On Seconds Thoughts

Wenn ich mit australischen Bands spreche, stelle ich gerne die Frage nach dem Umzug. Muss man sich als Aussie-Band heute noch für die Karriere in Europa oder in den USA niederlassen? Oder macht es nicht sogar mehr Sinn, in der Szene zu bleiben, in der man zu der Band wurde, die man ist?

Selbst innerhalb Australiens ist ein Umzug nicht immer das Beste für eine Band, davon können die Split Seconds ein Lied singen – und sie tun’s, mit ihrer aktuellen Single „Relocation Blues“.

Daheim in Perth an der Westküste hatte die Band um den Songwriter Sean Pollard sich soweit nach oben gearbeitet, dass quasi alles Machbare erreicht war. Der Umzug nach Melbourne schein der nächste logische Schritt zu sein. Aber auch wenn die Split Seconds hier ihr famoses Album „You’ll Turn Into Me“ (eine meiner Top Ten Lieblingsplatten von 2012) veröffentlichten und 2014 die starke „Neil Young & Dumb EP“ folgen ließen, lief für die die Band dort aber vieles nicht wie erhofft. Kritikerliebling in Australien zu sein, ist schön, aber viel kaufen kann man sich davon nicht.

Ihren Humor haben die Split Seconds darüber nicht verloren, wie ihr „Relocation Blues“ zeigt. Hoffen wir, dass es mit dem kommenden zweiten Album „Rest & Relocation“, das im Juni erscheint, aufwärts geht, denn verdient hätten die Split Seconds es längst. Bis dahin gilt: „Despite all the derision it’s a permanent decision.“ 

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