Review: Bosco Rogers

boscorogersBosco Rogers – „Post Exotic“

Hier passiert zur Zeit zu wenig. Auf dem Blog, meine ich. Es herrscht einfach Sommerloch. Was kann man dagegen tun? Hmm… vielleicht ein paar Besprechungen nachholen? Auch dann, wenn mir vielleicht nicht unbedingt viel zu den Alben einfällt?

Nehemen wir doch mal das ein paar Wochen alte Debütalbum des britisch-französischen Duos Bosco Rogers. Denn diese Platte macht mir durchaus Spaß.

Spaß macht sie, das ist es aber auch. „Post Exotic“ ist nicht unbedingt das Werk, das mit Tiefgang glänzt. Ich meine, schon der erste Song heißt „Googoo“, später kommen „Licky Licky Lick“ oder „Beach! Beach! Beach!“ (gesungen übrigens „Bitch Bitch Bitch!“)

Aber hey. Bosco Rogers treten nicht mit dem Anspruch an, den Pulitzer Preis abzuholen, sondern sie wollen, das ist ganz offensichtlich, Musik machen, zu der man grinst, mitschnipst und mit dem Poppo wackelt. Diesem Anspruch werden sie gerecht und sie haben hörbar Spaß dabei.

Wir hören also: Schwungvolle Akustik-Gitarren, sonnige Sixties-Surfpop-Melodien, quarzende Orgel, „Aaah-Haah“-Chöre, Drums aus dem Computer sowie Melodien, die sogar manchmal richtig hängenbleiben. Das gepfiffene Intro von „The Middle“ beispielsweise hat die gleiche Retro-Lässigkeit, die The Asteroids Galaxy Tour drauf haben. Auch die Single „True Romance“ mit ihrem Beck-Beat kann auf dem Indie-Dancefloor gar nichts anderes als voll einschlagen. Die Nummer ist ein HIT, Ausrufezeichen!!! Dass „The Million“ wiederum klingt wie eine von Playmobil-Figuren gespielte Last Shadow Puppets-Nummer, hat ebenfalls seinen Charme. Wo ich schon beim Vergleichen bin: An die Inspiral Carpets musste ich hier und da denken, ebenso an die Songs vom ersten Foster The People-Album, die NICHT „Pumped Up Kicks“ waren.

Und damit bin ich auch schon beim Fazit. Denn mehr kann ich zu der Platte einfach nicht sagen. Ich bin auch gespalten: In gewisser Weise finde ich „Post Exotic“ ein bisschen durchschaubar und albern, aber dann stelle ich bei eigentlich jedem Lied fest, dass es voll in Ordnung ist und es mich auf irgendeine Weise zum Schmunzeln bringt.

Hey, es ist Sommer. Wenn man sich mit der Bluetooth-Box an die Isar legt, dann ist „Post Exotic“ sicher ein besserer Soundtrack zum Langnese-Eis-Lutschen als „A Moon Shaped Pool“. Den Spaß kann man sich gönnen.

(Die Grafik spare ich mir heute – ich gebe 6,8 Punkte.)

Bosco Rogers – True Romance (Official Video) from Bosco Rogers on Vimeo.

Bosco Rogers – The Middle (Official Video) from Bosco Rogers on Vimeo.

Bosco Rogers – Googoo (Official Video) from Bosco Rogers on Vimeo.

Bosco Rogers – French Kiss (Official Video) from Bosco Rogers on Vimeo.

Bosco Rogers – Corner To Corner (Official Video) from Bosco Rogers on Vimeo.

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