Race For the Prize – Pt. 4

Haim_Augustiner_magenta

So, meine Lieben! Ihr habt verdient, zu erfahren, wer den 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres 2014 bekommen wird!
Was das ist? Das erkläre ich noch mal HIER!
Wer dieses Jahr nominiert war: HIER!
Teil 1 der Auswertung: HIER!
Jetzt aber ohne Umschweife zur Kür der Sieger!

Runde 2 hat begonnen, und die Aufgabe lautet:

Augustiner Preis Grafik 1Oh je, der Moment, den alle mit Schaudern befürchtet haben. Der Moment, an dem wir das Lied auf seine Lagerfeuertauglichkeit untersuchen. Wisst ihr, was das heisst? Ich hole meine kleine Klampfe und suche die Akkorde des Songs im Internet. Und dann wird wieder (Hüstel!) gesungen.
Die Akkorde von Kasabians „eez-eh“ finden sich schnell im Internet. Emoll – A# – A im Refrain, in der Strophe bleibt’s praktisch bei Emoll. Lustig, wenn man es nun auf der Akustischen zupft, kann man eine getragene Heulbojen-Nummer draus machen.

Die Akkorde von „To Love Somebody“ finden sich schwerer. Lydia Loveless ist noch eine kleinere Nummer, da wird nicht gleich alles von Fans transkribiert. Aber ich stoße auf eine Seite, da werden sie zum laufenden Song eingeblendet. Knifflige Akkorde. Welcher Bund ist noch mal C#? D#moll? Ah, I see, der Capo muss rauf. Ich dengle am Song entlang. Mir macht das ja ein bisschen Spaß – man hackt zwar erst krass neben die richtigen Akkorde, stolpert beim Timing hinterher, vergreift sich wieder und wieder – aber man merkt mit, wie man sich dem Song annähert.
Das Problem: Der mit der Gitarre merkt, er schafft sich den Song langsam drauf und motiviert sich dadurch. Der normale zuhörende Mensch aber würde derweil lieber eine Stück Kreide über die Tafel schaben hören, anstatt dem Gitarrenheini = mir beim Rumdilettieren lauschen zu müssen. Ich so: „Aha, DA ist d#moll, gleich habe ich’s!“ Die anderen so: „Es REICHT jetzt!“ Sie geben die Punkte Kasabian.

Augustiner Preis Grafik 2

Diese Kategorie soll die Band belohnen, die kein One-Hit-Wonder ist, sondern letztes Jahr mehrere prima Songs auf der Pfanne hatte.
Die Teddybears, die ihr Erkennungs-Kürzel STHLM (Stockholm) von früheren Platten offenbar inzwischen abgelegt haben, veröffentlichten letztes Jahr nur drei Singles, am gleichen Tag: „Shimmy Shimmy Style“ (prima, deswegen hier ja auch in der Liste!), „Sunshine“ (plakativ, aber schon auch geil) und „No More Michael Jackson“ (guter Songtitel, fürchterliche Nummer).
Kent brachten ein ganzes tolles Album raus. Von „Tigerdrottningen“ picken wir „Mirage“ als zweitbesten Song. Somit tritt „Mirage“ gegen „Sunshine“ an.
Und die Abstimmung ergibt: Kent kriegt 3 Stimmen, die Teddybears nur eine. Kent sind durch!

Augustiner Preis Grafik 3Ooh yeah, Baby! Welche Nummer ist besser geeignet für den dirty Bump and Grind, fürs lockere Matratzenringen, für die zärtlich schmeichelnde Liebkosung? Hello Saferides Schleicher übers Kinderkriegen? Oder July Talks rauflustige Indierock-Nummer?

Pluspunkte sammelt kein Song wirklich, nur Minuspunkte. Dani meint, die Stimme von Peter Dreimanis (July Talk) würde sie beim Sex wahrscheinlich zum Lachen bringen – Minuspunkt! Nat findet die thematisierte Schwangerschaft bei Hello Saferide problematisch. Julian und ich können keinem Song ein klares Plus abgewinnen. Eine Entscheidungsfrage muss her!

Augustiner Preis Grafik 4

Tja, July Talk. Das war’s. Gegen Annika Norlin alias Hello Saferide kann man, wenn’s um Texte geht, nicht gewinnen. „This Body“ ist traumhaft traurigschön, wie alle ihrer Lieder. Die Protagonistin in dem Song ist jemand, die ihr Leben lang Probleme mit ihrem Körper hatte. Bis er sich eines Tages bei ihr meldet und – schwanger ist. Und dann macht plötzlich alles Sinn und die Sonne geht auf. „It’s like finding a hidden door in a house you always lived in, with a secret room and it holds diamonds and pearls!“ Das ist sogar für mich als Typen zum Heulen schön. KLAR gewinnt Annika!!

