Salo Mortale

Mei, was haben wir uns Anfang der Nullerjahre über The Ark gefreut! Nachdem Indie die Jahre zuvor stagniert hatte, hatte die paradiesvogelbunte Popwucht dieser Schweden was regelrecht Radikales. Mit The Ark konnte man die Leute mal wieder so richtig aufregen – denn Kostümwechsel von hautengem Plastik in die Federboa, die waren lange verboten. Zuckersüßer Hurra-Glampop erst recht! Aber bei Indie geht’s darum, nicht mitzulaufen, sondern sein eigenes Ding zu drehen und stolz weiter zu machen, auch wenn die Leute spucken. Deswegen waren The Ark mutiger und mehr Indie als ihre Zeitgenossen.

Aber klar, irgendwann war die Luft raus aus dieser Party. 2011 kam ihre abschließende Single-Collection „Arkeology“ und danach habe ich die Sache auch nicht mehr weiter verfolgt. Ich habe so weit mitgekriegt, dass The Ark-Sänger Ola Salo heute in Stockholm auf Musicalbühnen singt, u.a. den „Jesus Christ Superstar“. Dass er eine Solokarriere verfolgt, war an mir bisher vorbei gelaufen. Das aber tut Ola, und er hat eine aktuelle Single draußen namens „Go On Go On“. Ja, es ist immer noch so nah am Glitzerpop, dass man Zahnschmerzen kriegt. Andererseits, auch bei The Ark musste man erst durch die Zahnschmerzen durch, ums zu kapieren. Und: Es gibt Killers-Songs, die sind ähnlich nah am Schlager. Posten wollte ich’s immerhin, damit man sich eine Meinung bilden kann.

Das Video habe ich noch nicht in einbettbarer Version gefunden, hier immerhin ein Link und eine SWE-TV-Performance der Single:

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