerade ab und ich sprang von der Bühne Richtung Backstageraum, aber es war dunkel und ich sah nicht, dass da noch kleine Verstärker standen. Ich landete mit einem Bein auf einem dieser Verstärker und verdrehte mir übel das Knie. Das war eine Verletzung, die sich auf unsere Shows noch lange ausgewirkt hat.

Und dann gab es was bei einer unserer allerersten Shows in Toronto. Ich glaube, das war überhaupt erst unser zweites Konzert. Leah hatte noch was vergessen, also sind wir noch auf den letzten Drücker zu ihr gefahren. Wir hatten noch eine Viertelstunde, bis wir auf der Bühne stehen sollten, deshalb war ich extra hektisch, so „Wir müssen uns beeilen!!“ Ich bin ihr Treppenhaus hochgestürmt – und natürlich voll gestolpert. Da habe ich mir total den Knöchel verstaucht. Ich konnte ihn nicht mehr belasten, aber wir mussten ja sofort los. Wir sprangen also ins Auto – naja, wir hoppelten ins Auto. Wir kamen gerade so auf den allerletzten Drücker an – wir wurden buchstäblich gerade angesagt, als wir im Club eintrafen. Ich musste dann quasi die ganze Show auf einem Bein spielen. Ich hopste immer nur auf einem Bein rum.

Eure Shows sind echt immer sehr energetisch. Ein Mal habe ich euch noch in Hamburg beim Reeperbahn Festival gesehen – ihr spieltet eine Show in einem Plattenladen. Es war die Sorte Show, wo man sich als Band denken muss: Was tun wir hier eigentlich? Aber ihr habt eine echte Performance abgezogen.

Peter: Die Show war super.

Ich erinnere mich an kleine Kinder, die hinterm Schaufenster standen und sehr fasziniert waren.

Leah: Shows bei Tageslicht sind immer komisch – bzw. Shows mit Innenbeleuchtung. So viele Shows bei Tageslicht hatten wir noch gar nicht. Aber jedes Mal, wenn wir eine spielen, wird mir klar, was für eine große Rolle bei uns die Dunkelheit spielt. Und der Alkohol, haha. Aber es ist schon gut, so was mal mitzukriegen und von so etwas zu lernen.

Dann seht ihr solche Shows als Lernprozess und nicht als notwendiges Übel? 

Leah: Auf jeden Fall, ja. Eine andere Sache ist ja auch, dass unser Publikum normal nur aus einer bestimmten Altersgruppe besteht. Da ist es schon was ganz Anderes, mal vor Kindern und älteren Leuten zu spielen.

So, jetzt müssen wir aber mal zum zweiten Album kommen! Hattet ihr euch dafür eine gewisse Zielsetzung gegeben, oder habt ihr gesagt: „Wir schreiben jetzt mal drauf los und sehen dann schon, wo es uns hin führt“?

Peter: Vor allem haben wir erst mal Songs geschrieben, bis wir so etwa 50 Stücke zur Auswahl hatten. Die einzige Regel dafür war: Es gibt keine Regeln! Wir wollten uns natürlich nicht exakt wiederholen, aber wir wollten auch nicht zu weit weg gehen von dem, was wir auf dem ersten Album gemacht hatten, weil wir der Meinung waren, dass das ja gut war. Letztlich haben wir uns an unseren Shows orientiert – denn wir haben auch weiterhin die ganze Zeit Konzerte gegeben und dort die neuen Songs ausprobiert. Die Songs, die wir dann letztendlich ausgesucht haben, waren die Songs, die am meisten Spaß gemacht haben beim Live-Spielen und die erkennbar auch ihre Wirkung zeigten.

Gleichzeitig, während wir diese Songs schrieben, sprachen Leah und ich viel über das Thema der menschlichen Berührung. Die Art, wie sie Leute miteinander verbindet und darüber, dass das ein zentrales Thema unseres Schaffens ist. Womit ich sagen will: Jede July Talk-Show ist doch irgendwie ein Gemeinschaftserlebnis. Ein Haufen Leute, die irgendetwas gemeinsam haben, landen in einer Nacht alle gemeinsam im gleichen Raum. Irgendwie ist es unser Job, diese Leute zusammen zu führen. In der Folge schauen wir auch auf die entmenschlichenden Dinge, die Dinge, die uns auseinander bringen, die Feinde unserer Gemeinschaft. Also wurde auch das ein Thema, bei uns allen. Denn in dieser Band tragen alle fünf Mitgliederihren Teil bei, auch beim Songwriting, da arbeiten wir alle zusammen.