Augustiner Preis Grafik 5Ihr kennt das – ein Song kann etwas bei einem auslösen. Einfach einen Nerv treffen, und man ist emotional. Man will die Welt umarmen! Oder die Tränen kullern einem runter und man weiss nicht warum. Die Frage also: Löst einer dieser drei Songs (die Zahl der Übriggebliebenen ist immer noch ungerade) so etwas bei uns aus? Nun gut, die Liars machen Nat aggressiv, den Song kann sie nicht leiden. Aber das gilt nicht, weil’s ja keine angenehme Emotion ist.
Tatsächlich sind wir uns einig, dass wir die hübsche, brüchige Melodie und das Seventies-Feel von Amason alle irgendwie berührend finden. Die Schweden bekommen alle vier Punkte – erstaunlich, wie leicht sie sich gegen die echt schöne, warm pulsierende Nummer von Robyn & Röyksopp durchsetzen.

Hurra, wir haben’s ins Halbfinale geschafft!

Augustiner Preis Grafik 6Oh, das ist ein Gemetzel. KLAR gewinnen hier Kasabian. Ihr „eez-eh“ ist ein HIT, zu dem ich im Atom schon durchgehend auf- und abgehüpft bin! „This Body“ habe ich tatsächlich mal als Rausschmeißer eingesetzt, aber mehr nicht.
Sagen wir’s so: Der erste Finalist kommt aus Leicester und hat die Textzeile „Everyone’s on bugle, we’re being watched by Google!“

Augustiner Preis Grafik 7Jetzt müssen wir uns also vorstellen, wir tauchen tatsächlich mit einem Kasten Bier bei der Band im Studio auf. Oder Backstage.
Zuerst mal: Beide Bands sind aus Schweden, die Anreise macht also niemand zum Favoriten.
Aber: Kent sind Schwedens größte-größte-allergrößte Band. Die verkaufen in Skandinavien komplette Stadien in wenigen Stunden aus. Denen will jeder am Rockzipfel zupfen. Diese Woche gewinnen sie vermutlich ein paar schwedische Grammis wie jedes Jahr, wenn sie was veröffentlichen. Wenn wir mit unserem Kasten Bier auftauchen – vorausgesetzt, wir haben uns an den backstage wartenden Schlangen oder vorm Studio campierenden Teenies vorbei gekämpft – dann glauben die nur, wir wollen ihren Champagner damit verdünnen und rufen die Security! So stellen wir uns das jedenfalls in etwa vor.
Amason wiederum sind bisher noch Geheimtipp. Klar, wer bei Miike Snow oder Dungen spielte, ist kein Newcomer. Aber eine Geste wie ein unerwarteter Kasten Bier aus Deutschland würde die doch sicher amüsieren. Man würde sich nach der Übergabe an der Bar treffen und den ganzen Abend feiern. So malen wir uns das aus. Genau so wird es ablaufen. Hüstel.
Der zweite Final-Song – wer hätte es gedacht – hat einen Kringel auf dem Å.

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Und Dani sagt noch: „Wehe, ich muss jetzt zeichnen!“ „Wieso, einen Aal zu zeichnen geht doch!“ findet Nat – dann „Ålen“ heisst tatsächlich Aal. „Okay, die Frage scheidet dann halt aus“ zucke ich mit den Schultern. Und jetzt ratet mal, welche Frage Dani zieht. War ja klar.

Na gut, „Zeichne den Songtitel“ ist also übersprungen, ziehen wir die nächste Frage. Tanzvergleich!!! Normal ist das der Punkt, an dem wir durch die Küche hopsen müssen. Aber wir sind jetzt schon so lange an diesem Spiel und wir wissen ja alle: „eez-eh“ ist ein Dancefloor-Knüller. „Ålen“ ist eine Ballade.

Bevor wir aber Kasabian zum Sieger küren, schimpft Nat. „Eigentlich hätten Amason gewonnen. Dass wir eine Frage einfach verwerfen, war ja so nicht ausgemacht!“ Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Na gut, wir sind flexibel. Es wird entschieden: Dieses Finale gilt Best of Five! Es steht 4:4.

Frage 3: Ist der Song herrlich sentimental? Klares 4:0 für Amason (8:4 gesamt)

Frage 4: Wie untypisch/eigenwillig ist der Song? 
Tja, beide Nummern sind nicht unbedingt Standard. „Ålen“ hat eine sehr ungewöhnliche Melodieführung. Aber „eez-eh“s spackig-zackiger Rhythmus und der sonderliche Text geben den Ausschlag, dass sie hier vier Punkte absahnen. Es steht 8:8 und die allerletzte Frage entscheidet!

Frage 5: Endlich! Die Entscheidungsfrage: „Luftgitarre!“
Hahahahaha! Superschluß! Denn: Beide Songs kommen praktisch komplett ohne Gitarre aus – und da sollen wir Akkorde in die Luft schlagen? Naja, Kasabian gibt einem mit seiner Indiedancerock-Power immerhin das Gefühl einer Gitarre. Die Abstimmung endet 3:1 – insgesamt 11:9 für Kasabian. Serge, Tom, Chris und Ian dürfen sich eine Kiste Augustiner teilen!

KASABIAN: EEZ-EH from AITOR THROUP STUDIO on Vimeo.

Letztlich noch die Frage: Wann und wie findet die Übergabe statt? Auf die Insel sollte man eine Kiste Augustiner normal schon mit dem Auto fahren können. Andererseits, warten wir doch mal Kasabians Festival-Tourplanung ab. So oder so – jetzt gilt es, die Kiste zu übergeben. Wir halten euch auf dem Laufenden!

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