If i Trevor feel better

Tja, was sagt man hierzu? „The Less I Know The Better“ ist eins der Highlights von „Currents“, einer Platte wiederum, die zu den Alben des Jahres gehört. Kevin Parker ist zweifellos ein Genie. Aber die Videos von Tame Impala finde ich oft genug … sonderbar.

„The Less I Know The Better“ ist eine Eifersuchts-Hymne. Ich gebe zu: In meinem geistigen Auge gab’s dazu bisher keine High School-Szenen mit Basketballern, Cheerleadern und King Kong (?!)

Ein paar Gedanken zum Video nach dem Break.

Okay, ich verstehe: Für den Protagonisten (Basketballboy) übernimmt Trevor (also der Typ, der ihm sein Cheerleadergirl ausspannt), eine King Kong-Rolle.

Gegen King Kong kommt man nicht an, gegen ihn ist man komplett ohnmächtig. Vielleicht ist das, was das Video uns zeigen will? Es ist ja zuallererst Ohnmacht, die man verspürt, wenn man nicht dagegen ankämpfen kann, dass die Angebetete sich für jemand anderen entscheidet. Diese Hilflosigkeit war für mich immer das, was Kevin Parker in dem Song besingt. „Besser, ich weiss gar nicht, was los war.“ Das war das, was ich aus dem Song mitnahm, und insofern ist die Umsetzung durch dieses Video vielleicht gar nicht so daneben.

Zweitens, als Eifersüchtiger sieht man in seinem Gegenspieler gerne mal nur das Schlimmste. Das ist kein Mensch mehr, das ist nur noch dieser Riesenarsch, der einem einen Verlust zugefügt hat. Man reduziert diesen Typen in gewisser Weise runter auf einen tumben Gorilla. Auch das ist ein Teil der Eifersucht. Man malt sich aus, was die zwei miteinander so treiben und wird verrückt dabei, und man ist verblendet unterwegs.

Schön finde ich die Effekte mit den Farben (ab 2:22). Ohne Zweifel ein Augenschmaus. Der Verschmähte malt sich seine Angebetete in diesem Moment nur in den schönsten Farben aus, im wahrsten Sinne des Wortes. Als Göttin. Umso schlimmer, dass der Gorilla sie sich geschnappt hat.

Okay, im Nachhinein sage ich: Auf den ersten Blick fand ich den Clip surreal, wirr und stilistisch all-over-the-place. Aber erstens hat er mich zum Nachdenken gebracht (das muss ein Video auch erst mal machen) und zweitens hat dieses Nachdenken dazu geführt, dass ich den Kurzfilm letztlich doch nicht mehr so unpassend für den Song finde.

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