Naja, wir machten zahlreiche Demos, Voraufnahmen und Neuaufnahmen, bestimmt eineinhalb Jahre lang. Tja, und was dabei heraus kam, heisst „Touch“ und wir sind stolz drauf, und können wir es kaum erwarten, wieder zu touren.

Euer erstes Album war ja sehr extrem, was die lauten und leisen Momente anging, das war so schwarz-weiß wie eure Optik. Auf der neuen Platte scheint es mehr um die Grautöne zu gehen, das Dunkelgrau und das Hellgrau.

Leah: Finde ich auch. Das war eine Sache beim ersten Album – wir spielten diese extrem gegensätzlichen Rollen, ich war die Leise und Peter versuchte so laut wie möglich zu sein. Aber das verlor mit der Zeit für uns seinen Reiz, vor allem nachdem wir lange getourt hatten. Die erste Platte hatten wir ja aufgenommen zu einem Zeitpunkt, als wir noch nicht viele Shows gespielt hatten. Da wussten wir also noch gar nicht richtig, wer wir überhaupt waren. Wir haben die Performances und die Liveshows dann wirklich geliebt, aber mit mehr Live-Erfahrung fragst du auch mehr Fragen: Was, wenn Peter mal eine andere Rolle spielt als den rauen Typen? Was, wenn ich mir mal die Lunge aus dem Leib kreische? Das gab uns mehr Möglichkeiten und machte es einfach spannender, das brachte uns vorwärts. Jedenfalls, nach dem ersten Album fanden wir diese Grauzonen spannender.

Im Song „Beck & Call“ ist mir etwas aufgefallen, nämlich, dass Peter einen seiner Urschreie loslässt. Das macht er auf der Bühne öfter. Auf der Bühne sieht man, dass ihn in diesem Moment ein kathartischer Blitz aus Adrenalin durchzuckt – meine Frage daher: Peter, ist es schwierig, so einen Adrenalinschub in einer so sterilen Umgebung wie einem Tonstudio hinzukriegen? 

Peter: Das ist in der Tat das allerschwerste, wenn wir im Studio arbeiten: Etwas zu erschaffen, dass sich chaotisch anfühlt. So chaotisch wie die Liveshow. Ich glaube, wir sind höchstens zu 50% so weit – vielleicht weniger. Es ist unfassbar schwer, etwas zu simulieren das sich anfühlt wie die echte Liveshow. Als wir mit unserem Produzenten sprachen, war das eine der ersten Sachen, die wir ansprachen. Wie können wir die Action einfangen? Ich meine, manchmal kreischt Leah einfach nur jemanden aus dem Publikum an. Manchmal lasse ich einen Schrei ab – es gibt so viele Momente des Chaos und der Unordnung – aber in einem Studio herrscht Ordnung. Wenn wir in so eine sterile Atmosphäre kommen, wie stellen wir es dann an? Eine Sache, die etwas gebracht hat, war dass wir die gesamte Platte live eingespielt haben. Okay, klar, hinterher haben wir noch ein paar Overdubs gemacht – aber die komplette Platte haben wir ohne Clicktrack gespielt, jede Aufnahme sind wir zu fünft, in einem Raum, wie wir den Song spielen. Und ich bilde mir ein, dass man das merkt. Dass man spürt, dass wir zusammen spielen, dass wir alle im gleichen Raum sind. Das alleine hilft bereits sehr.

Auch was das Artwork angeht, bleibt ihr beim Schwarzweiss und habt der Versuchung widerstanden, Rot oder Blau zu integrieren?

Leah: Die Versuchung war da, aber wir finden es auch spannend, uns an unser originales Konzept zu halten und zu schauen, wie weit wir es noch ausreizen können. Ich glaube, es gibt noch zahllose Graustufen, die wir ausloten können, bevor wir Farben einsetzen müssen.

Peter: Also ich habe ja nichts gegen Farben – aber wenn ich mir die Künstler anschaue, die ich echt bewundere, dann vereint sie eine Hingabe und eine Konsequenz in ihrem Schaffen. Die ziehen ihr Ding durch. Und ich finde, diese Überzeugung müssen wir auch haben. Wenn es darum geht, sich gewisse Grenzen zu setzen – schau dir die White Stripes an, die haben deswegen so gut funktioniert, weil sie sich diese Grenzen gesetzt haben. Die haben ihre Kunst in eine kleine Schachtel gepackt und geschaut, was sie mit weniger alles erreichen können. Und sowas tun wir auch irgendwie.

july-talk-cover-album-touchSind das eure Hände auf dem Cover? Das sieht aus wie eine richtige Pranke bzw eine kleine Kinderhand.

Leah: Ja, unser Freund Charlie ist Maler und er hat mehrere Fotos gemacht. Wir hatten ein paar Ideen – und er hat seit dem letzten Album Porträts von uns gemalt, da haben wir ihn machen lassen. Ein paar seiner Gemälde sind unsere Gesichter, die sind sehr gut getroffen.

Ach, das ist gemalt? Ich habe das Cover noch nicht in hoher Auflösung gesehen, ich hielt es für ein Schwarzweiss-Foto.

Leah: Doch, das ist ein Gemälde. Wir wollten etwas, das uns repräsentiert, aber es sollten nicht unsere Gesichter sein, das wäre zu offensichtlich. Also fokussierten wir und auf Fotos, auf denen man nur Körperteile sah – und als wir auf das Bild mit den Händen stießen, sah es so wunderbar ungestellt aus und uns war sofort klar, dass das das perfekte Bild war.

In der Zwischenzeit hast du, Leah, etwas Neues gemacht: Du spielst die Hauptrolle in einem kanadischen Film! Inwieweit hat dir die Bühnenerfahrung mit July Talk dabei geholfen?

Leah: Zuerst mal – ich wäre gar nicht erst gefragt worden, wenn ich nicht in der Band wäre. Die zwei Regisseure von dem Film – er heisst „Diamond Tongues“ – sie suchten schon länger nach der Hauptdarstellerin für ihren Film, und sie waren auf einem Konzert von uns. Sie kamen praktisch gleich nach der Show auf uns zu, weil sie sich in den Kopf gesetzt hatten, ich wäre die Richtige für den Part. Ich sagte ihnen noch, dass ich nicht schauspielern kann – aber sie meinten, das sei okay, sie arbeiteten eh ungern mit professionellen Schauspielern. Peter hat an dem Film dann ja auch mitgearbeitet, als Kameramann. Ich glaube nicht, dass einer von uns dabei gewesen wäre, wenn der andere nicht mitgemacht hätte. Letztlich war’s super – denn für uns war es eine neue Möglichkeit, zusammen zu arbeiten.

Glaubst du, du hast dort vielleicht auch etwas gelernt, dass du bei July Talk verwenden kannst?

Leah: Hmmm. Also, ich habe ja keinen Hintergrund als Schauspielerin. Alles, was ich wusste, wusste ich von den Liveperformances mit July Talk und meiner Vergangenheit als Tänzerin. Von der Bühne kenne ich, dass von einem Moment auf den anderen alles umkippen kann, und ich glaube, das habe ich versucht, in der Performance als Schauspielerin zu kanalisieren. Also, mir ist klar, wie viel Übung und Training man braucht, um die Schauspielerei zu lernen und dass ich eine Art Abkürzung genommen habe. Wenn man zu mir „Schauspielerin“ sagt, fühle ich mich immer noch nicht wohl damit.

Was ich an July Talk wirklich liebe: Das klingt jetzt offensichtlich, aber ihr seid eine BAND. Fünf Mitglieder, die sich gegenseitig pushen und auch aufeinander angewiesen sind. Viele Musiker machen ihr Ding ja heute im Alleingang, ob als Singer/Songwriter oder als Elektroniker am Laptop, weil man heutzutage auch alles alleine machen kann. Könnt ihr das kommentieren – was können Bands auch heute noch, das Solisten nicht können? 

july-talk-2Peter: Das ist leicht. Es ist einfach ein bestimmtes Gefühl, das aufkommt, wenn du mit einem Drummer in einem Raum bist, kein Klicktrack – und wenn man dann das erschafft, was echter Rock’n’Roll ist. Stimmt, es wird immer leichter, alle Musik alleine hinzukriegen. Aber das ist einfach nicht die Art, wie wir kommunizieren. Bei uns ist das so: Wir wissen gar nicht wirklich, was ein Song ist oder was unsere Band ist – bis wir live spielen. Mir geht es auch so: Immer, wenn ich in Live-Atmosphäre Computermusik gehört habe, hat mich das nie so gepackt wie Musik, die ich von einer organischen oder elektrischen Rock’n’Roll Band live erlebt habe. Deswegen ist es uns auch so wichtig, diese frenetische Energie einzufangen, dieses Chaos. Man hört so viele Musik, die daheim am Rechner entstanden ist. Man hört den großen Crash, die große Kickdrum, den gigantischen Drop vorm Refrain – aber für mich klingt es immer noch wie ein Laptop. So ein großer Drop soll bei dir doch etwas auslösen! Aber leider, für mich klingt es immer noch computergeneriert. Nicht heavy, nicht angsteinflößend – nicht so, wie eine Band es kann. Deswegen jagen wir weiter den perfekte Umsetzung der Live-Atmosphäre im Studio, und wir wollen auch, dass der Hörer sich uns bildlich vorstellen kann, wie wir gemeinsam in einem Raum sind und die Musik gemeinsam machen. Er soll sich diese Atmosphäre vorstellen können, und nicht nur die Stromkreise in einem Computer.

Und das klappt richtig gut – ich meine, nehmen wir die erste Single aus dem Album, „Push + Pull“ – für mich einer meiner Songs des Jahres. Ganz einfache Frage: Was kannst du uns zu dem Song erzählen?

Peter: Das war einer unserer ersten, vielleicht der allererste neue Song, den wir fürs neue Album geschrieben hatten. Die Grundidee stammt von unserem Bassisten Josh – auch er hat schon Videos für uns gedreht. Diese Grundidee war, einen Disco-Backdrop zu nehmen, der sehr relaxt war, fast verträumt. Aber dafür sollte ein umso fetterer Refrain rein kommen. Wir haben den Song auf verschiedene Arten durchgespielt, zwischendurch hatte der Song gleich zwei Refrains  – einer davon wurde letztlich zur Bridge. Das ist ein Moment, den ich liebe in dem Song, weil ich mir Leah in dem Moment immer in den 80ern in einer Rollerdisco vorstelle. Jedenfalls, der Song geht über Exzess, er geht um Freunde von uns, die eine Sucht haben, die den Ausschalte-Knopf nicht drücken können. Mir kommt es manchmal so vor, als gebe es eine Trennlinie – da sind die, die aufhören können, ob es um Alkohol geht, Drogen, oder ganz andere Dinge wie das Internet, Instagram, alles, wovon man mehr und mehr will, Geld – es gibt eine Trennlinie zwischen denen, die in Mäßigung leben können, und denen, die das nicht können. Da kommt „Push + Pull“ her.

Als nächstes steht dann die nächste Europatour an. Mir fiel beim Blick auf euren Tourneeplan auf, dass ihr gleich 5 Shows in Holland spielt. Ist das das Land, in dem es für euch in Europa am besten läuft?

Leah: Das weiss ich gar nicht genau, die Zahlen kenne ich nicht. Aber die Shows laufen dort immer gut und wir freuen uns immer, wenn wir dorthin zurück kommen. Holland und Deutschland gehören zu den besten Ländern, auf jeden Fall.

Ich freue mich entsprechend auf eure Münchner Show und ich hoffe, dass sie diesmal verletzungsfrei abläuft. 

Leah: Yeah!

Zum Abschluss immer eine Frage nach einer Anekdote. Was war denn der bisher verrückteste Band-Moment in eurer Karriere als July Talk?

Leah: Oh, da muss ich kurz nachdenken.

Peter: Was ziemlich strange war, war, als wir neulich den Support für die Red Hot Chili Peppers spielen durften. Wir waren natürlich supernervös, es war in einer riesigen Arena, unser bisher größtes Konzert. Etwas ganz neues für uns, nicht unsere normale Umgebung – es hat aber riesigen Spaß gemacht. Nach dem Konzert gingen wir zurück in unsere Garderobe – und gleich neben unserem Zimmer hatten die Chili Peppers einen Proberaum zum Jammen. Flea und Chad Smith waren in diesem Raum, und sie jammten einfach nur. Wir kommen also zum EInen gerade von einer Bühne vor 80.000 Leuten, das war schon unglaublich genug – und dann sitzen wir backstage und wir können der Band, mit der wir alle aufgewachsen sind, beim proben zuhören. Das war ein Moment, an dem uns allen der Kiefer runterging, wir uns nur angeschaut haben und uns sagten: Was führen wir eigentlich für ein Leben?!

Prima, vielen Dank für Eure Zeit, ich freue mich schon aufs Münchner Konzert im September!

Leah: Danke!

Peter: Vielen Dank, wir wissen das zu schätzen!

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